Forum


 

Protestwahl: Griechenland ist unregierbar

APWie man die Parteien auch zusammensetzt, es kommt keine Koalition dabei heraus: Griechenlands Politik steht vor dem Chaos. Die Bürger haben sich in ihrer Wut über alle Sparzwänge und Drohkulissen hinweggesetzt - und den Protest stark gemacht. Jetzt hat Europa ein Problem.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...831833,00.html
  1. #80

    Keine Sorge, Leute

    ... ja, man kann sich um die Griechen ernste Gedanken machen. Bekommt das Land die Kurve und spielt weiter mit, um den Euro zu behalten, geht die Sache glimpflich aus für die Griechen, wenn es auch für viele Jahre nicht unbedingt lustig wird. Wenn sie aussteigen wollen, wirds richtig haarig - für die Griechen. Aber nur für sie. Den Rest Europas wird es dann nicht oder nur noch peripher tangieren, was in Griechenland passiert. Die Märkte haben ihr Spässchen doch die längste Zeit gehabt, inzwischen haben aber ohnehin alle kapiert, akzeptiert und eingepreist, dass Griechenland in seiner gegenwärtigen Verfassung zu keiner Entwicklung in der Lage ist: Das ist kein Fass ohne Boden - da ist nicht mal ein Fass. Das müsste sich inzwischen herumgesprochen haben.

    Andererseits wissen die Anleger inzwischen aber auch, dass die Euro-Staaten den Euro auf jeden Fall halten werden. Es sind nur noch die unbelehrbaren D-Mark-Nostalgiker, die das nicht einsehen wollen und sich jetzt, auch in diesen Kommentarspalten wieder, endlich den Crash wünschen. Ähnlich wie ein Häuflein Zeugen Jehovas, die in der Wüste auf den Armageddon warten. Ich denke, die Wünsche der Zeugen Jehovas werden wohl eher erfüllt als die Hoffnungen der D-Mark-Fanatiker.

    Ein bisschen Realitätssinn wäre ganz hilfreich. Griechenland, das ist ungefähr die halbe DDR. Und die hat Westdeutschland praktisch allein hochgepäppelt. Das wäre auch mit Griechenland kein Problem, insbesondere nicht, wenn die komplette EU sich dahinterklemmt. Die Griechen müssten eben nur wollen. Wenn nicht, wird es das Problem der Griechen sein.
  2. #81

    Zitat von muri82 Beitrag anzeigen
    Die genannte angebliche Aussage von Herrn Erdogan stammt von der Website Globisot.org. Diese hat noch am Veröffentlichungstag die Falschheit dieser Meldung bekannt gegeben, dessen Quelle wohl das Nachrichtenportal Altime war. Die Türkei verfolge weiterhin eine konstruktive Politik in Bezug auf die Balkanländer hieß es weiterhin.
    Solche "Falschmeldungen" fallen nicht vom Himmel. In diesem Fall hat eine albansiche Tageszeitung darüber berichtet:

    Bota Sot » Turqia do t'i ndihmoj shqiptart ta krijojn nj shtet t madh Shqiptar

    Darüber hinaus:

    B92 - Info - Erdogan on Balkan borders, Turkish reaction
  3. #82

    Am Abgrund

    Die Griechen standen schon am Abgrund. Jetzt haben Sie einen Schritt nach vorn gemacht.....Leider nicht wirklich lustig.
    All denen, die hier ständig anführen, die bösen Politiker hätten das arme Volk immer nur betrogen und ausgebeutet, sage ich: jedes Volk hat die Regierung die es verdient! Die Griechen wussten doch seit Jahrzehnten, wie ihr System läuft bzw. eben nicht läuft und sie haben alle mitgemacht bei Korruption, Steuerhinterziehung und Vetternwirtschaft, ohne dass jemals eine Zivilgesellschaft entstanden wäre, die dies hätte beenden wollen.
    Die Griechen hätten niemals in den Euro aufgenommen werden dürfen. Danke dem großen Europäer Helmut Kohl, der das ermöglicht hat!
  4. #83

    Zitat von Wembley Beitrag anzeigen
    Wer jetzt noch glaubt oder weißmachen will, dass die Schuldenkrise in Griechenland allein das Werk der korrupten Politikerkaste von Pasok und ND ist, ist ein Idiot oder ein Heuchler. Oder beides.
    Die Griechen selbst sind es, die mehrheitlich keinen anderen Weg als den seit Jahrzehnten eingeschlagenen gehen wollen, und der lautet: Wir leben vom Geld der Anderen über unsere Verhältnisse.
    Eine verräterische Zahl war heute morgen in SPON zu lesen: Das griechische Parlament hat 300 Sitze. Bei einer Bevölkerung von 10,9 Millionen. Auf unsere Verhältnisse übertragen würde das bedeuten, dass rund 2.200 Abgeordnete im Bundestag ihr Unwesen treiben würden. Und jedem Abgeordneten wird noch sein privater kleiner Hofstaat finanziert. Die Holländer, immerhin 16,7 Millionen, leisten sich gerade einmal 150 Abgeordnete in ihrem Parlament. Und werden um Klassen besser regiert.
    Das fällt auf die Bundesrepublik selbst zurück: das U.S. House of Representatives hat nur 435 Mitglieder für ca. 310 Mio. U.S. Bürger. Wobei da noch dazu kommt, dass es nicht an eine Regierung gebunden ist, sondern eigene Politik betreiben kann.
  5. #84

    ...

    Zitat von RosaHasi Beitrag anzeigen
    "Jetzt hat Europa ein Problem"

    nein, falsch. JETZT hat europa eine chance. der wille des volkes muss endlich oberste maxieme gemeinschaftlichen handelns werden.
    Nix Chance, es sind doch bereits zu viele rote Linien überschritten. Der deutsche Steuerzahler bürgt Dank seiner Politiker mittlerweile mit zig Milliarden für Griechenland. Was soll das ??? Die Griechen werden sich jetzt auch noch den Rest der Schulden zahlen lassen und treten dann aus der Euro Zone aus.Solange alle Staaten scheinbaren Wohlstand hatten was alles prima mit Europa, aber mit der Umverteilung bricht es auseinander. Von mir aus desto eher, desto besser. So war es nicht gedacht.
  6. #85

    xxxx

    Wenn nicht ein Umdenken in den politischen und ökonomischen Eliten stattfindet, dann haben wir auch bald so eine Situation wie jetzt in Griechenland. Ich hab aber keine Angst vor solch einer Lage, da immer etwas geschäftsführend im Amt ist. Auch die Verwaltung funktioniert, egal ob SPD und CDU/CSU irgendwann mal zusammen nicht mehr als 45% auf die Beine bringen.Die Tendenz geht auf jedenfall dahin.

    Wir erleben eine Machtprobe zwischen den einfachen Menschen und den Eliten. Diese Machtprobe spiegelt sich in den zahllosen Protestbewegungen wieder, aber auch in den Wahlergebnissen in den unterschiedlichen Ländern. Die Wahlbeteiligung wird generell zurückgehen bis sie unter 50% angelangt ist und dann...... Die einfachen Griechen stehen nicht vor dem Chaos, sondern die Eliten. Merkels Politik ist gescheitert und sie musste auch scheitern, weil ihr deflationärer Ansatz Europe sytematisch verarmen liess.
  7. #86

    Na sowas, der Bürger in Griechenland hat gesprochen und das Kapital schmollt...
    Keine Sorge verehrte BRD Bürger, ein Land nach dem anderen wird unter der Peitsche des Kapitals untergehen auch Deutschland.
    Die Piraten sind ein guter anfang für Weimarer Verhältnisse die den Knall über die EU bringen werden....... so gott will, hoffentlich bald.

    Ich gebe meine Steuergelder lieber dem europäischen Gedanken hin und somit den Griechen, als sie weiter in die unmoralischen, anstandslosen Giergriffel unserer Eliten zu leiten.
  8. #87

    Zitat von Zaziemetro Beitrag anzeigen
    In weiser Voraussicht hat die CDU deshalb wohl schon mal die Wehrpflicht abgeschafft, denn eine Militärdiktatur funktoniert nun mal am besten mit einer Berufsarmee.
    Da überschätzen Sie aber die Deutschen Offiziere!
    Die regen sich erst, wenn sie in Pension sind.
    Schneid ,wie unter den Preußen,geht dennen ab.
    Wenn die ihre Planspiele nicht hätten, würden sie in der Sandkiste
    mit Zinnsoldaten spielen.
  9. #88

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wie man die Parteien auch zusammensetzt, es kommt keine Koalition dabei heraus: Griechenlands Politik steht vor dem Chaos. Die Bürger haben sich in ihrer Wut über alle Sparzwänge und Drohkulissen hinweggesetzt - und den Protest stark gemacht. Jetzt hat Europa ein Problem.

    Konservativer Samaras mit Regierungsbildung in Athen beauftragt - SPIEGEL ONLINE
    Es lässt sich also keine Koalition finden, die gegen den ausdrücklichen Willen der griechischen Bevölkerung die kaputt-Sparpolitik wie von Merkel gewünscht unverändert fortsetzt. Ist das wirklich gleichbedeutend damit, dass Griechenland nun unregierbar ist? Oder besagt das doch nur, dass es nicht mehr so einfach wird, Griechenland zu einer Politik zugunsten der von Merkel vertretenen Banken etc. zu zwingen?

    Um Griechenland wieder "regierbar" zu machen, ist nichts weiter nötig, als den Griechen wieder ein klein wenig Luft zum Atmen zu lassen! Warum gönnt man den armen Griechen noch nicht einmal den lebensnotwendigen Atem? Nur weil die Banken, Anleger etc. dann befürchten, nicht schnell und hoch genug von der Armut der griechischen Bevölkerung zu profitieren?

    Die Wahle in Griechenland ist ein Wink mit einem ganzen Zaun, dass es mehr als überfällig ist, für die Finanzkrise (egal ob man die gerade lieber Griechenlandkrise, Eurokrise und wie auch immer nennt) endlich diejenigen bezahlen zu lassen, die diese Krise verursacht haben. Das waren weder die Griechen, noch die Franzosen, noch die deutschen Sozialleistungs-Empfänger!
  10. #89

    Sauce Hollandeaise

    Zitat von Konradii Beitrag anzeigen
    Des Volkes Willen findet "leider" bei den Rechten anderer Völker und Rechtssubjekte ein Ende....auch in einer Demokratie kann man nur sinnvoll über etwas abstimmen, was man auch entscheiden darf!
    Das ist ja gerade der generelle Webfehler der EU bzw. namentlich der Eurozone. Einzelne Gruppen leben in Saus und Braus auf Pump und bestehen darauf, dass die Frage, ob sie das evtl. mal zurückzahlen möchten oder lieber nicht, von ihnen ganz allein entschieden wird, weil sie ja ach so souverän sind.

    So kann das nix werden, und auch der jetzt unaufhaltsame Abschied der Griechen aus dem Euro wird nichts bringen, denn Italien, Spanien und Frankreich stehen in den Startlöchern, es genau so zu treiben wie vorher die Griechen.

    In Frankreich erleben wir es ja gerade. Haushalten ? Nö --- Sauce Hollandeaise drüber und weiter geht die Party.


TOP



TOP