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Protestwahl: Griechenland ist unregierbar

APWie man die Parteien auch zusammensetzt, es kommt keine Koalition dabei heraus: Griechenlands Politik steht vor dem Chaos. Die Bürger haben sich in ihrer Wut über alle Sparzwänge und Drohkulissen hinweggesetzt - und den Protest stark gemacht. Jetzt hat Europa ein Problem.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...831833,00.html
  1. #20

    :{[

    "Die Griechen haben, wieder einmal, allen gezeigt, was ein Haken ist. Sie haben sich nicht beeindrucken lassen, weder von Drohungen noch von Empfehlungen und auch nicht vom eigenen Staatsbankrott."


    Klingt wie ein Lob.

    Dabei haben sie sich nur selbst regierungsunfähig gewählt und werden einen weiteren Monat verblödeln bis im Juni noch einmal gewählt wird.
  2. #21

    optional

    Es ist der 17. Juni. Für Neuwahlen, falls keine Regierung zustande kommen sollte.
    Ganz einfach das Volk solange wählen lassen bis das Ergebnis den Politikern gefällt. Gab es auch schon mal in Deutschland - Mit verheerenden Konsequenzen
  3. #22

    Da beugt der Lissabon-Vertrag

    Zitat von Cassandra105 Beitrag anzeigen
    Wohl wahr, die Frage ist, ob die Eliten das zulassen werden, oder einfach an noch mehr Gewalt denken.
    schon vor: Gerechtfertigte Gewalt gegen Menschen wie etwa bei Aufruhr kann nach ihm nicht als Gewalt im Sinn strafrechtlicher Normen gewertet werden - so, wie etwa im Sinn des gerechtfertigten Notstandes im StGB ad personam - nun auf gesellschaftlicher Ebene. Und warum haben sich die künftigen Machthaber des ESM schon per Vertrag von jeglicher strafrechtlicher Verantwortung freigesprochen? Weil alles im Rahmen der geltenden Gesetze ablaufen soll und wird? Haha.
  4. #23

    nee

    Zitat von RosaHasi Beitrag anzeigen
    "Jetzt hat Europa ein Problem"

    nein, falsch. JETZT hat europa eine chance. der wille des volkes muss endlich oberste maxieme gemeinschaftlichen handelns werden.
    Wo die Chance liegt wenn man alle Realitäten ausblendet weiß ich nicht.
    Es ist als ob Kinder sich beim Verstecken die Hände vor die Augen halten. Bei Kindern süß, bei Erwachsenen dumm.
    Der Wille des Volkes ist sicherlich wichtig, aber wenn er nur dem Egoismus gehorcht darf er nicht die Maxime sein!
    Das viele Griechen wütend und perspektivlos sind kann ich verstehen, aber Dolchstoßlegenden aufzumachen ist falsch. Griechenland ist Schuld an seinen Problemen, Lügen und Betrug von ganz oben bis ganz unten sind die Ursache für deren Status Quo. Dies gepaart mit kindlichem Unrechtsbewußtsein führt ins Desaster.
    Europa muß handeln wenn die Griechen ausscheren wollen. Rigoros, auch wenn der "Wille des Volkes" (was immer das auch ist) ins Chaos führt, den europäischen Weg mitgehen oder eben einen griechischen Weg ohne die EU und deren Geld.
    Das Volk hat die Wahl.
  5. #24

    von Argentinien lernen

    2001 war Argentinien pleite. Es gab Hungerunruhen und die Präsidenten wechselten innerhalb von Tagen. 2002 betrug die Arbeitslosigkeit 25%, heute 8% und Argentinien hat ein beträchtliches Wirtschaftswachstum. Was haben die Argentinier gemacht? Sie haben ihre Währung abgewertet und die Schulden annuliert. Köhler, damals IWF-Chef, konnte es nicht glauben (er fragte mehrfach nach) als der damalige Wirtschaftsminister Roberto Lavagna IWF-Kredite ablehnte. Heute steht Argentinien gut da, ganz ohne IWF und Weltbank. Was können die Griechen von Argentinien lernen? Alle Schulden annulieren und raus aus dem Euro. Neue Kredite nicht mehr über den Kapitalmarkt sondern direkt von Staat zu Staat, z.B. von China, das Geld im Überfluß hat. Für die Griechen wäre das gut, schlecht dagegen für Frau Merkel und die deutsche Exportindustrie, die den Euro am nötigen braucht um Länder ohne Schutz durch eine eigene Währung niederkonkurrieren zu können.
    Im sog "griechischen Wahlchaos" liegt die Chance!!
  6. #25

    Zitat von Klapperschlange Beitrag anzeigen
    Na prima, dann platzt halt der Euro (...)
    Bevor man damit beginnt, ein Scheitern des Euro zu bejubeln, sollte man sehr genau darüber nachdenken, wer denn wohl am ehesten von einem solchen Scheitern profitieren würde und somit das größte Interesse an einem Scheitern hätte.

    Jene beispielsweise, die größeren Nutzen aus der Stärke anderer internationaler Leitwährungen ziehen.

    Und dann sollte man sich noch einmal überlegen, ob das Scheitern des Euro tatsächlich so eine gute Idee ist.
  7. #26

    Man kann nur jene Brötchen verteilen...

    Zitat von RosaHasi Beitrag anzeigen
    "Jetzt hat Europa ein Problem"

    nein, falsch. JETZT hat europa eine chance. der wille des volkes muss endlich oberste maxieme gemeinschaftlichen handelns werden.
    ...welche auch gebacken wurden.

    Wenn "der Wille des Volkes" darauf lautet, dass es mehr Brötchen will, muss es mehr Brötchen backen. Griechenland backt nicht genug Brötchen...

    Man kann auch eine Volksabstimmung darüber abhalten, morgen solle die Sonne scheinen und Freibadwetter sein. Wenn das Wetter nicht mitspielt, bringt einem das Ergebnis der Volksabstimmung nichts.

    So ist das auch im Falle Griechenlands:

    Der dortige Staat hat nicht genug Steuereinnahmen, um die Forderungen griechischer Bürger erfüllen zu können.

    Wer soll dem griechischen Staat also Geld geben?
    Ich bestimmt nicht.

    Das können nur griechische Steuerzahler sein.
    Hinterziehen aber griechische Bürger Steuern, fordern aber gleichzeitig dass "ihr" Staat ihnen davon mehr Geld geben soll, dann ist dies eine unsinnige Forderung.

    Ist "des Volkes Wille" aber Unsinn, dann kann er nicht erfüllt werden.
  8. #27

    Da war doch was....

    Hatte unser Wirtschaftsminister schon vor Jahresfrist darauf gedrängt, Verfahren für eine geordnete Insolvenz Griechenlands zu diskutieren und zu entwickeln? Ach ja, das wurde seinerzeit als europafeindlich diffamiert, aber angesichts der politischen Lage der Hellenen wohl jetzt kein schlechtes Instrument zur Beherrschung der Euro-Krise.
    Stattdessen werden wir bald Eurobonds bekommen und die Schulden nicht nur Griechenlands, Italiens, Spaniens, Portugals und Frankreichs sozialisieren. Spätestens dann können wir uns als gleichberechtigt mit diesen Staaten fühlen, denn unsere Finanzsituation wird dann ähnlich prekär sein.
  9. #28

    Junta

    Zitat von Cassandra105 Beitrag anzeigen
    Wohl wahr, die Frage ist, ob die Eliten das zulassen werden, oder einfach an noch mehr Gewalt denken.
    Meinen Sie, die 400, nicht für den Kriegseinsatz tauglichen Panzer stellen die sich in die Garage? Jetzt wird bald nach den Generälen gerufen, befürchte ich.
  10. #29

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wie man die Parteien auch zusammensetzt, es kommt keine Koalition dabei heraus: Griechenlands Politik steht vor dem Chaos. Die Bürger haben sich in ihrer Wut über alle Sparzwänge und Drohkulissen hinweggesetzt - und den Protest stark gemacht. Jetzt hat Europa ein Problem.

    Konservativer Samaras mit Regierungsbildung in Athen beauftragt - SPIEGEL ONLINE
    Oh, wie ich mich freue. Dieses Problem ist sowas von hausgemacht, mehr geht es ja nicht.
    Griechenland hat über Dekaden EU-Gelder bekommen, die in illegalsten Kanälen verschwunden sind. Dann wurden sie in die Eurozone gelassen nur dank gefälschter Zahlen(Goldman Sachs wurde angeheuert um diese zu fälschen). Dann als man merkte, dass es gefälschte Zahlen sind, schmiss man Griechenland immer noch nicht raus.
    Und als dann die Krise kam, wofür ja diese Schuldengrenze bei 3% gesetzt wurde, erwischte es Geriechenland so richtig. Anstatt sie endlich rauszuschmeissen, pumpte man nachwievor Geld in dieses Land. Viel Spaß!..... würde ich sagen, wenn es eben nicht mein Geld wäre.
    Zum Verzweifeln ist es, da kann ich mich also doch nicht freuen.








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