AFPSie riefen "Freiheit", dann wurden sie festgenommen: In Baku sind nach Angaben der Opposition nach einer Demonstration 60 Menschen von der Polizei abtransportiert worden. Der Eurovision Song Contest beginnt in wenigen Stunden.
http://www.spiegel.de/panorama/gesel...835415,00.html
Die Veranstaltung interessiert mich zum Glück nicht sonderlich, allerdings hätte ich mir gewünscht, das die Organisatoren die Vorbereitungen zu dem Event besser beobachtet hätten und die Veranstaltung auch abgesagt oder verlegt hätten aufgrund der massiven Bürgerrechtsverletzungen, die hier im Vorfeld stattfanden. Ich wünsche den Zuschauern trotzdem gute Unterhaltung, evtl. mit den dazugehörigen Bauchschmerzen
... zwischen 60 festgenommenen friedlichen Demonstranten in Baku - und ca. 1000 festgenommenen friedlichen Demonstranten in Frankfurt a.M.
Die 60 sind eine Minderheit. Mehr trauen sich einfach nicht (auch wenn sie wollten) wegen der Unterdrueckung. Den 60 wird auch mehr passieren als unseren 1000.
Wenn ein Diktator entgegen dem Willen des Volkes einen verhaftet, foltert, usw finde ich das schlimm. Wenn aber im Namen des Volkes 100 verhaftet werden, die schnellstmoeglich wieder frei sind, nachdem ihre Personalien ueberprueft wurden ist das ein Witz im Vergleich.
Ich glaube nicht mal das Roman Lob unter die Top 10 kommt.
Sein Song ist eine 08/15 Nummer, wie jede andere die den ganzen Tag im Radio gespielt wird. Es ist nichts besonderes, und wird kaum jemanden die "12 Points" entlocken.
Es sind ja noch Verfahren vor dem Gerichtshof für Menschenrechte anhängig bezüglich Eurovision und dem niederwalzen von Häusern.
100 Demonstranten in Baku oder 1000 in Frankfurt macht für mich zunächst keinen Unterschied. Die Begründungen mögen subtiler sein, aber im Grunde geht es um Rechte die nicht gewährt werden.
Wieviel zahlt eigentlich Deutschland? Bislang waren das immer mehrere Millionen Euro. Dafür muß Deutschland sich auch nicht dem Halbfinale stellen.
Das ist das Problematische bei diesem Emotionsjournalismus - oder der entsprechenden Wortwahl der "Opposition": wenn man's übertreibt, wie bei dieser pathetischen Darstellung, bringt man doch einige Leser zum Zweifeln. Da werden ja schon Bilder von Mel Gibson auf dem Schafott (Braveheart) evoziert. Gottseidank ist der "Song Contest" morgen vorbei, dann wird nochmal kurz nachbesprochen und dann versinkt Aserbaidschan wieder in der Nichtbeachtung der Medien. Apropos: Wird der ESC auch als Folter gewertet? Vertretbar wär's wohl.