von einer leidenden Oberschicht habe ich bisher noch nichts gehört. Und leider sind das ja erst die Vorboten des großen Unfriedens. Aber die EUROkratie hat ja alle Alternativen genauestens abgewogen und weiß, was sie macht.
REUTERSSpanier und Portugiesen machen ihrem Ärger gegen die Sparpolitik ihrer Regierungen Luft. Zehntausende Demonstranten zogen durch die Städte, in der portugiesischen Stadt Aveiro zündete sich ein Mann aus Protest an.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...856065,00.html
von einer leidenden Oberschicht habe ich bisher noch nichts gehört. Und leider sind das ja erst die Vorboten des großen Unfriedens. Aber die EUROkratie hat ja alle Alternativen genauestens abgewogen und weiß, was sie macht.
Liebe Spiegel-Journalisten,
es regt mich gerade auf vor allem, weil ich Spanierin bin, dass Sie sich für so ein Foto entschieden haben, also als einziges Foto der spanischen Demo wo Neonazis zu sehen sind! Zum Glück haben wir eher weniger, ich werd´jetzt auch nicht mit anderen Ländern vergleichen.
Also was ich sagen will, dieses Foto entspricht überhaupt nicht die spanische Bewegung gegen die konservative Regierung, so bitte könnten Sie villeicht ein anderes Foto aussuchen, ist ja für mich sowas von beleidingend. MfG
Ich habe Freunde sowohl in Portugal, als auch in Spanien. Für die Jungen ist es so, dass aufgrund der Sparmaßnahmen und einer immensen Arbeitslosigkeit für die nächsten 10-15 Jahre erst einmal alle Aufstiegschancen verbaut sind. Für einen 25jährigen bedeutet das, dass er nicht mehr jung und mobil sein wird, wenn die Krise - vielleicht - einmal vorbei sein wird. Es gibt beispielsweise in beiden Ländern viele gute Akademiker, aber alle Forschungsprojekte, und Stellenausschreibungen sind auf "0" heruntergefahren, für Stipendien haben die Staaten kein Geld mehr. Sich selbständig machen ginge nur, wenn im Land auch Kaufkraft da wäre, ist sie aber dank Kürzungspolitik und Steuererhöhungen nicht mehr. Bleibt noch der Weg ins Ausland, den viele Junge gehen werden.
Für die Älteren sieht es ganz düster aus.
Die Organisatoren des Marsches auf Madrid verlangen also eine Volksabstimmung darüber, ob die span. Regierung Hilfen für die gesamte spanische Wirtschaft beantragen soll. Ich finde, das ist eine prima Idee. Allerdings sollten in den restlichen Euro-Ländern dann ebenfalls Volksabstimmungen darüber durchgeführt werden, ob deren Regierungen beantragen sollen, dass ab sofort ganjährig Sommer sein und 24 Stunden am Tag die Sonne scheinen soll.
Gut so! Die grauen Männer von Troika und EU sollen ruhig merken, dass sie es hier nicht mit langweiligen Excellisten zu tun haben, sondern Menschen mit Ihrer Finanzinquisition treffen und die wehren sich- zurecht!
Spanien und Portugal befinden sich in einer langanhaltenden zyklischen Abschwungphase mit sinkenden Einkommen, steigenden Steuerlasten, steigenden Arbeitslosigkeiten sowie einer mangelnden ökonomischen und technologischen Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit. Sie müssen ihre Volkswirtschaften, ihre Staatshaushalte und ihre eigenen Binnenkonjunkturzyklen der Eurostabilitätspolitik anpassen.
Der Weg über die Abwertung einer eigenen Währung ist nicht mehr möglich. Auch kann dazu keine eigene abgestimmte Notenbank-, Budget-, Wirtschafts- und Investitionspolitik flankierend gestaltet werden. Hinzu kommt, dass der spanische Bankensektor in Portugal stark engagiert ist. Kommt es hier also zu möglichen spanischen Bankenzusammenbrüchen, betrifft dies auch Portugal.
Portugal leidet unter einer kaum vorhandenen ökonomischen und technologischen Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit, Spanien immer noch unter seinem vergangenen Bauboom mit den damit verbundenen Abschreibungs- und Rekapitalisierungsbedarf seiner Banken. Die EZB hat auch spanische Staatsanleihen in der Vergangenheit aufgekauft, der spanische Target 2 Saldo ist immer noch beachtlich, eine weitere Hilfestellung erfolgt über LTRO, der EFSF mit seinen noch vorhandenen ausleihefähigen Restmitteln stützt die spanischen Banken.
Der Anpassungsprozess muss also weiterhin gestreckt und mit weiteren finanziellen Zuwendungen begleitet werden. Eine Angleichung der südlichen Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeiten an die nördlichen Euroländer jedoch kann nur über einen Zeitraum von Jahrzehnten erfolgen. Die ökonomischen Ungleichgewichte, ablesbar an den Leistungsbilanzsalden der einzelnen Euroländer, bleiben weiterhin bestehen. Sie sind aber eine Hauptursache für diese Währungszonenkonflikte und -gegensätze und beeinflussen somit die zukünftige Geld- und Währungspoltik dieser Eurozone.
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So sieht man, was der Euro und die Zockerbankenbranche mit Europa angerichtet hat. Status vom Jahr 2000 wieder herstellen und alles würde gut werden. Es würde zeit brauchen und auch Geld kosten, aber danach wäre wenigstens wieder Frieden.
Fangen sie an kaufen sie 2-3 spanische Immobilien, da stehen noch einige die Verkauft werden müssen, damit der Bedarf das Angebot wieder übersteigt und neue Jobs in der Immobilienbranche entstehen können (bzw. die Alten weiter existieren können).
Sich was zu trauen und was zu tun ist natürlich gut, allerdings sollte dies dann auch in irgendeiner Form sinnvoll und Produktiv sein.
Gegen das Pleite sein zu Demonstrieren bringt dagegen wenig ...