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Proteste in Madrid: Spaniens schönste Generation

An der Puerta del Sol in Madrid entdecken die Spanier*ihre Solidarität. Die Schriftstellerin Eugenia Rico hat sich den Demonstranten angeschlossen und beobachtet, wie Tausende*gebildeter Habenichtse*die Vision einer neuen Republik entwickeln. Ein Lagebericht.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...765333,00.html
  1. #100

    Mit Verlaub...

    Zitat von A.D.H. Beitrag anzeigen
    In Ihrer Begeisterung für den Kommunismus der UdSSR ignorieren sie dessen Verbrechen, und die elende Lebenssituation der Menschen dort: Vergessen Sie bitte nicht die über 30 Mio. Opfer Stalins vor 1991, die zahlreichen Opfer Lenins und die über 100 Mio. Opfer weltweit insgesamt (70 Mio. alleine durch Mao), sowie die Tatsache, dass die Lebenserwartung in der UdSSR vor 1991 noch niedriger war.

    Opfer des Kommunismus nach Prof. R. J Rummel:

    "20th Century democide"
    http://www.hawaii.edu/powerkills/20TH.HTM
    (i.) Mir Begeisterung für den "Kommunismus der UdSSR" zu unterstellen, ist reichlich absurd.

    Hatte ich doch Stalin in meiner zuvorigen Einlassung explizit als Menschenschlächter bezeichnet und darauf hingewiesen, dass die im Westen ideologisch bejubelte "Befreiung Russlands vom Kommunismus mittels Kapitalismus" die Lebenserwartung der Russen auf eben jenes bedauerliche Mass eingeschrumpelt hat, das auch zu Zeiten genannten Schlächters anzutreffen war.
    Auch wenn meine von Ihnen willkürlich verstümmelt zitierte Einlassung just mit Ihrer Antwort seltsamerweise plötzlich gelöscht wurde, ist doch meine ideologie-kritische Geisteshaltung zum Kommunismus/Kapitalismus bereits an anderer Stelle des SPON-Forums niedergelegt.

    An der Tatsache, dass die Lebenserwartung der russischen Menschen nach dem dortigen (hochgradig ideologischen) "Sieg des Kapitalismus" für mindestens anderthalb Dekaden auf deutlich niedrigere Werte eingebrochen ist, als in der gesamten Ära 1960-1990 des (ideologie-reduziert) entstalinisierten Russlands anzutreffen waren, gibt es doch keinen Zweifel.
    (russland-analysen 161/08, s.13, "Lebenserwartung bei der Geburt 1958–2006")
    Insofern ist es schlichtweg unseriös, ohne irgendwelche Belege gegenteilige Behauptungen in die Welt zu setzen und Prof. Dr. Rainer Lindner, Ostausschuss der Deutschen Wirtschaft, der Verbreitung von Unwahrheiten zu bezichtigen.

    (ii.) Die hervorragende Forschungsarbeit von Prof. R. J Rummel lässt EXPLIZIT NICHT den Schluss zu, dass die kapitalistische Ideologie dem Individuum zuträglicher wäre, als die kommunistische.
    So beziffert Prof. Rummel die Opferzahl des in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts unter den Rufen "Hoch lebe der Kapitalismus!" agierenden europäischen Kolonialismus mit mehr als 50 Millionen Menschen.
    Was immerhin fast das Doppelte der Opferzahl ist, die Sie in Ihrer Antwort "Stalin vor 1991" zurechnen.

    P.S.:
    Wer etwas darüber lernen will, wie jegliche für unanfechtbar "wahr" erklärte Ideologie, ganz gleich ob Kommunismus, Kapitalismus oder sonstwas, die Menschen wie die Fliegen sterben lässt, der sollte wahrlich Prof. Rummels Arbeiten studieren.

    "But what connects them all is this. As a government's power is more unrestrained, as its power reaches into all the corners of culture and society, and as it is less democratic, then the more likely it is to kill its own citizens. There is more than a correlation here. As totalitarian power increases, democide multiplies until it curves sharply upward when totalitarianism is near absolute."
    R. J. Rummel (1993)


    Wenn jedwelche Ideologie angeblich final gesiegt haben soll, DANN müssen immer die Warnglocken angehen!
  2. #101

    Genau, volle Uebereinstimmung,.................oder

    Zitat von elperiquito Beitrag anzeigen
    Was für ein Quatsch. Die Demonstranten demonstrieren für eine andere Demokratie als die Wahl zwischen zwei gleichen Parteien. Außerdem sollten Sie sich den Lebensstandard eines arbeitslosen Spaniers unter 25 mal ansehen. Da gibt es nichts zu sparen.
    Hochnäsige und ahnungslose Rechthaberei wie Ihre wird instrumentalisiert, um einen Keil zwischen die deutsche und die spanische Bevölkerung zu treiben. Die eigentlich Frontlinie sollte ganz woanders verlaufen: Zwischen dem Volk, das Steuern und Studium zahl, und Banken und Parteien. Es werden die Banken sein, wo die Milliarden Euro aus den Rettungsfonds landen, nicht die Demonstranten in Spanien. Es sind die Parteien, die die Rettung eines Währung und einer europäischen Utopie über das Wohl der Menschen in Europa stellen. Aus "wirtschaftlicher Vernunft" wird alles andere der Rettung der Eurozone untergeordnet, egal, welche Partei man wählt - das haben wir mit den Spaniern bereits gemeinsam.

    Es nervt, wenn Deutsche so tun, als würden sie für ganz Europa die Rechnung zahlen. Setzen Sie sich einfach mal ein bisschen mit spanischer Durchschnittsbevölkerung auseinander, da gibt es recht wenig, was man noch sparen kann. Ich bin mit zwei Spanierinnen, die zur Zeit hier in Deutschland leben befreundet, und beide stellen eine zunehmende Feindseligkeit gegen ihre Nationalität fest, mit besserwisserischen Kommentaren auf der Arbeit von Deutschen, die Spaniern unbedingt mal beibringen wollen, wie man richtig arbeitet. Ich kann Ihnen versichern, ahnungslose Möchtegern-Herrenmenschen, die alle Weisheit von Europa mit Löffeln gefressen haben, sollten in Zukunft lieber Urlaub in Sibirien machen anstatt am Mittelmeer, denn Ihre Feindseligkeit und Überheblichkeit kommt durchaus da unten an wird bemerkt.
    -----------------
    Notizen direkt aus dem Herzen von Madrid(31.05.2011):

    NUESTRO PROBLEMA NO ES LA CLASE POLITICA,
    ES QUE TENEMOS POLITICOS # SIN CLASE #

    ........der Besuch lohnt sich ganz bestimmt!

    www.bibliosol.worldpress.com

    MfG
  3. #102

    Zitat von t.h.wolff Beitrag anzeigen
    Das kapitalistische System braucht eigentlich einen großen saftigen Krieg, um wieder auf die Beine zu kommen. Allerdings ist keiner in Sicht. Pech gehabt.
    Na wird doch fleißig dran gearbeitet um den Kontinent mit besten vorraussetzungen für Kriege wieder in ein Zeitalter der Dunkelheit zu führen. Und welcher Kontinent eignet sich besser als Europa? Auf keinem Kontinent ist die Erde blutgetränkter als in Europa.
  4. #103

    Noch einen kleinen Nachschlag zum......................

    Zitat von masereel Beitrag anzeigen
    wie wahr!
    ----
    Thema "junge Generation in Madrid":

    Wer einmal mehr dareuber lesen will, Spanisch versteht, der
    sollte diese kleine Doku nicht versaeumen:

    VOCES DEL 15-M: Porqué estaban ahí, 30 Zeugnisse von den
    Besuchern und Teilnehmern der "Jugendproteste" in Madrid,
    El Pais, Semanal von heute, 05.06.11 Nr.: 1.810 und
    natuerlich im Netz weitere Infos;

    "Yo estoy aqui porque estoy despierto" !(Néstor, 27 Jahre);

    ....viel Vergnuegen!

    MfG








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