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Proteste gegen Tarifreform: Piraten und Clubszene vereint gegen die Gema

DPA"Gema kacken", "Gema nach Hause" und kein Ende: Am Donnerstag demonstrierte die Clubszene erneut gegen die Musikverwertungsgesellschaft und ihre Tarifreform. Die Gema beteuert, den Clubs nicht schaden zu wollen und will über die Neuordnung der Tantiemen verhandeln.

http://www.spiegel.de/kultur/musik/0...854351,00.html
  1. #1

    Titel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Gema kacken", "Gema nach Hause" und kein Ende: Am Donnerstag demonstrierte die Clubszene erneut gegen die Musikverwertungsgesellschaft und ihre Tarifreform. Die Gema beteuert, den Clubs nicht schaden zu wollen und will über die Neuordnung der Tantiemen verhandeln.

    Die Clubszene protestiert gegen die Gema-Tarifreform - SPIEGEL ONLINE

    Die GEMA lernt ihre Macht aus dem Monopol auszuspielen, damit wird sie auch Google/youtube in die Knie zwingen.
    Da lässt man sich doch nicht von ein paar Klubbetreibern bange machen.

    Eine Lösung kann nur aus der Politik kommen, mit einer Aufteilung der GEMA in verschiedene Bereiche.

    Nur die Politik kann der GEMA die gegebene Macht wieder entziehen.

    Schreibt euren Abgeordneten, demonstriert vor ihren Bürgerbüros.

    Die GEMA braucht niemanden zu fürchten, ausser den Machtverlust durch den Gesetzgeber.
  2. #2

    Unzulässige Rechenweise

    Die Gema hat allerdings immer wieder betont, dass sie maximal zehn Prozent der Einnahmen aus Eintrittsgeldern beanspruche - was im Falle des zitierten Beispiels hieße, dass der Club über zwei Millionen Euro alleine an der Tür umsetzt.
    Auch wenn die Gema auch gerne solche Berechnungen macht, es ist schlicht unzulässig derart zurückzurechnen. Ein Blick in die Tariftabelle zeigt warum. Die immer wieder kolportierten "10% vom Eintritt" basieren nicht auf den tatsächlichen Einnahmen sondern sind eine Annahme(!) der Gema basierend auf den höchsten Eintrittspreis und der Gesamtfläche der Veranstaltungsortes. Es wird also eine spekulative Auslastung des Clubs angenommen, und von dieser zusammenfantasierten Zahl auf tatsächliche Einahmen zurückrechnen zu wollen ist schlicht und ergreifend unzulässig.
  3. #3

    Zitat von V.n. Beitrag anzeigen
    Auch wenn die Gema auch gerne solche Berechnungen macht, es ist schlicht unzulässig derart zurückzurechnen. Ein Blick in die Tariftabelle zeigt warum. Die immer wieder kolportierten "10% vom Eintritt" basieren nicht auf den tatsächlichen Einnahmen sondern sind eine Annahme(!) der Gema basierend auf den höchsten Eintrittspreis und der Gesamtfläche der Veranstaltungsortes. Es wird also eine spekulative Auslastung des Clubs angenommen, und von dieser zusammenfantasierten Zahl auf tatsächliche Einahmen zurückrechnen zu wollen ist schlicht und ergreifend unzulässig.
    falsch. auch sie gehören zu denjenigen, die es nicht verstanden haben, oder verstehen wollen. die 10% deckelung wird auf den tatsächlichen umsatz an der tür angerechnet.
    die spekulative auslastung, von der sie sprechen, gilt für den pauschaltarif. wenn der veranstalter tatsächlich einen schlechten tag hat, kann er von der deckelung bei 10% der tatsächlichen einnahmen gebrauch machen. die 10% des türumsatzes sind in der tat eine maximalforderung.
  4. #4

    Die Gema ist nur Verein

    Impressum

    GEMA – Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte.


    Der wirtschaftliche Verein hat seinen Sitz in Berlin. Seine Rechtsfähigkeit beruht gemäß § 22 BGB auf staatlicher Verleihung.

    Dann kann jeder Garten Verein sagen wir wollen für euer Blumen Kohle haben.
  5. #5

    Kollektive Verweigerung

    Am effektivsten wäre doch die gleichzeitige Verweigerung aller Clubs von jeglichen Zahlungen an die Gema. Gleichzeitig müsste ein gemeinsamer finanzieller Schutzfond für diejenigen Clubs eingerichtet werden, welche von der Gema tatsächlich juristisch angegriffen werden bzw. welche Einnahmeausfälle durch temporäre Zwangsschließungen erleiden.
    Ich denke nur so kann man ein gleichberechtigte Verhandlungsposition gegenüber der Gema erreichen.
  6. #6

    Ich warte noch

    auf eine Antwort der GEMA wer die vor einiger Zeit veranstaltete PRO Gema Anzeigen Kampagne finanziert hat. Ist das etwa aus GEMA eigenen Geldtöpfen bezahlt worden? Ist das zulässig? War das Geld das eigentlich den Künstlern zusteht? Die Kampagne war nach recht kurzer Zeit auf einmal von den Plakatwänden verschwunden, man hörte kein Ton mehr von der GEMA dazu.
  7. #7

    Zitat von Peak Oil Beitrag anzeigen
    Am effektivsten wäre doch die gleichzeitige Verweigerung aller Clubs von jeglichen Zahlungen an die Gema. Gleichzeitig müsste ein gemeinsamer finanzieller Schutzfond für diejenigen Clubs eingerichtet werden, welche von der Gema tatsächlich juristisch angegriffen werden bzw. welche Einnahmeausfälle durch temporäre Zwangsschließungen erleiden.
    Ich denke nur so kann man ein gleichberechtigte Verhandlungsposition gegenüber der Gema erreichen.
    lol
    die clubs machen nichtmal 2% der gesamteinnahmen der GEMA aus. die musik macht jedoch 100% der geschäftsgrundlage der clubs aus.
    die GEMA kann sowas lange durchhalten.
    das nicht lizenzierte nutzen urheberrechtlich geschützer musik ist übrigens vollkommen unabhängig von der GEMA justitiabel.
  8. #8

    Unzulässig?

    Zitat von V.n. Beitrag anzeigen
    Auch wenn die Gema auch gerne solche Berechnungen macht, es ist schlicht unzulässig derart zurückzurechnen. Ein Blick in die Tariftabelle zeigt warum. Die immer wieder kolportierten "10% vom Eintritt" basieren nicht auf den tatsächlichen Einnahmen sondern sind eine Annahme(!) der Gema basierend auf den höchsten Eintrittspreis und der Gesamtfläche der Veranstaltungsortes. Es wird also eine spekulative Auslastung des Clubs angenommen, und von dieser zusammenfantasierten Zahl auf tatsächliche Einahmen zurückrechnen zu wollen ist schlicht und ergreifend unzulässig.
    Wie hätte es denn die Lobby-Gruppe "DeHoGa" gerne....vermutlich würde sie am liebsten gar nicht bezahlen....unzulässig? Ich bitte Sie in diesem Fall einen Vorschalg zu machen; wie es denn zulässig ist zu rechnen....wie beleibt es ihnen....

    Im Gegeteil- wenn sie den Tarif genau lesen würden, würden sie merken das die neue Reglung unglaubliche Planungssicherheit für Vernastalter hergibt. Wer viele Verantstalungen macht bekommt Rabatte von der GEMA 10-30%.
    Wer Mitgleid in der DeHoGa ist bekommt perse Rabatt.

    Wer es sich gar nicht leisten kann bekommt eine Härtefallreglung.....und zahlt meines Wissen nach wenig, bis nichts....
    Die GEMA ist kein Monster. Der Trick liegt darin mit den Menschen die dort arbeiten zu reden....und schon trifft man sich in der Mitte...dazu ist die DeHoGa aber nicht bereit...s.o.

    Last but not least, zerstören diejenigen Kultur die fordern das man für Musik nix mehr zahlen muss. Wenn keiner mehr bezahlt dafür, dann verschwindet der Beruf des Komponisten in der Mottenkiste.

    Von daher, das Volk ist frei darin sich an solchen Demos zu beteiligen. Ich empfehle lange vorher darüber nachzudenken vor welchen Karren, von welchen Lobbygruppen, man sich da spannen lässt.
  9. #9

    Spekulationen

    Zitat von tadamtadam Beitrag anzeigen
    falsch. auch sie gehören zu denjenigen, die es nicht verstanden haben, oder verstehen wollen. die 10% deckelung wird auf den tatsächlichen umsatz an der tür angerechnet.
    die spekulative auslastung, von der sie sprechen, gilt für den pauschaltarif. wenn der veranstalter tatsächlich einen schlechten tag hat, kann er von der deckelung bei 10% der tatsächlichen einnahmen gebrauch machen. die 10% des türumsatzes sind in der tat eine maximalforderung.
    Kein Unternehmen stellt die Jahresplanung auf die Basis eine Härtefallregelung, zudem nicht auf eine bei der einige Beobachter monieren, daß sie juristisch nicht wasserdicht und unklar definiert sei.

    Abgesehen davon ergibt es einen unglaublichen Verwaltungsaufwand sowohl auf Veranstalterseite als auch auf Seiten der Gema, wenn für so gut wie jede Veranstaltung ein Härtefallantrag gestellt werden muß. Die wirtschaftliche Realität und die Gestaltung der Normaltarife bedeuten nämlich, daß dann für den überwiegenden Teil der Veranstaltungen jedes Mal ein Härtefallantrag gestellt werden muß - über den dann die Gema entscheidet!

    Die für 2013 geplante Härtefallregelung bedeutet nebenbei bemerkt ebenfalls eine Steigerung der Gebührenzahlungen im Vergleich zu den jetzigen Tarifen.
    Aber schön, daß Sie zugeben, daß die Annahmen der Gema in den normalen Tarifen spekulativ sind! :-)
    Aber warum nicht prinzipiell 10% der TATSÄCHLICHEN Einnahmen an Eintrittsgeldern in den Normaltarifen?

    Und warum eigentlich keine titelgenaue Abrechnung? Das wird bei Konzerten (und in anderen Ländern auch bei Diskotheken) ja auch gemacht, da wird eine Titelliste bei der Gema eingereicht. In der heutigen Zeit wäre es auch kein Problem, bei einem DJ-Gig die Titel elektronisch zu erfassen und an die Gema zu übermitteln. Jedes Hand kann mit einer App Songs und Melodien erkennen, das ist technisch kein Problem mehr. Und wenn ein DJ mit Laptop auflegt, dann ist das eh überhaupt kein Problem mehr!

    Die Gema konnte bislang nicht den Verdacht entkräften, daß man die alten Futtertröge erhalten will, schließlich sind die Entscheider (die "ordentlichen Mitglieder") auch jene, die am meisten von den sog. nicht zuordenbaren Gebühreneinnahmen profitieren. Und das sind neben den Gema-Gebühren auf CD-Rohlinge, USB-Sticks, Computer, Handys etc eben auch die Zahlungen der Clubs! Und das, obwohl hier eine Zuordnung möglich wäre...


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