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Protest von SPD und Grünen: Endlager-Verhandlungen stehen vor dem Aus

dapdDer Streit um die Suche nach einem Atommüllendlager verschärft sich: SPD und Grüne haben ein Gespräch mit Umweltminister Altmaier platzen lassen. Vor der Landtagswahl in Niedersachsen im Januar scheint eine Einigung ausgeschlossen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-859682.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Streit um die Suche nach einem Atommüllendlager verschärft sich: SPD und Grüne haben ein Gespräch mit Umweltminister Altmaier platzen lassen. Vor der Landtagswahl in Niedersachsen im Januar scheint eine Einigung ausgeschlossen.

    Atommüll: Endlager-Verhandlungen stehen vor dem Aus - SPIEGEL ONLINE
    Da sieht man wieder schön die Prioritäten der Realpolitik. Nicht irgendwelche Notwendigkeiten sind wichtig, oder gar die Bedürfnisse des Souverän, sondern nur der Wahltermin.
    Und dann wundert man sich noch über Politikverdrossenheit.
    Diese Parteimeierei widert mich an. Hätte gerne mal eine Zahl wieviel Schaden dadurch in D jedes Jahr etwa entsteht.
  2. #2

    Sowohl Regierung als auch Opposition erklären sich aufgrund ständiger Wahlen für arbeitsunfähig.
    Welche Konsequenzen müssen daraus gezogen werden?
    Keine Wahlen mehr?
    Ein Wahlkampfverbot?
    Alle Wahlen an einem Tag, alle 4 Jahre durchführen?
    Wichtige Entscheidungen in Gremien treffen, die nicht mit Politikern besetzt oder von solchen beeinflusst werden?
    Wie auch immer, wir haben hier ein weiteres Armutszeugnis vorliegen, ausgestellt von denen, deren Leistung im Zeugnis bewertet wird.
  3. #3

    Protest von SPD und Grünen

    Geht es um die Lösung einer Sachfrage oder steht schon wieder Parteipolitik an, die eine Lösung verschiebt oder unmöglich macht? Die Bundesrepublik verkommt zu einem Land, in dem Lösungen nicht mehr gesucht, sondern alles durch die Brille von Parteitheoretikern gesehen wird. Wo bleibt da der Bürger? Ist er nur Stimmvieh zu einem bestimmten Wahltag und dann machen die Politiker was sie wollen? Was wichtig ist, ist den Politikern egal und Atomlagerpolitik ist wichtig! Es wird Zeit, dass das Wahlrecht geändert wird und die Politik den Bürger bei Entscheidungen über die modernen elektronischen Mittel mitreden und mitbestimmen können. Anscheinend bewährt es sich nicht, alles zu Entscheidende in die Hände der Politiker zu legen. Vielleicht braucht man auch über die Atompolitik Volksabstimmungen, damit die Politiker zur Besinnung kommen ...
  4. #4

    Affentheater !

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Streit um die Suche nach einem Atommüllendlager verschärft sich: SPD und Grüne haben ein Gespräch mit Umweltminister Altmaier platzen lassen. Vor der Landtagswahl in Niedersachsen im Januar scheint eine Einigung ausgeschlossen.

    Atommüll: Endlager-Verhandlungen stehen vor dem Aus - SPIEGEL ONLINE
    wieder mal zeigt sich - es geht nicht um die Sache, nicht um Standorte oder wissenschaftliche Grundlagen - es geht einzig um Polit-Gezänke.
    Wäre schön, das auch mal aus der Presse selbst, und nicht nur aus den Kommentaren zu lesen.

    Man sollte als erstes die ganzen dafür zuständigen Nasen endlagern.
  5. #5

    cui bono

    Es ist doch logisch, dass die Grünen an konstruktiven Verhandlungen überhaupt kein Interesse haben.

    Zum einen lässt sich der Atomenergienutzung dann nicht mehr das Argument der "ungelösten Endlagerfrage" entgegenhalten, zum anderen würde ein "Ja" der Grünen zu irgendeinem Endlagerstandort - egal ob Gorleben oder sonstwo in D - die Umfragewerte massivst abstürzen lassen.
  6. #6

    Möglichkeiten für ein Endlager werden überschätzt

    Egal um welchen Standort es sich handeln soll, unsere Möglichkeiten für ein Endlager werden immer noch maßlos überschätzt. Wie wollen wir ein Endlager bauen / finden, welches zur Einlagerung über Millionen von Jahren sicher sein muss. Die geologischen Unwägbarkeiten können heute nicht mal für ein Erdbeben abgeschätzt werden, selbst kurzfristig nicht. Daraus folgt, das Ansinnen ein Endlager für eine dauerhafte Lagerung zu finden ist von vornherein unmöglich, oder, wenn man es dennoch umsetzt,verlogen.
    Ich appeliere deshalb, zunächst muss dem Bürger "Reiner Wein" eingeschenkt werden: Es gibt kein geeignetes Lager. 2. Klar anerkennen, dass wir hiermit unseren Nachkommen eine Riesenlast, große Verantworung aufbürden. 3. Eine Zwischenlösung für maximal 200 bis 500 Jahre suchen, welche wir verantwortbar abzuschätzen glauben. 4. Rückholbarkeit gewährleisten. 5. Kosten direkt auf Stromkunden umlegen, auch für die Suche, Ruckholung Asse etc., damit dieses unsägliche "Erneuerbare Energie ist so teuer" Gerede aufhört. 6. Transparenz und Ehrlichkeit
  7. #7

    Ja bitte

    "Alle Wahlen an einem Tag, alle 4 Jahre durchführen"

    genau das, dann müssten Politiker nämlich mal wieder etwas leisten anstatt nur so zu scheinen. Es ist ein erbärmliches Bild, dass die Politik seit Beginn der Nutzung der Kernenergie in den 60ern hier keine Lösung gefunden hat. Erbärmlich.
  8. #8

    Es ist ja so kindisch, was hier gespielt wird! Die Frage des Endlagerstandortes sollte doch zuallererst technisch-wissenschaftlich und nicht politisch entschieden werden. Stattdessen wird aber nach wie vor entlang alter Frontlinien gekämpft , als ginge es hier nach wie vor ganz grundsätzlich um die Zukunft der Kernenergie in Deutschland. Dabei ist diese Frage doch aber entschieden, auch wenn es niemandem zu gefallen scheint: weder den Befürwortern (aus offensichtlichen Gründen) noch den Gegnern (weil ihr Lieblingsthema abhandengekommen ist).

    Dabei stellt ein vernünftiges atomares Endlager doch gar keine Gefährdung dar, wenn es nach technisch-wissenschaftlichen Kriterien entworfen, ausgeführt und überwacht wird. Interessant in diesem Zusammenhang auch, dass sich niemand um bereits existierende Endlager für andere Giftstoffe sorgt, die keinesfalls weniger gefährliche Giftstoffe enthalten. Das zeigt, dass das ganze Thema von irrationalen Reflexen dominiert wird.

    Vielleicht ist Deutschland inzwischen auch einfach unfähig, Verantwortung zu übernehmen und mit Risiken vernünftig umzugehen. Am besten den Müll in Russland loswerden, und den Strom aus Frankreich importieren. Das wäre dann der Gipfel der Doppelmoral.
  9. #9

    geht nicht nur um Wahlen

    Wäre doch schon toll, wenn mal ein Minister seine ganze Legislaturperiode durchhalten würde...man was könnte so einer wegarbeiten. Eventuell.


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