Traktoren stehen quer auf Kreuzungen, Demonstranten übernachten auf Bahnschienen, bis die Polizei ihre Blockade räumt: Im Wendland ist der Protest gegen den Castortransport voll entbrannt. Nun greifen auch die Bauern ein. Die größte Gefahr für den Atomtransport könnte aber das Wetter werden.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...800164,00.html
Sollte sich unsere desaströse Bundespolitik mal wieder mit Tricks und Kniffen für Gorleben als Endlager entscheiden, sollten sie auch gleich die Milliarden mit einkalkulieren, die die Wendtländer als eingeschworene und seit über 30 Jahren erprobte Truppe verursachen werden, um sich gegen diese mehr als unsichere Endlagerung zu wehren. Nach dem heutigen Stand der Technik sollte man besser ein Highteckendlager bauen, was jederzeit auch wieder räumbar ist. Wer von unseren genialen Politikern hat schon eine Glaskugel, die ihm den Stand der Wissenschaft in 20 Jahren verrät, geschweige denn in 10.000 Jahren. Das Zeug strahlt aber deutlich länger. Den Dreck einfach zu verbuddeln ist schon fast eine Körperverletzung oder evtl. auch Tötungsabsicht mit Vorsatz. Wie schwer es ist, soetwas wieder nach oben zu holen, darf man derzeit in der Asse bewundern. Dabei liegt der Müll dort erst ein paar Jahre und die Behälter sind heute schon löchrig. Man darf sich nur wundern, was ein Politiker so alles mal eben entscheiden darf, ohne dafür rechtlich belangt zu werden.
Mein Verständnis für die Proteste im Wendland hält sich mittlererweile in Grenzen. Dass die Polizei einen Großteil der Demonstranten festsetzt und in Gewahrsam nimmt, bis die Castoren in Dannenberg verladen werden kann, finde ich absolut in Ordnung. Und auch das Vorgehen der Polizei, Pfefferspray und Schlagstöcke einzusetzen, finde ich in Ordnung, Wer sich massiv weigert der Polizei Folge zu leisten und dadurch auch der Allgemeinheit schadet, indem die Kosten für den Transport stark steigen, darf sich nicht beschweren, wenn die Polizei ab einem gewissen Punkt Gewalt bei der Räumung von Schienen und Straßen anwendet.
Von Behördenseite sollte man sich überlegen, die Kosten für die Polizeieinsätze den Gegnern der Castor-Transporte, wie Greenpeace oder Robin Wood in Rechnung zu stellen. Auch die Schäden die am Gleisbett und an den Schienen entstehen, sollte den Demonstranten angerechnet werden.
Allerdings die größte Kritik muss ich an den Medien üben. Durch die massive Berichterstattung wird das Vorgehen der Gegner von den Castor-Transporten gerechtfertigt. Die Medien müssen sich fragen lassen, ob sie zu der Eskalation zwischen Demonstranten und Polizei beitragen. Ohne die massive Berichterstattung der Medien würden die Castor-Transporte weitaus ruhiger ablaufen können.
Wer gegen Ordnungsgesetzte verstößt, sollte die Rechnung dafür erhalten. Das ist in allen anderen Fällen auch so.
Warum nicht beim Castor?
Politik!
Aber dann würde es sich schnell erledigen.
Der Castortransport wird auf jeden Fall in Gorleben ankommen!
Ob er das nun auf die Stunde ganau tut oder einen Tag, oder zwei oder eine Woche später. Deshalb bringt es doch nichts , Gleise zu beschädigen, sich anzuketten, zu schottern oder was weiß ich noch alles - ankommen wird er. Einzig die Kosten werden höher! Und wer bezahlt die? Jeder von uns mit seinen Steuergeldern, auch die Gegner des Transports.
Wie ein Mitforist in einem anderen Forum schon schrieb:
Keiner will den Sch*** in seiner Nähe haben, aber er ist halt nun mal da! Und wenn er nicht in Gorleben zwischengelagert wird, dann halt in Hintertupfingen. Oder soll der Zug mit den Behältern nun so lange kreuz und quer durch D fahren, bis ein gegeignetes Endlager gefunden ist?
So langsam scheint es sinnvoll, jede Gelegenheit zum Widerstand gegen stattliche - zum Grossteil auch wirtschaftlich gelenkte Willkür zu nutzen.
Unser derzeitiges Regime schreit nach Widerstand.
Ob Atompolitik - staatliche Versklavung durch Zinszahlungen an die Grossfinanz - Verkauf ureigenenster freiheitlicher Bürgerinteressen (Freigabe vieler wichtiger Versorgungsmärkte an die Wirtschaft), überall priorisiert der Staat Interessen der Grossen, nicht die der Bürger.
Deshalb - friedlicher, entschlossener Widerstand tut not.
Michael Rabe
Diese 'Demokratie' wird durch Berufs-Chaoten und Freizeitrandalierer ad absurdum geführt, und für sowas soll ich bei Wahlen als Demokrat einstehen ? Dann mal ohne mich, eine so schwache verweichlichte Demokratie ohne Rückgrat bekommt durch mich keine Unterstützung.
Ich würde die Castoren per Hubschrauber ins vorläufige Endlager fliegen. Außerdem würde ich die Personalien von jedem Blockierer aufnehmen und ihnen eine Rechnung für den Polizeieinsatz schicken. Oder ich hätte nur Castorattrappen auf den Zug verladen und die eigentlichen Müllbehälter als Wanderzirkus getarnt nach Dannenberg verbracht. Möglichkeiten gibt es viele. Dann hätte ich mit einer Attrappe auf den Schienen irgendwo ein Unglück simuliert, hätte behauptet, dass Radioaktivität ausgetreten sei, und dass die Blockierer daran Schuld wären. Die wären gerannt wie die Hasen!
Mna sollte allerdings auch mal eine Hunderschaft in die Chefetagen der großen Stromkonzerne schicken, damit die Vorstände dort auch mal mit Pfefferspray und Schlagstöcken tracktiert werden. Die schaden ja schließlich mit Ihrem Atommüll auch der Allgemeinheit.
Und durch jahrzehntelange Lobbyarbeit tragen sie eine gewisse Schuld daran. Sonst wären wir den Unsinn schon länger los und es hätte sich nicht soviel von dem Atomdreck angesammelt.