Welches Land hat denn die Globalisierung so voran getrieben? Wenn es um Auslandsrohstoffe geht sollen die Märkte liberalisiert sein, für den Rest aber am liebsten alles geschlossen...
REUTERSWenn bei den Olympischen Sommerspielen in London US-Athleten auf dem Treppchen stehen, freut sich auch die Textilwirtschaft in China. Die offiziellen Olympia-Uniformen des US-Teams werden nämlich im Reich der Mitte hergestellt. US-Politiker sind erzürnt.
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,844360,00.html
Welches Land hat denn die Globalisierung so voran getrieben? Wenn es um Auslandsrohstoffe geht sollen die Märkte liberalisiert sein, für den Rest aber am liebsten alles geschlossen...
Zitat: "Der US-Wirtschaft entgehe mit der Verlagerung der Produktion nach China insgesamt ein Milliardengeschäft, lautet einer der Vorwürfe."
... Dieser Verlagerung, durch die angeblich die US-Wirtschaft ein Milliardengeschäft entgeht, ist angetrieben durch die freie, unregulierte und ungehemmte Warenwirtschaft, die von den USA immer und immer wieder als Allheilmittel gegen alles propagiert wird. Und nun soll das auf einmal schlecht sein? ... Also bitte, das übern wir aber nochmal!
Protest gegen US-Olympia-Uniformen und freut sich über einen Protest gegen Uniformen. Und dann so etwas. Hatte Bob Dylan doch unrecht mit seiner Behauptung : "The times, they're changing"
Vielleicht sollten die Abgeordneten mal auf ihre Kleidung gucken... da wird wahrscheinlich auch Made in China oder in USA auch häufiger Peru, Mexico etc stehen... die Turnschuhe dürften auch nicht in den USA hergestellt sein..
Dort drüben wird halt kein Blatt vor den Mund genommen...und ein bisschen mehr Patriotismus würde ich mir von unseren Politikern/unserer Gesellschaft auch wünschen. Hier wären solche Aussagen jedenfalls politischer Selbstmord.
Ob nun in den USA oder bei uns.
Unabhängig davon, dass nicht nur die Sportklamotten für die Olympiamanschaft, sondern mittlerweile ALLES in China hergestellt wird, sollten die mal überlegen, ob in den USA solche Sachen überhaupt noch hergestellt werden könnten. Ich glaube, die haben (wie bei uns auch) mittlerweile kaum noch genug Schneiderinnen, die sowas können.
Die Protestler können mit gutem Beispiel voran gehen und gleich Ihre iPods, Iphones und iPads wieder an Apple zurückgeben. Aber fast vergessen, bei den Amis stehen ja die Präsi-Wahlen vor der Haustür. Sicher nicht das letzte Blödsinnsthema dieses Jahr. Verwunderlich ist nur, dass man mit solchen Positionen neuerdings auch im Land der Marktradikalen punkten kann. Muß man dort jetzt schon um die Prekären buhlen?
Wird überhaupt noch Sportkleidung in den USA produziert? Es würde mich wundern, wenn sich das finanziell lohnen würde.