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Protest gegen Formel 1 in Bahrain: "Ihr werdet auf dem Blut der Märtyrer fahren"
REUTERSDarf ein Polizeistaat wie Bahrain die Formel 1 austragen? Auch in diesem Jahr steht der Große Preis auf der Kippe, die unterdrückte Opposition droht mit Protesten gegen Rennzirkus und Königshaus. Die Lage ist besonders explosiv, weil ein führender Regimegegner im Gefängnis mit dem Tode ringt.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...826596,00.html
- #1 10.04.2012 18:17 von
......
ob die Lage besonders explosiv ist oder nicht---
ob Bernie sowieso will oder nicht--
die Fahrer von sich aus hätten(sollten geschlossen sagen nein danke, übrigens schon als das Programm beschlosssen wurde. - #2 10.04.2012 18:35 von
Politik ist Politik, Sport ist Sport. Ich war schon immer dagegen, Sportveranstaltungen aus politischen Gründen zu boykottieren. Die Menschen in Bahrein wollen einfach nur ihren Spaß haben und guten Rennsport erleben. Seien wir also keine Spielverderber.
Natürlich ist es nicht richtig, einen Menschenrechtler im Gefängnis schlecht zu behandeln - wenn die Gruselgeschichte denn stimmt. Ich kann aber absolut nicht erkennen, was das mit dem Formel-1-Rennen zu tun hat. Wo ist da ein Zusammenhang? - #3 10.04.2012 18:44 von
Let's go!
- #4 10.04.2012 18:54 von
Man kann ALLES von zwei Seiten sehen. Ob man nach einem Unfall ein Rennen abbricht, oder nicht. Früher gab es Ereignisse, die aus moralischen Gründen so etwas wie einen Rennabbruch erfordert hätte.
Inzwischen ist es so, dass es da keine Gründe mehr gibt. Ein Toter? zu wenig, die Gewinnerwartung ist zu hoch. 10 Tote? eine Schweigeminute. Wir verkaufen und das zählt. Gewissen? was ist das?
MfG. Rainer - #5 10.04.2012 19:18 von
jöh
2009 waren dort an allen drei Tagen insgesamt nur 100.000 Besucher. Der Großteil mit Sicherheit aus dem arabischen Umfeld und sowieso internationaler Herkunft. Ihre Aussage stimmt schlicht nicht.
Ich war schon immer dagegen sportliche Veranstaltungen egal wo auszurichten, Hauptsache das Geld klingelt. China ist auch so eine Ecke. Man will sich in der Branche dort eine goldene Nase verdienen und vergisst flugs alles an Bedenken.
Wo sich Sport und Politik deutlichst getroffen haben, das können Sie unter Mexico-City 1968 ergoogeln. Die ganze Welt schaut zu und jeder Hinterwäldler kriegts mit. Manchmal ist genau das eine grandiose Idee.
Auch wenns Ihnen den sauberen Sport in einem grundsoliden und fairen Land gründlich vermiest. - #6 10.04.2012 19:40 von
Diktatoren-Fan Ecclestone
Der Diktatoren-Fan (und Hitler-Bewunderer) Ecclestone hat doch mit einem menschenverachtenden Folterstaat keine Probleme. Auch mit den Vertretern des südafrikanischen Apartheidregimes hat er gern - und zum Schluss fast als einziger - Geschäfte gemacht. Warum sollte er da vor einem Grand Prix in Bahrein zurückschrecken, jedenfalls solange die Sicherheit seines Zirkus gwährleistet und seine Einnahmen gesichert sind.
- #7 10.04.2012 20:41 von
Politik und Sport
Natürlich hat Sport eine enorme politische Dimension, ganz besonders ein weltumspannendes Medienereignis wie dieser Rennzirkus. Ob man in der Formel 1 heute wirklich noch guten, sauberen Rennsport geboten bekommt, oder ob es doch mehr oder weniger kühles Big Business ist, was da abläuft, könnte man nebenbei auch diskutieren.
Selbstverständlich sollte man aber kritisch hinterfragen, welchen Ländern bzw. Veranstaltern man eine Bühne zur Selbstinszenierung und zum Eigenmarketing bieten möchte. - #8 10.04.2012 21:03 von
Was ist eigentlich mit Qatar,
ist das auch ein "Polizeistaat" ? Wie definiert sich der ?
Oder vielleicht besser, WER definiert den, SPON ?
Ist schon okay... nur, ich hatte nach 2003 mal einen Online-Job
für einen in Qatar ansässigen Wüstenrallyeverein zu erledigen,
ein Haufen reicher Müßiggänger, ganz nette Leute -
eindeutig amerigophil, würde ich sagen.
Wir telefonierten viel über Skype, die Amis hatten gerade
Saddam H in seinem Erdloch hoppgenommen und hüllten sich
in Schweigen, aber mein Qatarikontakt sagte mir "he is being
held here in Qatar", so nebenbei, als das auch der Spiegel
noch lang nicht wußte (weil es niemand Reuters erzählt hatte,
oder Reuters mit Redeverbot belegt war).
Das nur am Rande.
Also sind die Emirate nun alle Polizeistaaten oder nicht,
oder ist (wenn) diese Auffassung amerigophob, oder was ?
Mit Autorennen aller Art hatten die es jedenfalls schon immer... - #9 10.04.2012 22:20 von
...
Mit der Argumentation dürfte auch nicht in China gefahren werden. So what? Wenn die Sicherheit der Teams nicht gefährdet ist, warum nicht.
P.S.: ich beantrage das Wort Märtyrer zum Unwort des Jahres. Ich kann es nicht mehr hören / lesen.
"Es ist ein wollüstig süßes Gefühl, sich als Märtyrer zu fühlen." Wilhelm Raabe
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