Protest gegen Formel 1 in Bahrain: "Ihr werdet auf dem Blut der Märtyrer fahren"

REUTERSDarf ein Polizeistaat wie Bahrain die Formel 1 austragen? Auch in diesem Jahr steht der Große Preis auf der Kippe, die unterdrückte Opposition droht mit Protesten gegen Rennzirkus und Königshaus. Die Lage ist besonders explosiv, weil ein führender Regimegegner im Gefängnis mit dem Tode ringt.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...826596,00.html
  1. #1

    ......

    ob die Lage besonders explosiv ist oder nicht---
    ob Bernie sowieso will oder nicht--

    die Fahrer von sich aus hätten(sollten geschlossen sagen nein danke, übrigens schon als das Programm beschlosssen wurde.
  2. #2

    Politik ist Politik, Sport ist Sport. Ich war schon immer dagegen, Sportveranstaltungen aus politischen Gründen zu boykottieren. Die Menschen in Bahrein wollen einfach nur ihren Spaß haben und guten Rennsport erleben. Seien wir also keine Spielverderber.

    Natürlich ist es nicht richtig, einen Menschenrechtler im Gefängnis schlecht zu behandeln - wenn die Gruselgeschichte denn stimmt. Ich kann aber absolut nicht erkennen, was das mit dem Formel-1-Rennen zu tun hat. Wo ist da ein Zusammenhang?
  3. #3

    Let's go!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Darf ein Polizeistaat wie Bahrain die Formel 1 austragen?
    Aber selbstverständlich darf er! Und: Wie albern ist es, sich von einem "Regimegegner" erpressen zu lassen? Ja meine Güte, wenn er durch den Hungertod glaubt ein Zeichen setzen zu müssen, dann ist das sein Problem. Aber nicht das der Welt. Ich sage: Das Rennen soll stattfinden!
  4. #4

    Zitat von janne2109 Beitrag anzeigen
    ob die Lage besonders explosiv ist oder nicht---
    ob Bernie sowieso will oder nicht--

    die Fahrer von sich aus hätten(sollten geschlossen sagen nein danke, übrigens schon als das Programm beschlosssen wurde.
    Man kann ALLES von zwei Seiten sehen. Ob man nach einem Unfall ein Rennen abbricht, oder nicht. Früher gab es Ereignisse, die aus moralischen Gründen so etwas wie einen Rennabbruch erfordert hätte.

    Inzwischen ist es so, dass es da keine Gründe mehr gibt. Ein Toter? zu wenig, die Gewinnerwartung ist zu hoch. 10 Tote? eine Schweigeminute. Wir verkaufen und das zählt. Gewissen? was ist das?

    MfG. Rainer
  5. #5

    jöh

    Zitat von Kurt Köster Beitrag anzeigen
    Politik ist Politik, Sport ist Sport. Ich war schon immer dagegen, Sportveranstaltungen aus politischen Gründen zu boykottieren. Die Menschen in Bahrein wollen einfach nur ihren Spaß haben und guten Rennsport erleben. Seien wir also keine Spielverderber.

    Natürlich ist es nicht richtig, einen Menschenrechtler im Gefängnis schlecht zu behandeln - wenn die Gruselgeschichte denn stimmt. Ich kann aber absolut nicht erkennen, was das mit dem Formel-1-Rennen zu tun hat. Wo ist da ein Zusammenhang?
    2009 waren dort an allen drei Tagen insgesamt nur 100.000 Besucher. Der Großteil mit Sicherheit aus dem arabischen Umfeld und sowieso internationaler Herkunft. Ihre Aussage stimmt schlicht nicht.

    Ich war schon immer dagegen sportliche Veranstaltungen egal wo auszurichten, Hauptsache das Geld klingelt. China ist auch so eine Ecke. Man will sich in der Branche dort eine goldene Nase verdienen und vergisst flugs alles an Bedenken.

    Wo sich Sport und Politik deutlichst getroffen haben, das können Sie unter Mexico-City 1968 ergoogeln. Die ganze Welt schaut zu und jeder Hinterwäldler kriegts mit. Manchmal ist genau das eine grandiose Idee.
    Auch wenns Ihnen den sauberen Sport in einem grundsoliden und fairen Land gründlich vermiest.
  6. #6

    Diktatoren-Fan Ecclestone

    Der Diktatoren-Fan (und Hitler-Bewunderer) Ecclestone hat doch mit einem menschenverachtenden Folterstaat keine Probleme. Auch mit den Vertretern des südafrikanischen Apartheidregimes hat er gern - und zum Schluss fast als einziger - Geschäfte gemacht. Warum sollte er da vor einem Grand Prix in Bahrein zurückschrecken, jedenfalls solange die Sicherheit seines Zirkus gwährleistet und seine Einnahmen gesichert sind.
  7. #7

    Politik und Sport

    Zitat von Kurt Köster Beitrag anzeigen
    Politik ist Politik, Sport ist Sport. Ich war schon immer dagegen, Sportveranstaltungen aus politischen Gründen zu boykottieren. Die Menschen in Bahrein wollen einfach nur ihren Spaß haben und guten Rennsport erleben. Seien wir also keine Spielverderber.

    Natürlich ist es nicht richtig, einen Menschenrechtler im Gefängnis schlecht zu behandeln - wenn die Gruselgeschichte denn stimmt. Ich kann aber absolut nicht erkennen, was das mit dem Formel-1-Rennen zu tun hat. Wo ist da ein Zusammenhang?
    Natürlich hat Sport eine enorme politische Dimension, ganz besonders ein weltumspannendes Medienereignis wie dieser Rennzirkus. Ob man in der Formel 1 heute wirklich noch guten, sauberen Rennsport geboten bekommt, oder ob es doch mehr oder weniger kühles Big Business ist, was da abläuft, könnte man nebenbei auch diskutieren.
    Selbstverständlich sollte man aber kritisch hinterfragen, welchen Ländern bzw. Veranstaltern man eine Bühne zur Selbstinszenierung und zum Eigenmarketing bieten möchte.
  8. #8

    Was ist eigentlich mit Qatar,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Darf ein Polizeistaat wie Bahrain die Formel 1 austragen? Auch in diesem Jahr steht der Große Preis auf der Kippe, die unterdrückte Opposition droht mit Protesten gegen Rennzirkus und Königshaus. Die Lage ist besonders explosiv, weil ein führender Regimegegner im Gefängnis mit dem Tode ringt.

    Protest gegen Formel 1 in Bahrain: "Ihr werdet auf dem Blut der Märtyrer fahren" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    ist das auch ein "Polizeistaat" ? Wie definiert sich der ?
    Oder vielleicht besser, WER definiert den, SPON ?

    Ist schon okay... nur, ich hatte nach 2003 mal einen Online-Job
    für einen in Qatar ansässigen Wüstenrallyeverein zu erledigen,
    ein Haufen reicher Müßiggänger, ganz nette Leute -
    eindeutig amerigophil, würde ich sagen.

    Wir telefonierten viel über Skype, die Amis hatten gerade
    Saddam H in seinem Erdloch hoppgenommen und hüllten sich
    in Schweigen, aber mein Qatarikontakt sagte mir "he is being
    held here in Qatar", so nebenbei, als das auch der Spiegel
    noch lang nicht wußte (weil es niemand Reuters erzählt hatte,
    oder Reuters mit Redeverbot belegt war).

    Das nur am Rande.
    Also sind die Emirate nun alle Polizeistaaten oder nicht,
    oder ist (wenn) diese Auffassung amerigophob, oder was ?
    Mit Autorennen aller Art hatten die es jedenfalls schon immer...
  9. #9

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Darf ein Polizeistaat wie Bahrain die Formel 1 austragen? Auch in diesem Jahr steht der Große Preis auf der Kippe, die unterdrückte Opposition droht mit Protesten gegen Rennzirkus und Königshaus. Die Lage ist besonders explosiv, weil ein führender Regimegegner im Gefängnis mit dem Tode ringt.

    Protest gegen Formel 1 in Bahrain: "Ihr werdet auf dem Blut der Märtyrer fahren" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Mit der Argumentation dürfte auch nicht in China gefahren werden. So what? Wenn die Sicherheit der Teams nicht gefährdet ist, warum nicht.

    P.S.: ich beantrage das Wort Märtyrer zum Unwort des Jahres. Ich kann es nicht mehr hören / lesen.

    "Es ist ein wollüstig süßes Gefühl, sich als Märtyrer zu fühlen." Wilhelm Raabe