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Protest gegen China: Zwei tibetische Mönche zünden sich selbst an
Der verzweifelte Protest gegen die chinesische Herrschaft erreicht erstmals Tibets Hauptstadt: In Lhasa haben sich zwei Mönche selbst angezündet. Einer soll ums Leben gekommen sein.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...835540,00.html
- #1 28.05.2012 09:06 von
Zweischneidiges Schwert
Auch wenn es eine schwierige Frage ist, da freie Presse von beiden beteiligten Seiten eher unerwünscht ist, sollte man Tibeter hier nicht gleich Tibeter setzen.
Es sind wohl jene Tibeter, die ihre Führungs- und Machtpositionen, die durchaus Gesamtchinas Wirken in Sachen Gewalt und Unterdrückung noch übertreffen, die dort klagen und sich selbst verbrennen.
Wer einmal in Lhasa / Tibet war weiß, dass tibetische "Mönche" mit iPhone am Ohr durch's Land ziehen, während der Rest der Bevölkerung sich über drei Reiskörner im Mund freut.
Ein bischen kann man die Lage so beschreiben, als wenn in der finstersten Ecke der Eifel sich Priester und Mönche beklagen, deren Meinung dort noch deutlich mehr zählt, also im "Flachland", weil dort die Bunderegierung Infrasruktur ausbaut, die Wirtschaft ankurbelt und auf diese Weise Einfluss nimmt. - #2 28.05.2012 09:11 von
Wann wird das große Kulturvolk China endlich erkennen, dass es hier ein unwürdiges und himmelschreiendes Unrecht begeht und sich aus Tibet zurückziehen?
- #3 28.05.2012 09:54 von
.
Lese mal den Beitrag deines Vorredners.Wann wird das große Kulturvolk China endlich erkennen, dass es hier ein unwürdiges und himmelschreiendes Unrecht begeht und sich aus Tibet zurückziehen?
Ich denke der Vergleich mit der Wahl zwischen Pest oder Cholera ist im Fall Tibet sehr passend. Man kann sogar ohne schlechtes Gewissen behaupten, dass die Tibeter heute mehr Freiheiten besitzen als vor der chinesischen Besatzung. Tibet stand damals was die Menschenrechte, Nahrungsmittelversorgung und die (Bildungs)armut angeht auf einer Stufe mit Nordkorea in der Mitte der 90er Jahre. Der einzige Unterschied war, das Kim Jong-il nicht so schön in die Kameras lächeln konnte wie der Dalai Lama. Und es wurde kein Propagandafilm "7 Jahre in Korea" gedreht ;-)
Mit den Tibetern ist es ähnlich mit den Römern und den Germanen. Die Römer brachten Wohlstand, Bildung, Gesetz und Infrastruktur in die Barbarenländer und die Germanen? Die wollten es nicht! Von daher sollten wir die Chinesen einfach mal machen lassen. Die tibetische Kultur bleibt zwar auf der Strecke aber die Verbesserung der Allgemeinsituation der Menschen ist es mir Wert. - #4 28.05.2012 09:55 von
Frage des Völkerrechts endlich RICHTIG behandeln, SPON!
1. Den völkerrechtlich anerkannten Staat Tibet hat es nie gegeben.Es ist erst die zweite Selbstverbrennung in der Autonomen Region Tibet selbst. Seit 2009 sind 35 Fälle bekannt geworden, in denen Tibeter sich selbst mit Benzin übergossen und angezündet haben, um gegen die chinesische Herrschaft zu protestieren. Davon waren 34 Selbstverbrennungen in tibetischen Gebieten in chinesischen Provinzen wie Sichuan, Qinghai oder Gansu.
China hat Tibet 1951 besetzt und kontrolliert die autonome Region sowie die anliegenden Provinzen mit harter Hand. Die Tibeter klagen seit Jahrzehnten über soziale und religiöse Diskriminierung.
2. Demnach hat China 1951 keinen autonomen Staat besetzt, sondern einen archaisch, feudal regierten "Freistaat", der auch damals bereits uner chinesischer Protektion stand!
WANN? wird die Weltpresse diese FAKTEN in ihrer Berichterstattung anerkennen?
...35 Selbstverbrennungen aus "religiöser" Überzeugung?
So was könnte man auch ideologische Verblendung oder auch religiösen Fanatismus nennen...
Der "Ozean der Weisheit" wird sicher weise drüber lächeln, dass die schrecklichen Nachrichten und Bilder aus Tibet die Weltöffentlichkeit wieder einmal für seine Sache einnehmen wird...
...und alle vergessen/ausblenden/verdrängen, das seine "Heiligkeit" in Wahrheit der Feudalherrscher über Tibet war, mit Hilfe der CIA bis Mitte der 1960er Jahre einen Guerrilla-Krieg führte und in den letzten Jahrzehnten so manchen weiteren Glaubenskrieg mit Toten und Verletzten!
Die Welt sollte mal die Augen öffnen, denn mir dünkt: Sie sind in dem Bezug blind... - #5 28.05.2012 10:45 von
Tibet: 95% Unfreiheit
Tibet, das war noch vor nicht all zu langer Zeit das Land mit Sklaven und Leibeigenen. Ein Land, das feudalistischen Mönchen und einer Beamten-Aristokratie im allertiefsten Mittelalter gehalten wurde.
Leibeigene, die weggelaufen und wieder eingefangen wurden, wurden Brandmale mit dem Zeichen des Eigentümers auf die Stirn gebrannt wurden oder denen man zur Strafe Gliedmaßen abgehackt hat. Mit Leibeigenen konnte man Schulden bezahlen.
Entsprechende Dokumente und Fotos gibt es dazu, daspasstallerdings nicht in die politische Landschaft, denn Tibet wird politisch gegen China verwendet - das Wasser aus Tibet versorgt knapp 2 Milliarden Menschen.
Der Dalai Lama ist und sieht sich als Gottkönig, das heißt, Religion und Staat sind eines. Überall auf der Welt würden wir Zeter und Modrio schreien wenn ein Politiker einen Gottesstaat fordert. Bei dem netten und weisen Dalai Lama machen wir gerne eine Ausnahme.
Tibet, das ist das Land, in dem 3-jährige Kinder ihren Familien entrissen wurden um als niedrige Mönche in Klostern Frondienste leisten zu müssen.
Tibet ist das Land, in dem bis vor nicht all zulanger Zeit 90% der Bevölkerung Leibeigene waren und 5% Sklaven.
Tibet ist nicht das wofür wir es gerne halten würden. - #6 28.05.2012 10:46 von
Na klar!
Zu den vorigen Kommentaren die schon fast nach Propaganda riechen: Ich hatte mal die Freude in Blätter der KP zum Anlass der 50 jährigem "Befreiung" Tibets zu lesen, dass die menschen in Lhasa Tränen in den Augen hatten als die Volksarmee einmarschiert ist... Vor Freude wohlgemerkt.
Jetzt mal ernsthaft, wollt ihr vielleicht auch leugnen dass ein Genozid stattgefunden hat?
Wollt ihr Leugnen dass es tibetische Flüchtlingslager in Indien gibt?
Muss ich euch Fotos schicken von den Überresten unzähliger zerstörter Kl?
Und was hat hier bitte ein iphone zu suchen? Nimmt sich ein Mensch das Leben weil er Angst hat sein Telefon zu verlieren?
Und ja, ich war in Tibet und habe 2 Jahre in China gelebt. - #7 28.05.2012 10:56 von
Zu allen Vorredner (oder Vorschreibern), keiner weiß wo Tibet Heute ohne den Einmarsch der chinesischen Volksbefreiungsarmee stände.
Vielleicht besser, vielleicht schlechter.
Alles nur Spekualtionen.
Und diejenigen die Glauben zu Wissen (oder glauben die Fakten zu kennne und glauben die Weißheit und Löffeln gefreesen zu haben) ob Tibet ein selbstatändiger Staat war oder nicht ist auch nur aus Sicht der jeweiligen Gruppen zu sehen.
China geht es ausschlieslich um die Resourcen Tibets die es nicht mehr abgeben wird.
Ein Großteil der Tibeter, hauptsächlich die in den Stadtregionen lebenden (die Wanderhirten haben kaum eine Meinung), fühlen sich von den Chinesen besetzt.
Die Armee betrachten Sie als Besatzungsmacht.
Und China hat in den letzten 60 Jahren recht wenig getan die Tibeter zu integrieren. Im Gegenteil, sie wurden immer als Menschen 2-ter bis 3-ter Klasse behandelt.
Nun, China kann mit dem Problem umgehen, das hat schon Hu gezeigt als Gouverneur in Tibet. Mit Brachialgewalt alle Problem gelöst (Schlächter von Tibet). Von Vergwaltigungen bis Folter war er sich für nichts zu schade. - #8 28.05.2012 10:56 von
- #9 28.05.2012 11:13 von
Was einen Menschen antreibt, sich als Mittel des Protestes selbst bei lebendigem Leibe anzuzünden, wird mir auf immer ein Rätsel bleiben. Ähnlich schleierhaft sind mir Selbstmordattentäter, wobei deren Tat zumindest einen Rest "Sinnhaftigkeit" in sich birgt. Die obigen Kommentare kann ich so nicht nachvollziehen: Natürlich war die Situation vor der chinesischen Besatzung nicht rosig, das war und ist sie in China allerdings auch nicht. Die Kommentatoren sollten den Blick vielleicht nicht nur auf Sonderwirtschaftszonen oder die verpestete Hauptstadt richten. Von den zweifelhaften Errungenschaften wie Bildung und einer sicheren Nahrungsmittelversorgung ist in den ländlichen Gebieten fernab der Hauptstadt noch nicht viel angekommen. Und von der großartigen Kultur der Chinesen ist seit der Kulturrevolution auch nicht mehr viel übrig: Da landet alles, was "den Mann stark macht", im Kochtopf, und wenn es das letzte pulverisierte Nashorn-Horn ist, ist doch wurst, Hauptsache, Mann steht seinen Mann. Den Chinesen freie Hand zu lassen, heisst nichts anderes, die Welt sehenden Auges ins offene Messer laufen zu lassen.
Da sind mir die Tibeter noch lieber. Und wenn die ihren Dalai Lama und ihre Mönchskönige zurück haben wollen, sollen sie. Es muss nicht immer der demokratische Westen mit all seinen vermeintlichen Errungenschaften sein.
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