"Emotionale Verarmung" ... "wo bleibt die Liebe?" ...
Da sind sie wieder, diese ewiggleichen Einflüsterungen und Deutungshoheitsanmaßungen aus dem selbstgefälligen Psychologiebaukasten, voller Unterstellungen, Behauptungen, Herabwürdigungen.
Er beschreibt ganz nüchtern die (sexuelle) Welt, in der er lebt, mag man das nun bedauern oder nicht – wie müßig!
Ich finde es nicht verachtenswert, wenn der Autor entlang seiner selbst erkannten physischen und psychischen Raumgrenzen das auslebt, was ihm gelingt. Er beschreibt seine Realität ganz nüchtern und unverstellt.
Meine Behauptung: "Liebe" gibt es überhaupt nicht! Sie ist ein jahrtausendealter zementierter Nimbus und versteckt lediglich ganz raffiniert die verzweifelte List, sich von anderen das Maß an körperlicher und seelischer Zuwendung zu erheischen, das man sich selbst nicht geben kann. Und um seine eigenen Bedürfnisse unverhohlen befriedigt zu bekommen, lenkt man von seinen Ego-Absichten ab, indem man angebliche Zuneigung seines Gegenübers heuchelt, das eigentlich nur gefügig gemacht werden soll. Geschützt und veredelt wird dieses – ganz menschliche – Vorhaben von der "Liebes"-Raunerei der Gesellschaft, denn schließlich betrifft diese innere Not ja alle Menschen gleichermaßen. Dabei geht es auch gar nicht nur um Sex.
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