ProSieben-Sitcom "New Girl": Neue Mädchen braucht das Land

"New Girl" ist einer der Überraschungshits der TV-Saison: In den USA lieben die Zuschauer die Sitcom über die Zweck-WG einer schrulligen Lehrerin mit drei Männern.*Jetzt will ProSieben den US-Erfolg wiederholen. Dank der großartigen Hauptdarstellerin Zooey Deschanel könnte das gelingen.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,807095,00.html
  1. #50

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    [QUOTE=Nidasaxe;9414283]
    Zitat von MashMashMusic Beitrag anzeigen
    Ich sag ja, Nostalgie. Vom Winde verweht läuft übrigens auch immer noch.
    Ebenfalls sehr gut synchronisiert, und das in den Fünfzigern.
    Ich hatte weiter oben dargelegt, dass Ihr Nostalgievorwurf weder berechtigt ist noch in irgendeiner Form relevant ist.

    Wie gesagt, ich war da vor ein paar Jahren tätig, ich habe noch mit genug Leuten aus der Branche zu tun.

    Zitat von Nidasaxe Beitrag anzeigen
    Das haben Sie behauptet, mehr nicht. Sie scheinen cleanen Klang mit gutem Klang zu verwechseln. Außerdem ging es bislang nur um technische Qualität.
    Sie können das sogar nachmessen, also nix Behauptung.
    Was den künstlerischen und handwerklichen Anspruch angeht: da gibt es Dialogregisseure für, die mit ausgebildeten Schauspielern arbeiten. Schauen Sie sich die Riege deutscher Synchronsprecher an. Alles Vollprofis, was bei günstiger produzierten US-Serien und -Filmen nicht grundsätzlich der Fall ist.

    Zitat von Nidasaxe Beitrag anzeigen
    Noch weiter zurück fällt die Synchronisation durch Einschränkung der Sprache, da Lippensynchronität gewahrt sein muss. Mundbewegungen, die -obwohl synchron- nicht zum Gesprochenen passen und künstlerisch durch das Zerreissen des Schaupielers in eine Puppe und eine Stimme. Aber das können Sie nicht messen, also vermutlich auch nicht verstehen und wahrnehmen.
    Da gibt es die große Kunst der Übersetzung, und das wäre dann mein Gebiet. Und aus genau dem Grunde reicht es nicht, etwas sinngemäß zu übersetzen, wenn es um Drehbücher geht. Daher werden Drehbücher so übersetzt, dass das jeweilige Wort zum Gesichtsausdruck passt.

    Es gibt dann Probleme, wenn Sie Wortspiele haben und wenn es um kulturelle Eigenheiten geht. Nur haben Sie das Problem bei letzterem immer, egal in welcher Sprache Sie schauen.

    Sie haben, wenn Sie nicht immer Untertitel lesen wollen, außerdem das Problem, einen ganzen Haufen Sprachen lernen zu müssen. Ich schaue durchaus noch anderes als US-Filme und -Serien. Und leider spreche ich weder französisch, russisch und spanisch gut genug, um mir da Filme oder Fernsehen im Original ansehen zu können. Blöd, oder?

    Zitat von Nidasaxe Beitrag anzeigen
    Besser lesen lernen. Von mäßig (also durchschnittlich) war die Rede. Und ich habe ein Beispiel gebracht, wo die Stimmen der Schauspieler deutlich überlegen sind.
    Ich hatte dann auch gefragt, was genau Sie meinen.
  2. #51

    Zitat von MashMashMusic Beitrag anzeigen
    Weswegen da auch ausgebildete Toningenieure sitzen.
    Und in den US-Studios sitzen nur Mindestlöhner, die minderwertige Arbeit abliefern? Also wenn ich mir die Hochglanzserien von heute anschaue, sind die von der Bild- und Klanggewalt auf Kinoniveau vor nicht allzu vielen Jahren.

    Wenn ich an die Kinos in den Achtzigern mit ihren miesen Soundanlagen denke
    Achtung, Nostalgiewarnung. ;)

    Etwas genauer bitte, können Sie das an irgendwas festmachen? Klangfarbe? Betonung?
    Lustlos und lieblos und manchmal sogar etwas peinlich, wie bei Schauspiellaien in den Daily Soaps. Gerade wenn es emotionaler wird, wirkt es häufig künstlich. Was ich auch verständlich finde, da sich der Sprecher nicht im Körper des Schauspielers und nicht in der Szenerie befindet. Sich in eine Rolle einzufühlen, während man in einer Kabine sitzt, stelle ich mir schwierig vor. Deswegen halte ich Synchronsprechen für eine hohe Kunst, die daher aber auch nur wenige vollendet beherrschen.

    Naja, alle die, die verlangen, im Fernsehen sollten nur OV-Versionen mit Untertiteln laufen. Mit dem Herrn Weishaupt etwa, der ja meint, man soll das Synchronisieren bitte sofort lassen.
    Man muss ja auch nicht alles so ernst nehmen.
  3. #52

    Zitat von MashMashMusic Beitrag anzeigen
    Sie können das sogar nachmessen, also nix Behauptung.
    Doch. Man kann ein technisch tolles Signal haben, aber wenn die Geräuschkulisse zu leise und die Stimmen zu laut sind, klingt es trotzdem nicht gut, da (ich kann es Ihnen nicht ersparen): unnatürlich.

    Da gibt es die große Kunst der Übersetzung, und das wäre dann mein Gebiet. Und aus genau dem Grunde reicht es nicht, etwas sinngemäß zu übersetzen, wenn es um Drehbücher geht. Daher werden Drehbücher so übersetzt, dass das jeweilige Wort zum Gesichtsausdruck passt.
    Das "Thema Hirn wird durch unbewußte Wahrnehmung falscher Lippenbewegungen irritiert" hatten wir ja schon beim letzten Endlosthread zum Thema OT vs. Synchro.

    Ich schaue durchaus noch anderes als US-Filme und -Serien. Und leider spreche ich weder französisch, russisch und spanisch gut genug, um mir da Filme oder Fernsehen im Original ansehen zu können. Blöd, oder?
    Für Sprachen die man nicht beherrscht ist Synchro doch prima. Habe ich früher nur gesehen und heute noch immer noch bei allem ausser Englisch.

    Ich hatte dann auch gefragt, was genau Sie meinen.
    Steht in der anderen Antwort.
  4. #53

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    Zitat von Nidasaxe Beitrag anzeigen
    Und in den US-Studios sitzen nur Mindestlöhner, die minderwertige Arbeit abliefern? Also wenn ich mir die Hochglanzserien von heute anschaue, sind die von der Bild- und Klanggewalt auf Kinoniveau vor nicht allzu vielen Jahren.
    Wie gesagt, in den USA werden gerne noch Produktionsmethoden angewandt, die ein wenig älter sind. Und ebenfalls wie gesagt, bei allem, was Bühnenton ist, haben wir die üblichen Probleme.

    Zitat von Nidasaxe Beitrag anzeigen
    Lustlos und lieblos und manchmal sogar etwas peinlich, wie bei Schauspiellaien in den Daily Soaps. Gerade wenn es emotionaler wird, wirkt es häufig künstlich. Was ich auch verständlich finde, da sich der Sprecher nicht im Körper des Schauspielers und nicht in der Szenerie befindet. Sich in eine Rolle einzufühlen, während man in einer Kabine sitzt, stelle ich mir schwierig vor. Deswegen halte ich Synchronsprechen für eine hohe Kunst, die daher aber auch nur wenige vollendet beherrschen.
    Wie gesagt, haben Sie da mal ein Beispiel? Es gibt natürlich auch billig synchronisierten Mist, der aber auch meist schon ebenso billig gedreht wurde.

    Und: genau das macht einen Schauspieler aus. Sich in einen Charakter einfühlen zu können. Da spielt es absolut keine Rolle, wo man gerade ist. Stellen Sie sich den ganzen Spezialeffektekram vor, da stehen dann Leute in einem Gummianzug mit Markern drauf vor einer grünen Wand. Von denen wird erwartet, dass sie dann genauso gut spielen wie bei Live-Action.

    Und das gleiche gilt für Synchronsprecher. Und Gottseidank sind da der größte Teil von eben nicht aus dem Daily-Soap-Pool, aus dem sich das US-Fernsehen und Hollywood durchaus bedient.

    Zitat von Nidasaxe Beitrag anzeigen
    Man muss ja auch nicht alles so ernst nehmen.
    Mag ja sein, dass er noch mitliest.
  5. #54

    ...

    Zitat von MashMashMusic Beitrag anzeigen
    Wie gesagt, haben Sie da mal ein Beispiel? Es gibt natürlich auch billig synchronisierten Mist, der aber auch meist schon ebenso billig gedreht wurde.
    Ok, noch ein Beispiel. Gestern im Nachgang unserer Diskussion habe ich mal Blindzapping veranstaltet um festzustellen, warum man innerhalb von wenigen Sekunden eine Synchro als solche erkennt. Also kein Bild und Lautstärke niedrig um Umgebungsgeräusche auszublenden. Ich brauche einen halben Satz um es zu erkennen. Es fällt also auf die Sprecher zurück. Bei einer Sendung (stellte sich als später als Navy CIS heraus, schaue ich sonst nicht) habe ich etwas länger zugehört. Die Dialoge waren auch in einer hitzigen Situation bestens durchartikuliert, fast Schriftsprache. Kein Mensch redet so. Was hier einige als nuscheln beim OT kritisiert haben macht es eher authentischer. Beim weiteren zappen ein älterer US-Spielfilm (Titel vergessen), jemand hängt an einem Kliff und spricht ist bester Roger Willemsen-Manier. Weiterer Zap, ein Dialog, als würde er vorgelesen werden. Gute Synchros habe ich gestern Nacht keine gefunden.

    Wenn man an die Synchronisation den Anspruch stellt, unmerklich eine Sprache durch eine andere auszutauschen, scheitert sie regelmäßig. Glaubwürdige Übersetzungen sind eher die Ausnahme als die Regel, sonst würde man (obwohl es doch besser als echt sein sollte) nicht sofort die Unechtheit erkennen. Das ist auch keine Spezialfähigkeit meinerseits, meine Frau z.B. schaut mangels Sprachkenntnis höchstens mal Merlin in englisch und auch sie erkennt zu 100% OT oder Synchro (und empfindet den OT als angenehmer, obwohl sie wenig versteht).

    Es ehrt Sie, dass Sie sich Ihre Sprecherkollegen stellen, aber das hörbare Ergebnis gibt einfach keinen Anlaß für Jubel, zu groß ist oft genug der sprachliche Abstand zum OT. Bei Kinofilmen mag das besser sein, da mehr Aufwand getrieben wird, aber im Serienbereich kenne ich niemanden, der einmal die Schwelle überwunden hat sich ins Englische reinzuhören, der später die deutsche Version bevorzugt hätte. Masochistische Veranlagung unterstelle ich keinem davon.

    Ausnahme von der Regel sind Zeichentrickfilme, aber das ist ja auch eine andere Geschichte.
  6. #55

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    Wie gesagt, ich erkenne ebenfalls sofort, ob etwas nachsynchronisiert ist oder nicht.

    Ich entscheide, ob eine Synchronisation was taugt oder nicht, schlicht und ergreifend danach, ob mir auffällt, dass die Charaktere eigentlich in einer anderen Sprache sprechen.

    Sie sprechen grundsätzlich eine Schwierigkeit von Synchronisationen an, und da sage ich, bei Dialekten fällt das in der Tat schwer. IdR ersetzt man das durch Hochdeutsch.

    Ich kann bei Navy CIS bei der Synchro auch keine grundsätzlichen Fehler erkennen. Die Stimmen von Mark Harmon und Michael Weatherly (den müssen Sie mal im Original hören, dessen Stimme ist recht quäkig) passen besser zur physischen Erscheinung als ihre eigenen, und ja, ich möchte gerne verstehen, was jeder einzelne sagt.

    Aber anderes Beispiel. Gestern kam "Armageddon" im Fernsehen (Bruce Willis ist noch so ein Beispiel, wo die Stimme vom Lehmann deutlich besser passt als seine eigene, und ja, das rührt auch noch aus den Achtzigern her). In den Actionszenen tut's mir leid, da kann ich im Original kaum etwas verstehen. Und mein Englisch ist jetzt nicht so übel.

    Und Jubel ist nicht angebracht oder nötig. Es reicht, wenn die Synchronisation nicht negativ auffällt und Ton und Idee des Originals einfängt. Wie gesagt, das klappt in der Tat nicht immer, meiner Meinung nach aber meistens.

    Ich schaue mir Sachen nach Möglichkeit schon gerne im Original an. Allein schon, um zu sehen, ob ich was in der Synchronisation verpasst habe. Und das ist selten der Fall.


    Zitat von Nidasaxe Beitrag anzeigen
    Ok, noch ein Beispiel. Gestern im Nachgang unserer Diskussion habe ich mal Blindzapping veranstaltet um festzustellen, warum man innerhalb von wenigen Sekunden eine Synchro als solche erkennt. Also kein Bild und Lautstärke niedrig um Umgebungsgeräusche auszublenden. Ich brauche einen halben Satz um es zu erkennen. Es fällt also auf die Sprecher zurück. Bei einer Sendung (stellte sich als später als Navy CIS heraus, schaue ich sonst nicht) habe ich etwas länger zugehört. Die Dialoge waren auch in einer hitzigen Situation bestens durchartikuliert, fast Schriftsprache. Kein Mensch redet so. Was hier einige als nuscheln beim OT kritisiert haben macht es eher authentischer. Beim weiteren zappen ein älterer US-Spielfilm (Titel vergessen), jemand hängt an einem Kliff und spricht ist bester Roger Willemsen-Manier. Weiterer Zap, ein Dialog, als würde er vorgelesen werden. Gute Synchros habe ich gestern Nacht keine gefunden.

    Wenn man an die Synchronisation den Anspruch stellt, unmerklich eine Sprache durch eine andere auszutauschen, scheitert sie regelmäßig. Glaubwürdige Übersetzungen sind eher die Ausnahme als die Regel, sonst würde man (obwohl es doch besser als echt sein sollte) nicht sofort die Unechtheit erkennen. Das ist auch keine Spezialfähigkeit meinerseits, meine Frau z.B. schaut mangels Sprachkenntnis höchstens mal Merlin in englisch und auch sie erkennt zu 100% OT oder Synchro (und empfindet den OT als angenehmer, obwohl sie wenig versteht).

    Es ehrt Sie, dass Sie sich Ihre Sprecherkollegen stellen, aber das hörbare Ergebnis gibt einfach keinen Anlaß für Jubel, zu groß ist oft genug der sprachliche Abstand zum OT. Bei Kinofilmen mag das besser sein, da mehr Aufwand getrieben wird, aber im Serienbereich kenne ich niemanden, der einmal die Schwelle überwunden hat sich ins Englische reinzuhören, der später die deutsche Version bevorzugt hätte. Masochistische Veranlagung unterstelle ich keinem davon.
  7. #56

    Zitat von MashMashMusic Beitrag anzeigen
    Ich entscheide, ob eine Synchronisation was taugt oder nicht, schlicht und ergreifend danach, ob mir auffällt, dass die Charaktere eigentlich in einer anderen Sprache sprechen.
    Ich auch, daher meine Präferenz für OT.

    Sie sprechen grundsätzlich eine Schwierigkeit von Synchronisationen an, und da sage ich, bei Dialekten fällt das in der Tat schwer. IdR ersetzt man das durch Hochdeutsch.
    Ist vermutlich fast unmöglich das gut zu machen. Hier gehen unvermeidlich Informationen verloren, man hört am Dialekt und der Sprache allgemein oft sofort die Herkunft bzw. Status der Figur.

    Ein weiterer Punkt, den ich oft als störend empfinde, ist die Halbübersetzung, in der zu viele Anglizismen erhalten bleiben. Da bleiben Mister, Madame, Lieutenant etc. unverändert. Das mag praktische Gründe haben (oft vermutlich Silbenanzahl), ist aber unschön. Liegt vielleicht auch daran, dass wir längst die amerikanische Kultur, als Zweitkultur akzeptiert haben. Ich wünsche mir oft mehr Sprachschutz, vielleicht nicht so radikal wie bei den Franzosen, aber ich will nicht voten, ich will wählen. Englisch Ersatzworte müssen nicht sein, wenn es gleichwertige deutsche Gegenstücke gibt.

    Ich kann bei Navy CIS bei der Synchro auch keine grundsätzlichen Fehler erkennen.
    Das mag sein, ich erkenne da aber das systematische Problem zu synthetischer Dialoge wieder.

    Aber anderes Beispiel. Gestern kam "Armageddon" im Fernsehen (Bruce Willis ist noch so ein Beispiel, wo die Stimme vom Lehmann deutlich besser passt als seine eigene, und ja, das rührt auch noch aus den Achtzigern her). In den Actionszenen tut's mir leid, da kann ich im Original kaum etwas verstehen. Und mein Englisch ist jetzt nicht so übel.
    Das glaube ich Ihnen gerne, aber das ist ja kein grundsätzliches OT-Problem, sondern ein allgemeines. Und was Stimmen angeht, hatte ja schon Semmelrogge genannt, meinetwegen auch Grönemeyer der früheren Jahre.

    Ich schaue mir Sachen nach Möglichkeit schon gerne im Original an. Allein schon, um zu sehen, ob ich was in der Synchronisation verpasst habe. Und das ist selten der Fall.
    Naja, dem Thema sind ganze Webseiten und Bücher gewidmet. (Die Fabrik des Universums...) Aber geschenkt, wo gehobelt wird, da fallen Späne.
  8. #57

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    Zitat von Nidasaxe Beitrag anzeigen
    Ein weiterer Punkt, den ich oft als störend empfinde, ist die Halbübersetzung, in der zu viele Anglizismen erhalten bleiben. Da bleiben Mister, Madame, Lieutenant etc. unverändert. Das mag praktische Gründe haben (oft vermutlich Silbenanzahl), ist aber unschön. Liegt vielleicht auch daran, dass wir längst die amerikanische Kultur, als Zweitkultur akzeptiert haben. Ich wünsche mir oft mehr Sprachschutz, vielleicht nicht so radikal wie bei den Franzosen, aber ich will nicht voten, ich will wählen. Englisch Ersatzworte müssen nicht sein, wenn es gleichwertige deutsche Gegenstücke gibt.
    Da stimme ich Ihnen grundsätzlich zu. Bei militärischen Rängen würde ich beim Original bleiben, aber ansonsten haben Sie da voll und ganz recht. Ich habe selber übersetzt, meinstens habe ich aber andererleuts Übersetzungen korrigiert, und da finde ich es immer furchtbar, was für Anglizismen da überall Eingang gefunden haben. Einige musste ich mir in der Tat selbst austreiben.

    Ganz schlimm finde ich auch, bei Filmen den Originaltitel zu lassen und den durch eine deutsche Unterzeile zu ergänzen.
  9. #58

    Zitat von MashMashMusic Beitrag anzeigen
    Ich habe selber übersetzt, meinstens habe ich aber andererleuts Übersetzungen korrigiert, und da finde ich es immer furchtbar, was für Anglizismen da überall Eingang gefunden haben. Einige musste ich mir in der Tat selbst austreiben.
    Das man sich manchmal sprachliche Unarten einfängt, kennt glaube ich jeder. Bin die meisten auch wieder losgeworden.

    Ganz schlimm finde ich auch, bei Filmen den Originaltitel zu lassen und den durch eine deutsche Unterzeile zu ergänzen.
    Da fällt mir spontan "Scrubs - Die Anfänger" ein (brauchbare Synchro übrigens). Aber das kenntnis- und talentfreie Rumfummeln an Titeln haben schon vor Ewigkeiten die Buchverlage angefangen.

    Aber unterhaltsam ist es schon. Sehr lustig finde ich:
    Tomorrow Never Dies -> Der Morgen stirbt nie