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Promotion als Karriererisiko: Vergesst den Doktortitel

SPIEGEL ONLINEWas kommt nach der Abschlussarbeit? Immer mehr Absolventen setzen sich an eine Dissertation, sie wollen Zeit schinden oder mit dem Doktortitel ihren Lebenslauf aufhübschen. Was viele erst zu spät merken: Der "Dr." kann den Jobeinstieg sogar erschweren.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...843999,00.html
  1. #1

    Natürlich. Welches Unternehmen möchte schon jemanden einstellen, der nach seinem Studium noch jahrelang rumgegammelt hat. Da wird jemand mit echter Berufserfahrung natürlich bevorzugt. Es handelt sich eben nur um einen "Titel", den inzwischen sowieso niemand mehr ernst nimmt.
  2. #2

    wissen was man/frau will....?

    Heute sitzt sie an der ungefähr achthundertsten Bewerbung und sagt: "Ich habe wirklich alles probiert, mich auf jegliche Funktion und in jeglicher Branche beworben, auch an der Uni, von der Assistenz bis zur Professur. Es ist eine traurige Geschichte."
    Also wer 800 Bewerbungen schreibt, hat offensichtlich nicht mal eine grobe Vorstellung, was er/sie arbeiten möchte. Zudem glaube ich nicht, dass es möglich ist 800 gute Bewerbungen zu schreiben. Aus meiner eigenen Erfahrung würde ich sagen: ein Arbeitstag pro Bewerbung (ohne Recherche in Stellenbörsen, nur das Formulieren des Anschreibens und Anpassen des Lebenslaufes und der gesamten Bewerbung, ob z.B. online, Mappe etc.)
    Und sich nach der Promotion gleich auf Professorenstellen zu bewerben ist absolut aussichtslos.
    Professionelle Beratung, die hilft sich zu fokusieren, kann hier vielleicht helfen, zumindest das lesen einschlägiger Bücher und Zeitschriften.
  3. #3

    Für hochspezialisierte oder forschungsintensive Fächer wie Medizin, Jura, Biologie, Chemie und Ingenieurwissenschaften stimmt die alte Vorstellung auch noch; hier erhöht der Doktortitel tatsächlich die Chance auf einen besseren Job sowie höheres Gehalt.
    Der Artikel relativiert schnell die allgemeingültige Aussage, die die Überschrift verspricht. In einem Großteil der Disziplinen ist die Promotion nach wie vor karrierefördernd.

    Die vergangenen zehn Jahre hat der heute 29-Jährige an der Uni verbracht, erst als Biologiestudent, dann als Philosophiedoktorand.
    ...
    Öffentlichkeitsarbeit in einem Unternehmen würde ihm gefallen. Doch in einer PR-Agentur wurde Benjamin gesagt, dass Fertigkeiten zählten, Titel nicht.
    Kein Wort wird in dem Artikel darüber verloren, dass auch das Thema der Promotion wichtig ist. Dies ist doch eher ein Beispiel für die Tücken einen Lebenslaufs mit Sprüngen bzw. Promotion nur um des Titels willen. Wenn ich mir die Karriere betrachte: Biologie -> Philosophie -> Öffentlichkeitsarbeit, frage ich mich, inwieweit eine Kontinuität bei den Forschungsthemen gegeben ist. Wenn man mit jedem Karriereschritt die Disziplin wechselt, kann man kaum von Spezialisierung reden. Wird ein Metzger besser qualifiziert, wenn er Industriedesign studiert?

    Ich frage mich bei solchen Artikeln immer, wenn es offensichtlich keine "Einzelfälle" sind, warum sucht man sich dann nicht aussagekräftigere Beispiele aus.
  4. #4

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Was kommt nach der Abschlussarbeit? Immer mehr Absolventen setzen sich an eine Dissertation, sie wollen Zeit schinden oder mit dem Doktortitel ihren Lebenslauf aufhübschen. Was viele erst zu spät merken: Der "Dr." kann den Jobeinstieg sogar erschweren.

    Promovieren: Doktortitel kann die Jobsuche erschweren - SPIEGEL ONLINE
    Meiner Erfahrung nach haben auch die Einstellenden in den Unternehmen ein Problem mit dem Doktortitel, wenn sie keinen haben. Sie fühlen sich bedroht und haben Angst einen Doktor einzustellen.
  5. #5

    Weltfremde Themen und eine lange Promotionsdauer....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    ... sie wollen Zeit schinden .... Doktortitel ihren Lebenslauf aufhübschen.
    Wenn das die Motivation ist - dazu noch eine lange Promotionsdauer und ein ausgedachtes Thema - warum sollte die Promotion im wahren Leben dann etwas wert sein? Ähnlich verhält es sich mit "Altdoktoren" die ihre bewilligten, befristeten Stellen in der Kaffeeecke der Uni absitzen und - wenn irgendwann keine Laufzeitverlängerung mehr kommt - plötzlich ihr Herz für einen Job in der Wirtschaft entdecken. Ganz ehrlich - solche Bewerber fliegen doch überall sofort raus.
  6. #6

    Ziele

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen

    ...Ihre geisteswissenschaftliche Promotion würde sie für viele Stellen überqualifizieren...

    Promovieren: Doktortitel kann die Jobsuche erschweren - SPIEGEL ONLINE
    So ist dann am Ende. Welches Ziel wurde denn konkret mit dem Doktortitel angestrebt ? Wenn das nicht klar ist, wenn man sich nicht vorher über die Chancen oder auch Risiken im klaren ist, dann kann es unangenehm werden. Gilt übrigens auch für eien Facharbeiter. Dass die Fachrichtung Geisteswissenschaft es auf dem Arbeitsmarkt sowieso schwerer hat ist hinreichend bekannt. Bei 800 erfolglosen Bewerbungen mit einem abgeschlossenen erfolgreichen Studium sollte man sich die Frage nach den Adressaten stellen. ich habe viel von Unis gelesen. Kenne aber auch etliche Geisteswissenschafteler in guten Positionen in der Industrie - auch promovierte Absolventen mit sehr gutem Gehalt.
  7. #7

    Promotion =

    Hallo verpiler,
    meist ist eine Promotion geprägt durch volles Arbeiten für halbes Geld - angetrieben von Neugier. Ich denke, dass die wenigsten während ihrer Promotion "rumgammeln"...
  8. #8

    Kein Wunder!

    "Die vergangenen zehn Jahre hat der heute 29-Jährige an der Uni verbracht, erst als Biologiestudent, dann als Philosophiedoktorand." So einen bummeligen Wirrkopf würde ich auch nicht einstellen. Außerdem erwarten diese lebensgestählten Arbeitstiere üblicherweise auch noch einen fürstlichen Lohn, um ihnen die akademischen Weihen zu vergolden. Vielleicht sollten sich die jungen Leute vor Beginn ihrer universitären Selbstverwirklichung vor Augen führen, dass ihre erworbenen Qualifikationen und Weihen auch irgendwann reichen müssen, um den Kühlschrank zu füllen.
  9. #9

    Kein Wunder!

    "Die vergangenen zehn Jahre hat der heute 29-Jährige an der Uni verbracht, erst als Biologiestudent, dann als Philosophiedoktorand." So einen bummeligen Wirrkopf würde ich auch nicht einstellen. Außerdem erwarten diese lebensgestählten Arbeitstiere üblicherweise auch noch einen fürstlichen Lohn, um ihnen die akademischen Weihen zu vergolden. Vielleicht sollten sich die jungen Leute vor Beginn ihrer universitären Selbstverwirklichung vor Augen führen, dass ihre erworbenen Qualifikationen und Weihen auch irgendwann reichen müssen, um den Kühlschrank zu füllen.








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