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Promoted Posts: Facebook verkauft höhere Aufmerksamkeit

AP / Facebook In den USA können Facebook-Nutzer jetzt bewusst auf ihre Beiträge aufmerksam machen - indem sie dafür bezahlen. Für rund sieben Dollar kann man zum Beispiel seinen Hochzeitsfotos einen Popularitätsschub verpassen. Eine lukrative wie heikle Geschäftsidee.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/f...-a-859413.html
  1. #1

    Der Untergang

    Facebook ist bereits im freien Fall. Durch solche Aktionen wird einfach nur noch möglichst viel Geld aus einem "sterbenden" Produkt gesaugt.

    Zu was führt denn diese Option? Mitglieder mit weniger als 5000 Freunde und Abonnenten ist die Zielgruppe, somit ca 99% aller 500.000.000 Facebookaccounts? Diese dürfen nun Ihre Nachrichten "pushen", was dazu führt, das die Nachrichten der "interessanten" 1% (profan ausgedrückt:) untergehen in der Masse. Anders ausgedrückt, wenn es je was Interessantes bei Facebook zu lesen gab, mit dieser Funktionalität dann definitiv nicht mehr, weil in der Masse nicht mehr auffindbar (Wenn eine Nachricht vorher uninteressant war, wieso sollte sie es dann nach einem "Push" sein???).
  2. #2

    einfach köstlich

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In den USA können Facebook-Nutzer jetzt bewusst auf ihre Beiträge aufmerksam machen - indem sie dafür bezahlen. Für rund sieben Dollar kann man zum Beispiel seinen Hochzeitsfotos einen Popularitätsschub verpassen. Eine lukrative wie heikle Geschäftsidee.

    Facebook testet "Promoted Posts" in den USA - SPIEGEL ONLINE
    scheinbar sind die nutzer-daten nichts mehr wert, wenn man für den verkauf auch noch zahlen muss.
  3. #3

    Wieso "mutieren"

    "[...] besteht die Gefahr, dass Facebook-Streams zur Selbstdarstellungsplattform mutieren"

    Wie bitte? Facebook ist doch nichts anderes als eine Selbstdarstellungsplattform...
  4. #4

    Negativer Effekt

    Ich kann mir auch vorstellen, dass man als Benutzer selektiv über "Werbe"-Posts drüber wegguckt, um die relevanten Nachrichten zu sehen - also die, für die nicht gezahlt wurde. Denn mal im Ernst, wenn ich Geburtstag habe, zahle ich doch nicht bei FB für die Bekanntmachung, doch eher, wenn ich was zu verkaufen habe. Aber o.k., diese FB-Welt ist mir eh fremd, wer weiß, zu was die Mitglieder dort alles zu haben sind...
  5. #5

    klick

    Zitat von vyger Beitrag anzeigen
    "[...] besteht die Gefahr, dass Facebook-Streams zur Selbstdarstellungsplattform mutieren"

    Wie bitte? Facebook ist doch nichts anderes als eine Selbstdarstellungsplattform...
    Falsch. Viele meiner Freunde und ich selber haben sogut wie keine Infos oder Fotos im Profil, sondern nutzen Facebook genau wie damals ICQ, nur mit etwas mehr Möglichkeiten:

    als Kommunikations-/und Organisationsplattform.

    Ein negativ-Beispiel für den Missbrauch einer solchen Plattform als Selbstdarstellungsplattform war damals Myspace. Mehr und mehr Firmen und Amateurbands kamen damals auf den Trick, die Plattform zu Werbezwecken zu missbrauchen, wodurch mehr und mehr "private Nutzer" sich wegen dem ganzen "kommt alle zu unserem Konzert"-Gespamme entnervt abwandten.
  6. #6

    Aus dem Artikel:

    Auf der anderen Seite besteht die Gefahr, dass Facebook-Streams zur Selbstdarstellungsplattform mutieren:
    Was muss da mutieren? Ich dachte immer, die Selbstdarstellung sei überhaupt das Kriterium warum sich Leute bei Facebook anmelden. Da gibts doch dann nichts mehr zu mutieren.

    Wer einen hohen Mitteilungsdrang und ausreichend Geld hat, könnte sich künftig einfach Aufmerksamkeit kaufen.
    Ist eben wie im realen Leben.

    So sagt zwar ein Facebook-Sprecher "The Verge", das Feature sei nicht fürs Verbreiten alltäglicher Beiträge konzipiert, sondern für besondere. Aber wer kann sich schon sicher sein, dass Nutzer ihre Geburtstagseinladungen anstelle des neuesten Trashvideos sponsern ?
    Genau, oder gefälschte Einladungen zu Massenparties beim verhassten Mitmenschen promoten.

    Toll, die größer werdende Masse der "besonderen" News lässt die einzelenen Beiträge inflationär zu Einheitsbrei verkommen und in der Masse untergehen. Ranking dann nur noch durch entsprechendes Cash? Ranking-ebay auf Facebook? Tolle Welt!
  7. #7

    P.S.

    die ganzen "Selbstdarsteller" landen bie mir relativ schnell auf der Spam-Liste. Kann mir allerdings vorstellen, dass man in Zukunft bezahlte Beiträge garnicht mehr ausblenden kann.
  8. #8

    Selbstregulierend

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    ...Auf der anderen Seite besteht die Gefahr, dass Facebook-Streams zur Selbstdarstellungsplattform mutieren: Wer einen hohen Mitteilungsdrang und ausreichend Geld hat, könnte sich künftig einfach Aufmerksamkeit kaufen. So sagt zwar ein Facebook-Sprecher "The Verge", das Feature sei nicht fürs Verbreiten alltäglicher Beiträge konzipiert, sondern für besondere. Aber wer kann sich schon sicher sein, dass Nutzer ihre Geburtstagseinladungen anstelle des neuesten Trashvideos sponsern ?...
    Die Sorge ist sicherlich unbegründet. Wer über das Ziel hinaus schießt und zuviel Unsinn promotet, wird mittelfristig von seinen Freunden auf die Spamliste gesetzt und wird das über seine Statistik auch bald merken.
  9. #9

    Wie bitte?

    Man hat noch nicht mindestens ähh 5.000 ähh Freunde (einer inklusive 4.999 Karteileichen)? Na, dann muß man sich halt die Aufmerksamkeit einkaufen damit zumindest ein 3/4 Freund noch was liest und Knöpfchen drückt.

    Ähh, Moment mal, die Gesichtsbuch AG könnte ja auch für den Klick auf den Interaktionsknopf nochmals zu Kasse bitten, das steigert dann den Mehrwert an den Börsen.
    Oder wie wäre es mit dem Geschäftsmodell - Du willst mindestens 10.000 Freunde haben, zahle dafür mal 20 US$; oder heute 50 Freunde im Sonderangebot.
    Oder als Appetizer: Nur heute: 5 Freunde gratis. Und wenn Du mindestens die Chronik zu Dreivierteln füllst gibt es als Sonderbonus 10 Freunde kostenlos obendrauf.

    Sorry - irgendwie ist Gesichtsbuch mittlerweile ein unappetittlicher Prahlhans der bereits auf dem Weg von Myspace,AOL &Co ist.


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