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Projekt SARTRE: Hände weg vom Steuer!
VolvoDer Mensch denkt, das Auto lenkt: Auf einer spanischen Autobahn hat eine Kolonne aus vier Fahrzeugen autonom eine Strecke von 200 Kilometern zurückgelegt. Die Fahrer lasen Zeitung, tranken Kaffee oder dösten vor sich hin. Das Beste: Die dafür nötige Technik steckt schon heute in den Fahrzeugen.
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...837307,00.html
- #20 13.06.2012 15:17 von
Da die Autos in der Kolonne 6 m Abstand haben, setzen Sie sich mit Ihrem Wagen in eine der 6 m Lücken, unterbrechen so den Funkverkehr zum Führungsfahrzeug, warten was passiert und rasen dann links vorbei durch die Baustelle. Im Rückspiegel schauen Sie sich dann den Kolonnenunfall an.
- #21 13.06.2012 15:36 von
Klingt ja alles schon mal nicht schlecht, aber an dem "knapp 90 km/h" muss dann wohl doch noch gearbeitet werden. Automobil fortbewegen ohne das der Fahrer etwas machen muß gerne, aber bitte nur, wenn ich dann mindestens so schnell am Ziel bin wie bei konventioneller Fahrweise.
Wenn ich mal die 90 km/h auf einer (unterstellt) Autobahn ohne Geschwindigkeitsbegrenzung auf innerorts runterbreche hieß das bei derzeitigem Stand, das die Kolonne mit irgendwas zwischen 10 und 30 km/h durch die Stadt zuckeln würde. Da auch die Kolonne x-mal an roten Ampeln wird anhalten müssen, kann ich bei der Zeitbilanz auch gleich zu Fuß gehen oder mit dem Bus fahren.
Jede Form von autonom fahrenden Autos werden nur dann eine Zukunft haben, wenn der Vorteil des chauffiert werdens nicht durch einen zu starken Anstieg der Reisezeit erkauft werden muß. - #22 13.06.2012 16:14 von
Das Beste daran?
Warum leckt sich der Hund am Schwanz? Weil er's kann. Genau nach diesem Motto wird bei den Autoherstellern derzeit mit Hochdruck entwickelt, was allenfalls Senioren brauchen: Aufwendige Assistenzsysteme, die das Fahren vordergründig sicher machen sollen, tatsächlich aber nur dem Zweck dienen, kurzfristig die Autos noch teurer zu machen - und mittelfristig den Fahrer zu entmündigen. Audi, Mercedes und Konsorten wären gut beraten, sich hier mal ein wenig zurückzunehmen. Denn so werden sie ihre solvente Klientel letztendlich nur aus dem Auto in die Bahn locken. Wer fremdbestimmt fahren, sich nicht auf den Verkehr konzentrieren will (oder kann) und lieber mit Tempo 100 hinter LKWs herzockelt, sollte besser gleich den nächsten Zug nehmen - da kann er schon jetzt während der Fahrt Zeitung lesen und ein Nickerchen machen.
- #23 13.06.2012 16:39 von
da finde ich aber so etwas:
Google Self Driving Car: Mehr Platz für Computer-Auto ohne Fahrer | Auto News | Auto Aktuell | autozeitung.de
weitaus interssanter.
Auf Dauer komplett ohne Fahrer, mal eben als Familie ein Auto geteilt, weil man es nach der Fahrt zur Arbeit zurückschicken kann, oder besser gar kein Auto mehr, einfach per smartphone das nächste freie Auto bestellen, am Zielort aussteigen und fertig.
Dieses Kolonnenfahren halte ich für "schon überholt"... - #24 13.06.2012 19:42 von
was soll man sagen...
...autofahren ist das nicht,aber...wenn ich hundemüde von der Nachtschicht nach Hause fahre,nur her damit!Da ist mir nicht nach autofahren,da will ich nur sicher ankommen.Der Vergleich mit Bus und Bahn hinkt total,da ist man auf Fahrpläne,festgelegte Zeiten und Strecken angewiesen...unbrauchbar.
- #25 14.06.2012 02:20 von
unterschiedliche KFZ
Abgesehen davon, dass ich es mir furchtbar vorstelle mit 90 km/h unterwegs zu sein und wahrscheinlich nach 10 Minuten ausscheren wuerde um Gas zu geben, wie soll eine Notbremsung bei nur wenigen Metern Abstand funktionieren wenn unterschiedliche Fahrzeuge in Reihe geschaltet sind? In der Mitte ein A8 oder E550 und dahinter ein Golf oder neuer VAN. Keine Chance die Autos bremsmaessig gleichzuschalten. Was passiert? Wie bereits zu lesen patsch patsch patsch, oder?
- #26 14.06.2012 10:42 von
optional
Und wie ist das nun, im Text sind das mal drei und mal vier PKW?! Ansonsten ist der Ansatz interessant, insbesondere, wenn die Technik soweit ist, dass auch das Führungsfahrzeug selbständig, jeder gibt in sein Navi den Zielort ein, und dann werden sich eben entsprechende Gruppen (gern auch mit verschiedenen Tempi) treffen und eine Zeit lang zusammen fahren.
- #27 14.06.2012 11:20 von
Einordnen
Das mag ja schön, aber wie kommt man beim Auffahren auf die Autobahn in die Spur? Bei 6m Abstand muss ich mich schon mutig reindrängeln.... und wenn ich dann drinne bin, kann ich dann beim überholen die "Kolonne" mitnehmen?
- #28 14.06.2012 11:39 von
Es wird noch die Zeit kommen ...
... dass das eigenständige Eingreifen (Lenken, Bremsen, Gas geben etc.) strafbar sein wird. Zumindest in bestimten Gegenden, denkbar wären Ballungszentren, Autobanhen u. v. m.
Dann wird es nur noch bestimmten Fahrzeuginsassen erlaubt sein, sich darüber hinwegzusetzen, Polizei, Krankenwagen, Feuerwehr.
Vielleicht erinnert sich jemand in 20 Jahren an meine Worte. - #29 14.06.2012 11:50 von
Selbstverständlich muss so ein System in seiner Gesamtheit betrachtet werden und nicht ein einzelnes Beispiel einfach auf alle denkbaren Situationen gemünzt werden.
Oder aber nur das einzelne Beispiel..
Bei 90km/h müsste man (nach Fahrschule) 45m Sicherheitsabstand einhalten.
Da ein Fahrzeug bei der Geschwindigkeit 25m in der Sekunde zurücklegt, reduziert schon die "Standardschrecksekunde" den Abstand (auf Stillstand bezogen) auf 20m, bevor der Normfahrer anfängt zu reagieren.
Dazu kommen Zeiten zum Ansprechen des Bremsbedals und der eigentlichen Bremsen, ggf. auch noch ein anfänglich zu zögerliches Verhalten des Fahrers, verlängerte Schrecksekunde, ein ggf. unterschrittener Sicherheitsabstand u.ä..
Ein ausgereiftes elektronisches System reagiert dagegen angemessen und das im Millisekundenbereich.
Selbstverständlich sind in so einem System auch die Fahrzeugdaten erfasst.
Ebenso z.B. Witterung, Strassenbelag, Verkehrsdichte, usw.
Und danach wird ein ausgereiftes System dann den jeweiligen (individuellen) Abstand festlegen.
Vor freien (ungeregelten) Zufahrten wird es dann auch automatisch auffächern, um die gefahrlose Einfahrt anderer Fahrzeuge zu ermöglichen.
Und intelligente Ampelsteuerungen können einen ganzen "Zug" bis zu einer gewissen Länge am Stück passieren lassen.
Das ganze ist nicht für die nahe Zukunft der nächsten drei Jahre ausgelegt...
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