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Project Glass: Google entwickelt Datenbrille

GoogleDer Konzern bestätigt das Branchengerücht: Google arbeitet tatsächlich an einer Hightech-Brille, die dem Anwender Informationen ins Sichtfeld einblenden soll. Das Unternehmen hat ein Konzeptvideo veröffentlicht - einige wichtige Fragen bleiben aber ungeklärt.

http://www.spiegel.de/netzwelt/gadge...825834,00.html
  1. #20

    Ich hab's vor Augen

    Zitat von herrdaemlich Beitrag anzeigen
    Genial, so wird man auch prima analysieren können wo der Benutzer der Brille hinschaut. Welche Werbung er sich länger anschaut, ob er dicke oder dünne Frauen bevorzugt, ob er Augenkontakt scheut und eventuell ein Buch über Steigerung des Selbstbewusstsein kaufen möchte. "Wenn sie den Kauf bestätigen möchten nicken sie bitte einmal mit dem Kopf."
    Besonders freue ich mich auf die Popups. Und die zombiegleich umherirrenden User die die neuesten Nachrichten oder ihre E-Mails lesen während sie die Hauptverkehrsstraße überqueren oder im Auto zur Arbeit fahren. Natürlich wird das verboten sein. Das Handyverbot ist ja auch ein Riesenerfolg. Das wird ein Spaß!
  2. #21

    War mir klar...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Konzern bestätigt das Branchengerücht: Google arbeitet tatsächlich an einer Hightech-Brille, die dem Anwender Informationen ins Sichtfeld einblenden soll. Das Unternehmen hat ein Konzeptvideo veröffentlicht - einige wichtige Fragen bleiben aber ungeklärt.

    Project Glass: Google präsentiert Computerbrille - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Netzwelt
    Spätestens seit ich den "Daemon" gelesen habe, war mir klar, dass so etwas bald kommen wird. Eine Brille welche GPS-unterstützt eine zweite virtuelle Landschaft über die reale legt und Infos einblendet. Das werden die nächsten Schritte dieser Entwicklung sein. Im Roman haben Leute, die diese Brille tragen, einen unschlagbaren Vorteil gegenüber anderen Menschen. Brillenträger verfügen nahezu über unbegrenzte Informationsmöglichkeiten in Echtzeit, sie erkennen andere Brillenträger aus kilometerweiter Entfernung, sehen deren "Wertigkeit" (also, Techniker, Ärztin, Staplerfahrer, Einzelkämpfer, Hausfrau, Nutte, etc.), deren Symphatiebonus (4 von 5 Sternchen) - und können sogar sehen, wo die nächste Brillenträger-Comunity lebt, wo sie ihr nächstes Transportmittel, oder andere Unterstützung her bekommen, oder ob ihnen der Staat (in Form von Polizei, Geheimdienst - noch zwei Straßen entfernt) auf der Spur ist. Hört sich nach "Facebook" und "Wow" an, wird aber bitterer Ernst werden. Die reale Welt wie wir sie kennen, wird durch die virtuelle Überlagerung der Brille dermaßen kalkulierbar und überwachbar, dass man das Grauen kriegt, wenn so etwas einmal ausgereift ist.
    Die Möglichkeit jedoch ist nicht mehr von der Hand zu weisen. Da kannste noch so viel singen, "Die Gedanken sind frei!", das juckt keinen Schwanz mehr. Entweder du bist effizient, was man anhand deiner Wertigkeit, oder Symphatiebonus erkennen wird, oder du kannst dir gleich die Kugel geben. Eine Entwicklung, wie sie im Roman entsteht, von "Matthew Sobol" dem absolut weltweiten Star der Onlinespiele-Entwickler, dem Mann, der die kapitalistische Welt in den Abgrund reißt und sämtliche raffgierigen Milliardäre, Lobiisten, Manager, Anwälte und Politiker zuerst verarmen und sie danach teilweise sogar umbringen lässt (weil man dieses Gier-Geschwür einfach nicht aus ihnen heraus bekommt), wird es nicht geben. In der Hightech-Computerbranche gibt es ebenso wenig altruistische Geister, wie in den Finanzmärkten. Das aber ein Unternehmen wie Google an so etwas bastelt, ist erst der Anfang, denn manch ein Staat kommt sicher auch noch auf den Geschmack. Wer auch immer das Rennen macht, Gnade uns Gott. Hoffentlich platzt vorher diese weltweite Technikblase und gibt Natur und Menschlichkeit wieder etwas Luft zum Atmen.
  3. #22

    Hmmm

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Konzern bestätigt das Branchengerücht: Google arbeitet tatsächlich an einer Hightech-Brille, die dem Anwender Informationen ins Sichtfeld einblenden soll. Das Unternehmen hat ein Konzeptvideo veröffentlicht - einige wichtige Fragen bleiben aber ungeklärt.

    Project Glass: Google präsentiert Computerbrille - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Netzwelt
    Ich bin mir noch nicht so sicher, was ich davon halten soll. Als Brillenträger sollte es natürlich eine Lösung sein, die "unauffällig" sein sollte.
    Ansonsten ist es sicherlich eine interessante Sache.

    Achja, ein Tipp noch: Google sollte die Vermarktung der fertigen Technik Apple überlassen, weil es dann bestimmt ein Erfolg wird (incl. Begleiterscheinungen wie "campen vor dem Applestore", "aufbappen von Apfelaufklebern auf Autos"). ;-)
  4. #23

    ich denke

    Zitat von DukeGozer Beitrag anzeigen
    Witzig, wie unterschiedlich die News aufgefasst wird. Auf Computerbase.de klingt es positiv, vielleicht sind wir dort etwas nerdiger?!?! Hier macht man sich gleich in die Hose. 1984! Big Brother! Datenkrake. Wo ist denn der Unterschied zum Handy?
    Ohne Nerds hätte es diese Entwicklung nie gegeben. Wir sind der Motor für technische Innovationen, sonst wären wir noch immer bei Großrechnern. Face the truth.
    sie dürfen die skepsis nicht zu ernst oder "persönlich" nehmen. unabhängig von der inovativen komponente sprechen die kommentatoren hier durchaus dinge an die mit in betracht gezogen werden müssen. Echte Nerds werden mit den negativen sideeffects vermutlich keine oder kaum probleme haben, im zweifel wird das gerät dann halt an die eigene vorstellung anzupassen. der mainstream jedoch wird wie gehabt nicht dazu in der lage sein.

    anbei, mit blick auf regierende weltweit, sowie der datenhurerei die momentan für die blase 2.0 verantwortlich ist, sind bestimmte hier geäußerte kritikpunkte nicht von der hand zu weisen, bzw. sie sollten bei der konzeption im auge behalten werden.
  5. #24

    Ist doch eher "Rückspiegel" als Brille...

    Zitat von Oberfinanzdirektion Beitrag anzeigen
    ...Weil - es ist müßig sich über eine normale Brille noch so ein Teil zu ziehen.
    ...und über meine Brille denk ich pass das problemlos.
    (Dabei beziehe ich mich auf das artikelbegleitende Bild von SPON)
    Das heißt nicht, dass ich's unbedingt brauche oder nutzen möchte.
    Schau'n wir mal!
    Auch Google erstickt hinterher irgendwann in der Datenflut!
  6. #25

    Also ich will nicht mein Smartphone am Kopf rumtragen. Die Batterie will ich sehen die so eine Brille befeuern soll. Und dann auch noch mit laufender Kamera und ständiger Datenübertragung? Selbst die leichte Shutterbrille ist auf Dauer zu nervig. Wie soll das gehen? Erkennen wo man hinguckt kann sie auch nicht. Denn wer sich mal so eine Blickrichtungserkennung anschaut bzw wie der Aufbau aussieht (Kamera auf Auge per Spiegel gerichtet etc.) weiß das so etwas noch lange nicht in schick möglich ist.
    Mir fallen da auch keine Anwendungsmöglichkeiten ein. Soll ich dann auch immer ein Brillenetui (natürlich Hardcase, da wertvolle Elektronik) mit mir herumschleppen?

    Schön das da geforscht wird, nur denke ich nicht daß dort was sinnvolles bei abfallen wird.
  7. #26

    Bin alles andere als ein Technikmuffel,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Konzern bestätigt das Branchengerücht: Google arbeitet tatsächlich an einer Hightech-Brille, die dem Anwender Informationen ins Sichtfeld einblenden soll. Das Unternehmen hat ein Konzeptvideo veröffentlicht - einige wichtige Fragen bleiben aber ungeklärt.

    Project Glass: Google präsentiert Computerbrille - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Netzwelt
    aber micht graust es bereits jetzt. Dann wird man noch mehr Kopfwackelnde mit sich selbst redende, abwesend dreinschauende Leute im Straßenbild sehen. Früher waren die einfach nur merkwürdig oder meschugge (je nach Höflichkeitsgrad). Aber jetzt, wo sie alle Bluetooth-Headsets tragen, verkünden sie wahrscheinlich gerade die wichtige Information, wo sie gerade sind.
    Aber im Ernst: das Ding wird in fünf oder zehn Jahren DAS Killer-Gadget sein. Keiner wird mehr smart-phones haben wollen. Man wird sich halt dran gewöhnen müssen, dasss in der Schlange hinter uns beim Aldi jemand vor sich hinlabert und komisch herumstiert. Genau so wie wir uns an merkwürdige Klingeltöne (Furzen, Fickgeräusche, Lachen, Schreien etc.) im Bus gewöhnt haben. Die sind dann wenigstens weg.
    Aber die Diskussionen sind klar: wie kann das Ding im Straßenverkehr bedient werden (IMHO gar nicht), welche orthopädischen Probleme verursacht das Kopfwackeln?, sind epileptische Anfälle durch Reizüberflutung zu befürchten? Und noch was ist klar: jemand, der an so´n Ding gewöhnt ist (und das wird sehr schnell gehen!) wird außerhalb von LTE, etc.-Netzen, z.B. in...Afrika... oder so, komplett aufgeschmissen sein. Dort soll es ja noch Leute geben, die ganz ohne Mobil-Flat auskommen müssen...
  8. #27

    Science Fiction

    Wirkt wie Science-Fiction-Zukunftsmusik, deren Wert sich mir - noch? - nicht ganz erschließt. Zumal ja die Spracheingabe längst noch nicht so perfekt funktioniert wie in dem Video. Vor allem aber könnte eine solche Brille geeignet sein, Menschen vollends völlig meschugge zu machen. Die bisherige Medienwahrnehmung war durch deren völlige Abtrennung und Unterscheidung von der Wahrnehmung der realen Welt gekennzeichnet. Menschen guckten bisher immer entweder in die Welt oder auf irgend ein Medium. Die visuelle Verbindung beider Wahrnehmungen käme einer weiteren Medienrevolution gleich, sollte sie sich massenhaft verbreiten. Wenn beide Wahrnehmungen von Medien und Welt in solcher Brille zusammenfließen, könnte das Menschen inpunkto Information Overload völlig verrückt machen. Ich glaube, ich will sowas vorerst nicht - ich hätte beide Wahrnehmungen gerne weiterhin fein säuberlich getrennt. Sonst kommt leider selbst mein relativ technikaffines, aber schon genug informationsüberladenes Hirn durcheinander.
  9. #28

    Die Reaktionen hier...

    zeigen, dass die Gesellschaft noch nicht reif ist für eine solche Brille. Momentan hält man einen kopfnickenden und mit sich selbst sprechenden Menschen für völlig bescheuert. In Zukunft ist das vielleicht völlig normal?

    PS Der grösste Vorteil ist übrigens, dass man sich nun selbst in Öffentlichkeit einen Porno reinziehen kann, ohne, dass es einer mit kriegt ;)
  10. #29

    .

    Zitat von John.Moredread Beitrag anzeigen
    Und wo ist der Unterschied zu heutigen Handys?

    Ich werde mir das Gerät jedenfalls ordern, wenn es auf dem Markt ist. Und Datenschutz werde ich behandeln wie bei meinem Handy: Von der technischen Seite aus. Ich muss mir um meine Daten keine Sorgen machen. Ich kenne soooo viele Leute, die fürchterlich paranoid sind wegen ihrer Daten - und ich kann sie alle unter ihrem echten Namen googlen. Das ist bei mir nicht drin. Ich würde also sagen, es liegt weniger an irgendwelche Gadgets als daran, wie Leute die Technik nutzen.
    Sie tun ja so, als hätte man seine Daten unter Kontrolle. Sie können doch gar nicht wissen, wozu die Daten darüber, wo Sie sich zu jedem Zeitpunkt aufhalten, was Sie tun, mit wem Sie kommunizieren usw. verwendet werden. Schön, dass man Ihren Namen nicht googlen kann, aber interessierte Seiten Sie jederzeit und überall orten können.


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