Ah ja, sicher, und deswegen kam es in Chile nach Putsch und Wirtschaftsliberalisierung zu einer Steigerung der Arbeitslosenquote von knapp 5% 1973 auf 30% innerhalb von zehn Jahren, einem weiteren Anstieg der Inflation und einer dermaßenden Auslandsverschuldung der Banken durch Spekulationsverluste, dass sich Pinochet nur noch durch faktische Wiederverstaatlichung von Kreditinstituten zu helfen wusste.
Aber mal angenommen, es wäre nach 1973 tatsächlich so stetig aufwärts gegangen, wie Sie uns hier vormachen wollen: Sind dadurch die Tausenden Todesopfer der Militärjunta, die Gefolterten, Verstümmelten und Verschwundenen in irgendeiner Form gerechtfertigt? Ist das der ganze Unterschied bei der Bewertung der Verbrechen: Der Kommunist tötete zur Durchsetzung einer abstrakten Ideologie, der Marktwirtschaftler aber ganz rational immerhin für...Geld?



