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Professorenprotest in Oxford: "Wir wollen kein Thatcher Building"

Sie ist eine der berühmtesten Oxford-Absolventinnen:*Nun will*ein Geldgeber der Uni*ein neues Gebäude*nach Margaret Thatcher*benennen. Doch*dass sie in den Achtzigern kräftig im Bildungswesen kürzte, haben ihr einige Professoren bis heute nicht verziehen - sie lehnen die Ehrung ab.

http://www.spiegel.de/unispiegel/wun...813838,00.html
  1. #1

    Kälber und Schlächter

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie ist eine der berühmtesten Oxford-Absolventinnen:*Nun will*ein Geldgeber der Uni*ein neues Gebäude*nach Margaret Thatcher*benennen. Doch*dass sie in den Achtzigern kräftig im Bildungswesen kürzte, haben ihr einige Professoren bis heute nicht verziehen - sie lehnen die Ehrung ab.

    Professorenprotest in Oxford: Wir wollen kein Thatcher Building - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - UniSPIEGEL
    Es ist schon erstaunlich, dass die meisten Briten bis heute nicht begriffen haben, wie sehr sich diese Frau an ihrem Land - und nicht nur dem - vergangen hat. Ihre ideologisch-radikal betriebene Auslöschung des Gemeinwesens zugunsten eines geist- und prinzipienlosen Sozialdarwinismus trägt immer dickere Früchtchen.

    Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber!

    Dass sich zumindest ein paar Professoren an diese Tatsache erinnern, ist doch wohl nur recht und billig. Und je mehr die Folgen des unguten Wirkens der Maggie T. sichtbar werden, desto mehr Menschen werden es ihnen gleichtun.
  2. #2

    Leider ganz falsch

    Zitat von wusel8 Beitrag anzeigen
    Es ist schon erstaunlich, dass die meisten Briten bis heute nicht begriffen haben, wie sehr sich diese Frau an ihrem Land - und nicht nur dem - vergangen hat. Ihre ideologisch-radikal betriebene Auslöschung des Gemeinwesens zugunsten eines geist- und prinzipienlosen Sozialdarwinismus trägt immer dickere Früchtchen.

    Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber!

    Dass sich zumindest ein paar Professoren an diese Tatsache erinnern, ist doch wohl nur recht und billig. Und je mehr die Folgen des unguten Wirkens der Maggie T. sichtbar werden, desto mehr Menschen werden es ihnen gleichtun.
    Wenn man bedenkt, in welchem Zustand sich UK vor Maggie Thatcher befunden hat, kann man das nicht bestätigen. Die ewigen Streiks hatten das Land an den Abgrund geführt. Es konnte nur noch vier Tage in der Woche gearbeitet werden, weil die Bergleute die Kohleförderung blockierten. Engländer durften kein Geld mehr umtauschen oder im Ausland von ihren Konten abheben etc. pp.

    Aber das ist auch schon eins der Probleme: Weil Maggie Thatcher in einer konkreten historischen Situation erfolgreich gewesen ist, haben danach alle möglichen Leute geglaubt, "neo-liberale" Rezepte wären irgendwie "richtig". Aber die heutige Situation in Europa ist anders. Dass Cameron meint, er könnte Lady Thatcher "nachahmen", zeigt nur, was für ein kümmerlicher Typ das ist.
  3. #3

    Na

    Zitat von wusel8 Beitrag anzeigen
    Es ist schon erstaunlich, dass die meisten Briten bis heute nicht begriffen haben, wie sehr sich diese Frau an ihrem Land - und nicht nur dem - vergangen hat. Ihre ideologisch-radikal betriebene Auslöschung des Gemeinwesens zugunsten eines geist- und prinzipienlosen Sozialdarwinismus trägt immer dickere Früchtchen.

    Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber!

    Dass sich zumindest ein paar Professoren an diese Tatsache erinnern, ist doch wohl nur recht und billig. Und je mehr die Folgen des unguten Wirkens der Maggie T. sichtbar werden, desto mehr Menschen werden es ihnen gleichtun.
    Hauptsache ist s`,daß wir es begriffen haben ! Darum ehren wir Hrn. Kohl mit einer Briefmarke ! Und der Sozi-Schredder wird wohl auch bald folgen. So viel zu Schlächter und Kälber .
  4. #4

    Diese......

    Zitat von f.a.g. Beitrag anzeigen
    Hauptsache ist s`,daß wir es begriffen haben ! Darum ehren wir Hrn. Kohl mit einer Briefmarke ! Und der Sozi-Schredder wird wohl auch bald folgen. So viel zu Schlächter und Kälber .
    .... piefige Spießerin hat ein Land der Börsewichte geschaffen.
    Landwirte und Bankster, mehr gibt es nicht mehr.
    Aber alle glauben unerschütterlich an das "Empire".
    Deswegen wohl auch mal wieder ein kleiner Krieg mit Argentinien.

    Schottland, alles Gute!
  5. #5

    Zitat von Europa! Beitrag anzeigen
    Wenn man bedenkt, in welchem Zustand sich UK vor Maggie Thatcher befunden hat, kann man das nicht bestätigen. Die ewigen Streiks hatten das Land an den Abgrund geführt. Es konnte nur noch vier Tage in der Woche gearbeitet werden, weil die Bergleute die Kohleförderung blockierten. Engländer durften kein Geld mehr umtauschen oder im Ausland von ihren Konten abheben etc. pp.
    Nur leider hat Frau Thatcher das ganze dann derart um 180 Grad gedreht ,das das Ergebnis weit entfernt davon ist, erstrebenswert zu sein. Um des wirtschaftlichen Erfolges willen hat sie so ziemlich alles dem radikalen Neoliberalismus geopfert. England ist wirtschaftlich gut aufgestellt, hat aber kaum noch ein sozialsystem und weite Teile der Bevölkerung sind sozial abgehängt, so ähnlich wie in USA. Sie hat England von einem be*chissenen Zustand in einen anderen be*chissenen Zustand versetzt. Dafür muß man sie nun nicht über Gebühr ehren.
  6. #6

    Thatcher und der Mythos von der Gesundung der Wirtschaft

    Zitat von Sleeper_in_Metropolis Beitrag anzeigen
    Frau Thatcher ..wirtschaftlicher Erfolg.. England ist wirtschaftlich gut aufgestellt..
    Wenn das wenigstens stimmen würde. Aber wer braucht schon Fakten.

    Hier mal eine Zahle, die Ökonomen oft als wichtigsten Maßstab ansehen, das inflationsbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP, englisch GDP)

    https://docs.google.com/spreadsheet/...6LTd1U3c#gid=1
    Der durchschnittliche Anstieg während der Thatcherzeit: 0.56% pro Quartal.
    Und nun die ach so schrecklichen Jahre zuvor, 1970 bis 79: 0.56% pro Quartal.
    Danach war sie einfach nur Durchschnitt.
    Nur gibt es heute weder Bergbau noch Stahlindustrie und ein Großteil industrieller Produktion ist Vergangenheit - es war halt einfacher, das Geld in Finanzen zu investieren als in irgendetwas Produktives.

    Und so sieht dann das Vereinigte Königreich dann auch aus.

    His clothes are dirty shade of blue
    And his ancient shoes worn through
    He steals from me and he lies to you
    Old england is dying

    Still he sings an empires song
    And he keeps his navy strong
    And he sticks his flag where it ill belongs
    Old england is dying

    The Waterboys, 1985

    Gruß aus Australien
    Peter
  7. #7

    ...neue Normalität...

    …nun, Maggies Verdienste für die Allgemeinheit mal aussen vor gelassen: der Herr Spender HAT der Maggie sicher einiges zu verdanken. Im Zuge der Privatisierung ist dieser Vorgang also nur konsequent: Wer zahlt, der bestimmt. Und warum bitteschön sollte er denn so ein linkes Gesockse finanzieren???
    Mich würde vielmehr die weitergehende Frage interessieren: Bestimmt der gute Mann denn nur den Namen, oder vielleicht sogar die Inhalte, die dann dort gelehrt werden sollen?
  8. #8

    Als Neoliberalist schafft man sich keine Freunde

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Aber heute könne doch kein Zweifel mehr daran bestehen, dass Thatcher eine "unglaubliche Bedeutung" habe. "
    Professorenprotest in Oxford: Wir wollen kein Thatcher Building - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - UniSPIEGEL
    Diese "unglaubliche Bedeutung" will ihr sicher auch keiner absprechen, insbesondere nicht die Dozenten, zumindest im Hinblick auf die Tatsache, "dem öffentlichen Bildungswesen schweren und systematischen Schaden zugefügt" zu haben.


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