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Professoren im Zug: Ein Bahn-Fan packt aus
Uni-Gewächse und normale Menschen gleichen sich in einem Punkt - alle hassen die Deutsche Bahn. Sehr zu Unrecht, findet Professor*Klaus Arnold. Denn*nirgends kungelt, arbeitet und betrinkt es sich so gut wie im ICE. Sein Rat an Akademiker im Hochschulmagazin "duz": Nie mehr aussteigen!
http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...769886,00.html
- #1 28.06.2011 12:35 von Arthur Dent
Von wegen
Das muss mir der Herr Professor mal zeigen, wie man sich im ICE betrinkt bevor denen die Vorräte ausgehen. Bisher war immer letzteres der Fall
- #2 28.06.2011 12:35 von
Fern-Uni und Fernbahn-Uni
Ganz richtig! Die ICE der Bahn sind nicht nur die größten und schnellsten Büros in Deutschland, sondern auch große akademische Bruthäuser. Natürlich muss man als Wochenendpendler unbedingt mit den richtigen Zügen pendeln - also immer donnerstags und montags, damit die goldene dimido-Regel nicht durchbrochen wird.
Ansonsten gibt es schöne Erlebnisse - vor allem in den Klausurphasen: Da kann es schon mal vorkommen, dass an einer Tischgruppe im ICE gleichzeitig sechs Personen Klausuren korrigieren und somit Vorurteile über Geistes- (langsames bedächtiges Lesen und Abwägen) und Naturwissenschaften (schnelles Prüfen der Formel und entschlossener Korrekturstrich) bestätigt werden. Erstaunlich ist nur, dass die allenthalben angeforderte Residenzpflicht von Profs und Akademischen Räten nicht wirklich durchgesetzt wird. Aber man trifft ständig KollegInnen. - #3 28.06.2011 12:35 von
Kritik geht in falsche Richtung
Die Kritik an der Bahn geht in die falsche Richtung. Dies gilt sowohl für die plumpe Nörgelei der Masse als auch für diesen Artikel eines Prof.
Das Kernproblem der Bahn ist zumindest beim ICE nicht die Verspätung. Ich fahre so oft ICE und komme fast immer ohne Probleme und ohne nennenswerte Verspätung am Ziel an. Die paar Mal, wo ein Zug ausfiel oder etwas anderes passierte, die fallen kaum ins Gewicht im Vergleich zu den Verspätungen, die man beim Auto (Stau) oder beim Flugzeug oft hat. Viele Verspätungen resultieren auch aus Suiziden, da kann die Bahn nichts machen.
Nicht genannt wird dagegen das, was bei der Bahn manchmal wirklich nervt. Das Verhalten der Fahrgäste sollte genau so geregelt werden wie im Flugzeug. Angetrunkene Typen, die sich mit Bierflaschen in der Hand durch die Abteile hangeln, sollte es im Zug nicht geben. Ich zahle nicht 150 Euro, um dann stinkende und betrunkene Prolls ertragen zu müssen. Das Herumgegröle mancher Dorf-Cliquen, die meinen, angesichts der anstehenden Städtereise einen drauf machen zu müssen, ist schlicht inakzeptabel. Das laute Geschnatter und Gekreische von Schülergruppen ist im ICE so überflüssig und nervig wie ein Kropf. Man fragt sich manchmal, wofür der Zugchef eigentlich da ist.
In der 2. Klasse sollte es genau so ruhig und kommod zugehen wie in der 1. Klasse. Klare Benimmregeln wären ein Fortschritt. Im Flugzeug geht es ja auch. Manche Privatbahn ist da schon weiter und hat ein komplettes Alkoholverbot an Bord.
Wenn man bedenkt, wie lange die alten Herren bei der Bahn brauchten, um endlich die Raucherabteile abzuschaffen, dann ist das echt peinlich. - #4 28.06.2011 13:05 von Marion
Pr
Was ist das für ein PR-Artikel? Pro Bahn und Pro dem schönen Pendelakademikerleben?
Eins hat der Professor in seiner Weinidylle vergessen: ein Wissenschaftlicher Angestellter, Stelle 32,75886%, im nächsten Semester evtl. aufgestockt auf 44,79% (mit diesen Zahlenspielereien beschäftigt man eine ganze Sekretärinnenkaste, die ihrem gemütliches Verwaltungsleben fröhnen und besser bezahlt sind als die, die anderen was fürs Leben beibringen) kann sich schicke ICE-1.Klasse-Pendelei nicht leisten - Familie erst recht nicht. So ab 75%-Stelle mit Bahncard 2. Klasse, okay - unter Meidung des ICEs - wenn man nämlich das Pech hat, zwischen Provinzstädten zu pendeln, brechen die Verbindungen regelmäßig zusammen. Da steigt man besser gleich in den IC, der dann nicht nur genauso schnell, sondern ohne Umsteigen auch wesentlich entspannter ist. Momentane Erfahrung: Man sucht sich schon extra die "Randzüge" - das geht nur, wenn der Abholer ein Auto hat, die kosten dann theoretisch 45 Euro. In diesem Jahr wirklich nur noch theoretisch - praktisch findet man für dieselbe Strecke nur noch Preise um die 70 Euro. Aber laut Statistik hat die Bahn die Preise um 1,5 % erhöht, sicher.
Ansonsten, richtig, theoretisch kann man im Zug arbeiten, freuen wir uns auf den heißen Sommer und die wenigen Waggons. ICEs sind inzwischen zu proppevollen Verladezügen mutiert. Zur Zeit fehlt uns auch irgendwie ein ICE, Infos dazu auf der Bahnwebsite nicht zu finden. So werden nur noch Verbindungen ausgespuckt, die 1 Std. länger dauern als einst und 30% mehr kosten. Gewiss nur Einzelfälle. - #5 28.06.2011 13:11 von Marion
Bayern
achja, ein bayrisches Akademikergewächs, pendelt zwischen München, Nürnberg und Eichstätt, das sind natürlich Entfernungen.
Jetzt erst wenige Semester Trier? Dann wird er wohl bald ein Alkoholproblem haben, mit der Weinflasche in der Tasche und angesichts der phänomentalen Zuglage von Trier. Hoffe mal, Familie ist nach Köln gezogen. - #6 28.06.2011 14:24 von
Stil oder Stiel?
"Die schauen aus wie normale, nur haben sie keinen Stil."
Weil sie aus Plastik sind? Ich vermute, der Verfasser dachte eher an stiellos. - #7 28.06.2011 15:15 von
Humorlos?
Warum so humorlos? Allerdings sollten Sie bei den Sekretärinnen mal nachfragen, was das Gehalt angeht - dann werden Sie staunen, für wie wenig Knete die meistens einen tollen Job machen.
Zum Thema: Handy ausschalten, auf keinen Fall eine Internetverbindung nutzen, das sind weitere Voraussetzungen für effektives Arbeiten im Zug. UND: Unschlagbar sind natürlich Zugverbindungen, bei denen man nicht umsteigen muss - da freut man sich u.U. sogar über eine Verspätung.... - #8 28.06.2011 15:32 von
Naja
Um im zug arbeiten zu können müsste aber auch seltener gehalten werden, da man ja vor uns nach jedem halt die 10 minütige Ansage des Zugführers hat. Mal abgesehen davon, dass man im zug halt eben nicht mal eben was nachschauen gehn kann und das böse schauen von manchen Leuten ignoriert wird. Fakt ist, ich kann im Zug bestenfalls die Auto Motor und Sport lesen, da ich mich nicht fest genug konzentrieren kann um wirklich effektiv was zu arbeiten. Dinge, an denen ich im Zug 2h sitze, mache ich zuhause in 1h.
- #9 28.06.2011 15:46 von deb2006
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