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Produktpiraterie: Jetzt kämpft auch China gegen die Fälscher

Wibu-systemDer Westen erfindet - und China kopiert. So war es bisher. Doch seit die Regierung in Peking das Land zum High-Tech-Standort aufrüstet, finden chinesische Produktpiraten ihre Opfer immer wieder im eigenen Land.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...829413,00.html
  1. #10

    @dale_bribble:
    Du schreibst: "Wenn die Musikindustrie mit ihren laecherlichen 1,8 Milliarden Umsatz draufgeht werden wir das schon ueberleben."
    1. Ist das eine Legitimation für Diebstahl?
    Vorschlag: Geh Autos klauen!! Wenn die Autoindustrie mit ihren laecherlichen zig Milliarden Umsatz draufgeht, werden wir das schon ueberleben."
    2. Du wirst es vielleicht überleben, da Du offensichtlich nur Konsument bist. Der Erzeuger der Inhalte ("die Musikindustrie" besteht aus einzelnen berufstätigen Menschen) überleben es wirtschaftlich nicht. Aber das ist Dir egal. Wie ignorant!!
    3. Übrigens: Wenn die Inhalte der von Dir offensichtlich verhassten Musikindustrie so wenig wert sind, warum sind es gerade ihre Inhalte, die tausend mal häufiger angeklickt werden als die Amateur-Einspielung eines Hobbymusikers?
  2. #11

    Es geht nicht um "Auszahlung des Profits", es geht um die BETEILIGUNG am Profit ("angemessene Vergütung" nennt das der Gesetzgeber). Das ist doch nicht mehr als recht und billig.
  3. #12

    Just my 2 cents

    Zitat von crejcka Beitrag anzeigen
    bgötz?
    es geht nicht darum, das urheberrecht abzuschaffen, sondern es zu reformieren. nicht alles soll kostenlos sein, da würden sich die piraten, die sich ja zu einem großen teil aus der IT-branche rekrutieren ins eigene fleisch schneiden?
    Wie Sie sehen, scheint die Ant-Piraten-Propaganda (falsche Darstellungen, Verdrehen der Worte, Halbwahrheiten...) zu wirken. SPON leistet ja dabei kräftig Mithilfe.
    Vielleicht ist bgötz aber auch nur FDP Mitglied und plappert nur das Gestammel seines Vorsitzenden Fipsi Rösler nach.

    Zitat von crejcka Beitrag anzeigen
    leider verlernt deutschland gerade seine stärken und lässt die bildung schleifen, bis wir in 10 jahren unsere jugend nach china schicken müssen, um ingenieurwesen und wissenschaft, die grundbausteine unseres landes wieder zu erlernen. so wie es viele chinesische studenten gerade bei uns tun...
    Hierzu gibt es ein sehr interessantes Interview mit dem Kabaretisten Georg Schramm (zu finden auf YT). Der konnte vor knapp 50 Jahren als Kind aus der Arbeiterklasse das Gymnasium besuchen. Er glaubte Jahrzehnte lang, das hätte er der SPD zu verdanken, die seinerzeit sein Bundesland regierte. Erst vor wenigen Jahren wurde er der Wahrheit fündig: Es war damals der Sputnik-Schock.
    Nachdem die UdSSR damals den ersten künstlichen Trabanten in die Umlaufbahn geschossen hatte, wurde man sich in der Bundesrepublik bewusst, dass man alle Potentiale aktivieren muss, um den technischen Anschluss nicht zu verpassen.
    Eigentlich würden wir derzeit genau das benötigen. Eine Art Sputnik-Schock! Um die Lagerkämpfe des Bürgertums gegen die "Unterschicht" aufzubrechen (vgl. HH) und alle Talente zu bester Bildung zu verhelfen. Nach meinem persönlichen Dafürhalten betrifft das übrigens zu großen Teilen das Lager der Grünen-Wähler: Fair-Trade kaufen, Multikulti predigen, aber wenn die "dreckigen Proletenbälger" sich ins gleiche Klassenzimmer setzen sollen wie der eigene feine Nachwuchs, dann lernen wir sie richtig kennen!!!
    Ich bin aber davon überzeugt, dass es gerade in der Arbeiterschicht, wo die Väter KFZ-Mechaniker, Elektriker, Maschinenschlosser etc. sind, mehr Kinder mit technischen Interessen (Ingenieursnachwuchs) als im Ärzte-Lehrer-Beamten-Bürgertum.

    Der neue und notwendige Sputnik-Schock bleibt heute aber aus. Wir befinden uns nicht mehr im kalten Krieg -auch wenn es die Medien im Zusammenhang mit China gerne herbeischreiben würden. Und die Veränderung in China hin zum High-Tech-Entwicklungsstandort geschieht stetig aber ohne "Paukenschlag".

    Die Chinesen haben zwar ein bemanntes Raumfahrprogramm, aber das ist für uns anscheinend nichts besonderes mehr. Vielleicht wachen wir auf, wenn der erste Taigonaut: "Ni hao vom Mars!" sendet?
  4. #13

    Zitat von spiegelleser987 Beitrag anzeigen
    Die meisten Arbeitsplätze werden durch kleine und mittelständische Firmen geschaffen. Wenn der Staat hier die Politik nicht ändert, dann kann die Wirtschaft hier irgendwann aufhören. Die einfachste Variante wäre es, die meisten Subventionen abzuschaffen und stattdessen für kleine und mittelständische Firmen, die neue Produkte entwickeln und herstellen wollen, die Steuern zu reduzieren. Sonst ist hier irgendwann Schluss.
    Aber kann es denn nicht irgendwie auch so sein das die großen Firmen einfach alles outsourcen. Das heißt wenn z.B. Daimler mehr Autos also Außenspiegel verbaut, die GANZE Produktionskette bis hin zum Bäcker, der die Angestellten in der Mittagspause von Zuliefererfirmen (Mittelständler) versorgt, mit bezahlt und für Stellen dort sorgt?

    Einseitig zu fahren ist immer Riskant, ob in die eine oder andere Richtung...
  5. #14

    Zitat von spiegelleser987 Beitrag anzeigen
    So kann es passieren, wenn man Sätze umstellt, kürzt, etwas ergänzt usw. Da geht, obwohl man es nochmals liest, ein Satz unter.
    Der Abschnitt sollte lauten:
    ....
    Ich habe mal nach Stundenplänen in verschiedenen Bildungseinrichtungen gegoogelt. Erschreckend fand ich Waldorfschulen. Physik und Chemie gibt es dort gleich garnicht. ...
    Hallo,

    das Problem liegt meistens nicht darin, dass es keine Naturwissenschaftlichen Angebote mehr gibt sondern dass es vielen Leuten nicht atraktiv genug ist. Meine Wenigkeit hat Glück. Studiere Molekulare Zellbiologie und habe freie Hand bei meiner Masterarbeit. Leider ist da schon das Glück am Ende. Eine Zukunft für Naturwissenschaftler ist in Deutschland nicht mehr sicher. Verdienst liegt weit unter den aus anderen Ländern. Selbst in der Türkei würde ich 8,5% mehr, im Vergleich zu Deutschland, verdienen bei 50% weniger Unterhaltskosten.

    Die Jugendlichen erkennen, dass hier selbst mit Service mehr zu verdienen ist. Ausserdem kommt noch die extrem anstrengende und unglaublich kostenintensive Ausbildung hinzu. Das verschreckt die Leute. Weniger junge Menschen wollen das aufsich nehmen, weil bereits 20% der Studenten nach Beendigung über Magengeschwüre klagen.

    Wieso ist das so? : Industriezweige, die natuerwissenschaftler benötigen werden immer kleiner gemacht auch auf Grund des derzeitigen Patentrechtes. Man hat einfach keine Chance mehr etwas Neues aufzubauen, weil die Lobby dies nicht zulassen wird. Selbst auf MENSCHLICHE enzymale Funktionen gibt es Patentanspruch!

    Es ist sehr traurig. Meine Eltern sind vor 20Jahren in dieses wundervolle (sogar das beste) Land gekommen damit ihre Kinder gut leben können. Jetzt nachdem sie alles hier geschafft haben, ist es für sie traurig zu sehen, dass Ihre Kinder womöglich sogar bis nach China gehen müssen um vernünftig leben zu können, wenn sie ihren Traum verfolgen wollen.

    Die Politik MUSS in Sachen Gründungsrecht und Patentrecht einges umkremmpeln. Was vor 30 Jahren eine revolutionär war, ist es heute nichtmehr. Auch die Politik sollte sich weiterentwickeln.
  6. #15

    Zitat von crejcka Beitrag anzeigen
    leider verlernt deutschland gerade seine stärken und lässt die bildung schleifen, bis wir in 10 jahren unsere jugend nach china schicken müssen, um ingenieurwesen und wissenschaft, die grundbausteine unseres landes wieder zu erlernen. so wie es viele chinesische studenten gerade bei uns tun...
    Den inneren Widerspruch sehen Sie aber schon, oder? Würden Sie die deutsche Industrie nach einer Liste mit Zahlen fragen, was sie denn gern an Absolventen hätte, wären diese Zahlen definitiv nicht mehr ausreichend, sobald sie erfüllt wurden. Ansonsten würden die entsprechenden Verbände auch einfach ihren Job nicht machen.

    Natürlich wird es in China mittelfristig mehr von allem geben als in Deutschland, denn dort gibt es mehr als zehn mal so viele Menschen. Und natürlich holen die solange sie halbwegs brauchbare Institutionen haben zum westlichen Lebensstandard auf, wie schon Japan vorher. So ziemlich alle derzeitigen Probleme haben wir uns in Deutschland allerdings eingebrockt, indem wir auf Leute gehört haben die uns deshalb Panik einreden wollten. Wer erst zufrieden ist, wenn wir überhaupt nichts mehr importieren, der wird halt nie zufrieden sein.
  7. #16

    Zitat von Illya_Kuryakin Beitrag anzeigen
    Die Chinesen haben zwar ein bemanntes Raumfahrprogramm, aber das ist für uns anscheinend nichts besonderes mehr. Vielleicht wachen wir auf, wenn der erste Taigonaut: "Ni hao vom Mars!" sendet?
    Nein, dann beglückwünschen wir ihn, freuen uns falls es ein paar deutsche Teile in dem Raumschiff gab, verkaufen ihm ein Auto für seinen Lebensabend, und freuen uns, dass dafür nicht unser Steuergeld verfeuert wurde. Das Land dieses Taigonauten hat nämlich nicht angekündigt, uns mit derselben Technologie ein offensichtlich dysfunktionales System aufzwingen zu wollen.
  8. #17

    Zitat von bgötz Beitrag anzeigen

    2. Du wirst es vielleicht überleben, da Du offensichtlich nur Konsument bist. Der Erzeuger der Inhalte ("die Musikindustrie" besteht aus einzelnen berufstätigen Menschen) überleben es wirtschaftlich nicht. Aber das ist Dir egal. Wie ignorant!!
    NEIN. Ich bin NICHT nur Konsument.
    Durch das andauernde Herumgejammere und Gekeife und Werfen mit Ausdruecken wie 'Raeuber' und 'Verbrecher' habt ihr Kommerzmusiker SAEMTLICHE Sympathien bei mir (und ja anscheinend auch bei einem grossen Teil der anderen Menschen) verspielt.
    Bald gibt es da kein Zurueck mehr.
    Deshalb kann ich mich mittlerweile nicht mehr zurueckhalten und rufe einfach heraus wie es in den Wald hineinruft.
    Ich habe sogar eine Zeitlang ein paar Euros fuer digitale Musik ausgegeben aber das ist spaetestens jetzt ENDGUELTIG vorbei.
    Und nein. Autos stehlen ist NICHT das Gleiche wie eine Simpsonsfolge "illegal" zu streamen.
    Egal wie oft dieser schwachsinnige Vergleich hier noch eingestellt wird.
  9. #18

    sicher ...

    Zitat von elektroni Beitrag anzeigen
    ...

    Einseitig zu fahren ist immer Riskant, ob in die eine oder andere Richtung...
    Sicher richtig. Ich lehne Subventionen auch nicht vollständig ab. Werden aber riesige Gewinne an Aktionäre ausgeschüttet ist offensichtlich genügend Geld da. Gewinne sind aber auch vorrangig etwas, um neue Technologien und Produkte zu entwickeln. Wenn man es den kleinen und mittelständischen Firmen wegnimmt, um es dann denen zu geben, die im Geld schwimmen, dann stimmt etwas nicht. Wenn Fördermittel abgelehnt werden, weil das Eigenkapital zu gering ist, die Banken aber Kredite ablehnen, weil es keine Fördermittel gibt, dann stimmt auch etwas nicht. Dabei handelte es sich um ein ein völlig neues und zudem (nicht nur) für Behinderte nützliches Produkt. Die damaligen Mitarbeiter vom Bundesforschungsministerieum waren von der technischen Lösung begeistert. Es verteilen ja auch Kommunen Geld. Der Anlauf ging auch daneben. Der Beamte meinte, er würde die Entwicklung Sony anbieten und die könnten das dann herstellen (lassen)....

    Und das ist der Unterschied zu China. Dort werden kleinere Firmen viel schneller und effektiver gefördert. Und somit steuigt dort die Innvoationsrate weit schneller als hier. Es geht nicht (nur) um den Bäcker oder die Kantine. Mittelstand ist mehr und Mittelstand ist auch innovativ. Gibt es keine Fördermittel, erhöht die Steuern und erzeugt noch zusätzliche Gebühren, dann läuft hier irgendwann nichts mehr.

    Ich könnte Ihnen noch eine Reihe weiterer Beispiele aufzählen, bei denen es keine Fördermittel für die Entwicklung gab....

    Eines habe ich noch. Drei kleinere Firmen hatten vor 12 Jahren eine gute Idee und wollten eine gemeinsame (neue) Firma gründen, ein innovatives Produkt entwickeln und auch hier herstellen. Die Forderung des staatlichen Fördermittelgebers lautete, das man um die Fördermittel zu bekommen, die drei Firmen innerhalb der nächsten 2...3 Monate schließen müsste ...

    Komisch. Das Land Brandenburg hatte sich vor ein paar Wochen gewundert, warum in China soviele neue Firmen und Arbeitsplätze entstehen.

    Und deshalb würde ich, so ich Politiker wäre, eher die kleinen und mittelständischen Firmen unterstützen. Die großen Konzerne (und die Aktionäre) haben genug Geld.

    Die Einseitigkeit zeigt hier in die falsche Richtung.
  10. #19

    ...

    Zitat von crejcka Beitrag anzeigen
    bgötz?
    es geht nicht darum, das urheberrecht abzuschaffen, sondern es zu reformieren. nicht alles soll kostenlos sein, da würden sich die piraten, die sich ja zu einem großen teil aus der IT-branche rekrutieren ins eigene fleisch schneiden? vielleicht sollten sie sich nicht an geBILDete meinungen über einen emporkömmling ergötzen, sondern selbstständige recherchen betreiben.
    Tja, alles was sie kritisiert, ist geBILDet, ergo zu blöd. Doch auch mit eigenen Recherchen auf den Piratenseiten bleibt es dabei: Sie wollen defacto das Urheberrecht abschaffen und zukünftig alles digitale (was ja gemäß den Piraten keinen Wert hat) für umme gnießen...Wenn Sie ihre infantile Arroganz dabei aber nicht ganz schnell ablegen, wird es Ihnen ebenso ergehen, wie Ihrer Mutterpartei in Schweden...








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