Problemfall Landarzt: Rechentricks gegen den Medizinermangel

DPAZu viele Ärzte in der Stadt, keiner in der Provinz. In Deutschland droht akuter Medizinermangel auf dem Land. Eine neue Richtlinie soll das ab 2013 bessern. Experten gehen die Pläne nicht weit genug: Sie basierten auf veralteten Zahlen und gingen an den Bedürfnissen von Patienten vorbei.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...-a-874195.html
  1. #20

    @hortuspalatinus

    nur kurz zu meiner Situation: Ich habe umsonst in D studiert und lebe und arbeite mit vierfachem Gehalt als Arzt in Frankreich. Solange Leute wie Sie die Stimmung gegen Ärzte kontinuierlich verpesten, empfinde ich Genugtuung dabei zuzuschauen wie Ihr persönlicher Neid dazu führen könnte dass Sie ganz erbärmlich ohne ärztliche Hilfe Ihre Rente mit schön viel Leiden (unter stetigem Schimpfen auf die "Porschefahrer") verbringen werden. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass Sie in einer städtischen Region leben, gut versorgt sind und die Situation in der Lausitz und Ähnlichem überhaupt nicht persönlich kennen
  2. #21

    Deutschland ade

    als junge Mediziner und Doppelbürger hatte ich glücklicherweise die Gelegenheitd as LAnd Deustchland zu verlassen. Niemals würde ich in diesem Beruf in Deutschland arbeiten: miserable Löhne, Hierarchische Strukturen die einem den LAltag versauern. Nicht nur bzgl. Steuer/Sozialsystem auch im GEsundheitswesen sollte sich Deustchland eine Scheibe vond en Schweizern abgucken.
  3. #22

    Habe ich schon erlebt

    Zitat von monsieurkai Beitrag anzeigen
    So, freie Wirtschaft und gleichzeitig Planwirtschaft (stadtpraxen schliessen) funktioniert halt zusammen nicht so gut. Also auch Sie bitte nicht einfach so in die Tastatur hauen. Und nun zu mir und freier Wirtschaft: ich habe schön umsonst in D studiert und lache mich gerade (mit vierfachem Gehalt) mit Blick auf den Eiffelturm über Leute wie Sie kaputt. Also mein Vorschlag: machen Sie ruhig so weiter mit Ihrer Neider-Einstellung und Sie werden noch den Tag erleben wo Ihnen der Arzt die Nase vor der Tür zuknallt. Dann ist der Aufschrei groß, denn es werden noch mehr weggehen. Ich gebe es ganz offen zu: einer der Gründe warum ich gegangen bin, ist das Geld. Ich habe seltsamerweise keine Gewissensbisse dabei. Achso und da meine Kinder auch noch mehrsprachig sind könnten sie evtl dann auch in D studieren um dann später da zu arbeiten wo es ihnen am besten geht. Wenn weiterhin so Schwätzer wie Sie und viele Vertreter der schreibenden Zunft die Umstände verpesten, muss man wenigstens kein schlechtes Gewissen haben, dann abzuhauen. Knalltüte
    Habe ich schon erlebt, weil ich mich nicht Untertanmässig verhalten habe. Nur eine kleine Randnotiz. Meine Röngenärztin hatte mal die Freundlichkeit an ihren schwarzes Brett zu hängen, dass sie Patienten mit Geruchsbelästigung abweisen wird. Was für eine blödsinnige arogante Notiz. Wer sich waschen kann, wird es tun, wenn er dazu in der Lage ist. Wer das Wasser als Feind sieht, denn wird diese Notiz nicht ändern. Also kann diese Ärztin mit dieser Beleidigung nur die Menschen treffen, die sich gerne waschen wollen aber es nicht können. Das wird die Ärztin zwar strikt zurückweisen, aber so ist die Wirkung.
  4. #23

    Zitat von wonder2009 Beitrag anzeigen
    Vielleicht doch einmal überlegen ,bevor man in die Tastatur greift . Was da geschildert wird ,ist ein Brutto Gehalt ,davon sind Mieten Gehälter Betriebs und Materialkosten abzuziehen ,bevor Sozialversicherungen und das Finanzamt zulangen . Pro Patient und Quartal gibt es eine Pauschale von 38€ ,davon sind auch sämtliche Materialkosten abzuziehen ,wie z. B. Einwegspritzen usw. Von Top Akademikergehalt ist da keine Rede.
    Im Gegenteil. Einfach mal einen Manager fragen ,ob er für das Gehalt diese Stunden arbeiten wollte.
    Solange wir uns also diese Budgetierung und diesen Verdienst der Landärzte als Gesellschaft leisten ,findet halt die Abstimmung mit den Füssen statt. Und die schafft derzeit die Fakten.
    Als Laie kann man nicht beurteilen, ob 38€ viel oder wenig sind. Ich muss zum Glück selten zum Arzt, und wenn, dann ist meine Erfahrung, dass man nach spätestens 5 Minuten wieder raus ist. "Material" wird da auch selten verbraucht. Wenn hypothetisch gesehen eine Stunde lang nur solche Patienten kommen, dann wäre das ein netter Stundenlohn von 456 €. Es ist mir klar, dass man so nicht rechnen kann. Trotzdem kenne ich mehrere niedergelassene Ärzte (auch Hausärzte), denen es finanzielle SEHR gut geht. So schlimm kann es also nicht sein.

    Der Vergleich eines niedergelassenen Arzts mit einem Manager hakt übrigens. Den Manager müssten Sie schon mit einem Chefarzt einer Klinik vergleichen.
  5. #24

    Zitat von pflegeblog.com Beitrag anzeigen
    Verdient hat er daran erstmal noch garnichts. Denn das Unternehmen Landarztpraxis hat noch Nebenkosten. Miete, Strom, Angestellte, Auto, Finanzamt, Sozialabgaben.
    Hier mal ein paar Zahlen (nicht ganz aktuell, aber besser als nichts): Deutsches Ärzteblatt: Arzt-Einkommen – ein bisschen Betriebswirtschaft kann Ulla Schmidt nicht schaden
    Und nun, obwohl nicht gerade taufrisch, ein paar Zahlen, um das zu belegen: Der Durchschnitt der Einnahmen aller Praxen lag 2003 bei 354 000 Euro, der Median bei 264 000 Euro. Die davon abzuziehende Kostenquote betrug 2003 exakt 53,6 % (Tendenz übrigens steigend). So kommt ein Reinertrag von durchschnittlich 164 000 Euro zustande, der Median liegt bei 119 000 Euro.
    Knapp 120.000 Euro Reinertrag als Median hört sich doch gar nicht schlecht an, finde ich!
  6. #25

    Zitat von wolf_xl Beitrag anzeigen
    ...mal ganz einfach für jeden zukünftigen Medizinstudenten, der sich dazu verpflichtet, nach erfolgreichem Studium als Allgemeinmediziner sich als Landarzt niederzulassen, den Numerus Clausus zu senken.
    Der Vorschlag ist schlecht- auch auf dem Land brauchen wir Spitzen-Mediziner. Besser wäre es, die BAFöG-Schulden zu erlassen.
  7. #26

    Zitat von monsieurkai Beitrag anzeigen
    nur kurz zu meiner Situation: Ich habe umsonst in D studiert und lebe und arbeite mit vierfachem Gehalt als Arzt in Frankreich. Solange Leute wie Sie die Stimmung gegen Ärzte kontinuierlich verpesten, empfinde ich Genugtuung dabei zuzuschauen wie Ihr persönlicher Neid dazu führen könnte dass Sie ganz erbärmlich ohne ärztliche Hilfe Ihre Rente mit schön viel Leiden (unter stetigem Schimpfen auf die "Porschefahrer") verbringen werden. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass Sie in einer städtischen Region leben, gut versorgt sind und die Situation in der Lausitz und Ähnlichem überhaupt nicht persönlich kennen
    Das ist kein Neid: Sie sind einfach nur ein Paradebeispieles eines Sozialschmarotzer. Sich von der Allgemeinheit das Studium finanzieren lassen, um dann irgendwo hin zu gehen, wo Sie ein Gehalt verdienen - entschuldigung - bekommen, das der eigenen, völlig abgehobenen Vorstellung eher entspricht.

    Gier ist nicht weniger schlimm, nur weil man die eigene Maßlosigkeit nicht mehr erkennt. Da hilft es auch nichts, ewig auf das tote Pferd namens ach so langes Studium und die ach so hohe Verantwortung" einzuprügeln. Da gibt es viele weitaus schlechter bezahlte Berufe, die nicht weniger Verantwortung abverlangen und eine ebenso lange Ausbildung aufweisen.
  8. #27

    Warum Google

    Zitat von hollens Beitrag anzeigen
    Früher, in Zeiten als das Wort "Respekt" noch eine Bedeutung hatte, taten das nur Menschen, die wirklich krank waren (Notfälle im eigentlichen Sinne). Heute tun das Menschen, die sich bloß absichern wollen, weil sie vom Hörensagen oder von Dr. Google verunsichert wurden.
    Und damit geht einem auch noch das letzte bißchen Privatsphäre und Ruhezeit verlorden. So ist das heute.
    Da es in unserer Gesellschaft gerade out ist, Samariter oder Märtyrer zu werden, finden sich eben wenige, die zu diesem Job bereit sind.
    Lösung ist nicht in Sicht, zu mächtig ist die Facharztlobby und zu furchtsam die Politik.Und die Gesellschaft ändern?? Wie sollte das gehen?
    Haben Sie schon mal überlegt, warum die Menschen zu Google gehen. Weil das Ansehen der Ärzte und das Vertrauen in die Ärzte seit Jahren in Sinkflug ist. Weil ihre Kunde es satt haben, einen Untersuchungstermin als Gnadenerweis in einen halben Jahr zu bekommen. Wenn einer das Ansehen der Ärzte zerstört hat, dann wares die Ärzte schon selber. Wer sich wie ein Gutsherr aufführt, der darf sich wundern, wenn die Untertanen aufmucken. Leider haben die Ärztefunktionäre (von der Ärzten selber gewählt) den Eindruck erweckt, dass nur noch abgezockt wird siehe aktueller Fall von Übergangsgelder für Ärztefunktionäre für die Kassenärtzliche Vereinigung in Berlin und den aktuellen Vergleichen. Liebe Ärzte auch ihre habt Altlasten aus der NS Zeit und habt nicht nur zugesehen. Es gab noch nie soviel Ärzte in Deutschland, nur sie sind falsch verteilt und dafür trägt die Kassenärztliche Vereinigung sehr wohl eine große Mitverantwortung. Ein Kuchen besteht eben nicht nur aus Sahnehäubschen, sondern zum großen Teil aus Kuchen.
  9. #28

    Spitzenmediziner??

    Zitat von Plasmabruzzler Beitrag anzeigen
    Der Vorschlag ist schlecht- auch auf dem Land brauchen wir Spitzen-Mediziner. Besser wäre es, die BAFöG-Schulden zu erlassen.
    ...die These, das nur ein Spitzenabitur auch einen Spitzenmediziner hervorbringt, halte ich für sehr gewagt...
  10. #29

    Klar, ....

    Zitat von g0r3 Beitrag anzeigen
    Das ist kein Neid: .......... Da gibt es viele weitaus schlechter bezahlte Berufe, die nicht weniger Verantwortung abverlangen und eine ebenso lange Ausbildung aufweisen.
    z.B. Linienpiloten ( 3 J. Ausbildung), Fluglotsen (3 J. Ausblidung) Bundestagsabgeordnete (keine Ausbildung erforderlich), Fussballprofis (Ausbildung eher schädlich), Reiche und dumme Erben von Renditeimmobilien (Kassenpatient mit Panamera vor der Tür).

    Nennen Sie mir bitte einen Beruf, der ein 6-jähriges Studium und eine 5-jährige Weiterbildungszeit (d.h. mindestens 11 Jahre Ausbildung voraussetzt, bevor man selbständig tätig werden kann)