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Probleme bei Daimler: Motordefekt verursacht Millionenschaden

Daimler300.000 Werkstattbesuche und über eine halbe Milliarde Euro Schaden: Defekte Motorenteile haben Kunden von Daimler entnervt, den Autobauer selbst sind sie teuer zu stehen gekommen. Laut einem Bericht der "FAZ" machen die Stuttgarter einen Zulieferer für das Debakel verantwortlich.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...853276,00.html
  1. #20

    Stimmt völlig ...

    Zitat von multilateral Beitrag anzeigen
    Das Problem, das dahinter steckt, greift meiner Erfahrung nach seit den Neunzigern um sich. Große Konzerne haben sich intern so feingranular in einzelne Abteilungsstückchen und Zuständigkeiten zerteilt, dass niemand mehr für "das große Ganze" zuständig ist, wie z.B. der Abschluss eines Projektes, sondern jeder nur noch bis zu seinem Tellerrand schaut. Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich berichten, dass in den neunziger Jahren in dem großen Elektronikkonzern, in dem ich gearbeitet habe, angefangen wurde Waren und Dienstleistungen zwischen Abteilungen zu handeln, die in derselben Werkshalle tätig waren. Ein Arbeiter aus Abteilung A, der mit einem Werkstück von Abteilung B etwas für Abteilung C hergestellt hat, war damit in demselben Verwaltungsverfahren gefangen, als hätte er das Werkstück von einer völlig anderen Firma X aus Köln z.B. gekauft, um es im Auftrag einer wiederum völlig anderen Firma Y aus Hamburg herzustellen. Die Abteilungsleiter hatten stets immer nur ihre Vorgaben im Kopf und haben diese im "gesunden Konkurrenzdenken zur Steigerung der Effektivität" umgesetzt - so zumindest war das wohl von irgendwelchen achso schlauen Geistern erdacht worden. Die Realität ist, dass jeder nur bis zu seinem Tellerrand - seinen Vorgaben - gedacht hat und nur darauf bedacht war, Probleme irgendwie an andere Abteilungen weiterzureichen anstatt das diese gemeinsam gelöst wurden. Das Projekt an sich wurde völlig egal, denn das hatte keiner mehr auf dem Schirm. Dazu passte es dann auch, dass Einkauf und Produktion völlig voneinander separiert wurden. Ein Beispiel: Bei uns wurden unter anderem Hochspannungsschalter gebaut. Die dazu notwendigen Keramikisolatoren wurden jahrelang (vielleicht sogar jahrzehntelang) von derselben deutschen Firma produziert und zugeliefert. Irgendwann kam dann jemand auf die Idee, dass man die Dinger auch in Indien herstellen und liefern lassen kann. Trotz des langen Lieferweges waren fünf von den indischen Isolatoren immernoch billiger als zwei aus deutsche Produktion. Der Haken? 50% der gelieferten Isolatoren waren Ausschuss. Da dachte sich der Einkauf: "Na, dann kriegen wir unterm Strich halt nicht 5 statt 2 sondern nur 2,5 statt 2 - immernoch ein Gewinn!". Was der Einkauf nicht sah, oder nicht sehen wollte, weil es auch überhaupt nicht sein Problem bzw. nicht innerhalb seines Tellerrandes war, waren die verlorenen Arbeitsstunden von deutschen Arbeitern (die nach deutschen Gehaltsstandards bezahlt werden!). Diese hatte nämlich die Abteilung der Produktion auf der Liste. Die Produktion hat diesen schwarzen Peter dann intern rumgereicht und irgendwann zum Teil dem Vertrieb auf's Auge gedrückt. O tempora, o mores.
    ... aber das darf man intern niemals kritisieren: der Überbringer der Nachricht = des Problems wird geköpft!
  2. #21

    Hatte früher ein Nissan. Mit 175000km verkauft. In dieser Laufzeit waren drei Teile

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    300.000 Werkstattbesuche und über eine halbe Milliarde Euro Schaden: Defekte Motorenteile haben Kunden von Daimler entnervt, den Autobauer selbst sind sie teuer zu stehen gekommen. Laut einem Bericht der "FAZ" machen die Stuttgarter einen Zulieferer für das Debakel verantwortlich.

    Mercedes-Autos hatten Motor mit defekten Injektoren - SPIEGEL ONLINE
    kaputt.

    1. Lichtmaschine
    2. Anlasser
    3. Luftmengenmesser.

    Auf allen drei Teilen stand "Bosch".

    Alle anderen Teile, wo "Hitachi" oder "Nissan" stand, liefen immer noch einwandfrei.

    Jetzt fahre ich eine C-Klasse und habe kein gutes Gefühl...
  3. #22

    Immerhin scheint sich Daimler des Problems bewusst zu sein und unternimmt etwas, sowohl bei ausgelieferten Fahrzeugen als auch in der Produktion.

    Bei VW und den Töchtern hieß es in vergleichbaren Fällen (Frostschäden, Steuerkettenprobleme etc.) trotz massiver Kritik von Zeitungen wie der Autobild immer: Das ist Stand der Technik. Bis man sich mal zu einer [b]Kulanz[/b[aktion (kein Rückruf, keine Garantie - "Kulanz"!) durchgerungen hatte, vergingen teilweise Jahre - und nur die hartnäckigsten Kunden haben profitiert.
  4. #23

    Zitat von huettenfreak Beitrag anzeigen
    Dass bei Bosch alles Sahne ist wage ich zu beweifeln, ein Vorredner hat das ja schon aufgegriffen. Und Delphi ist auch nicht gerade eine Klitsche. So etwas kann immer passieren, was für die Besitzer der Fahrzeuge natürlich am ärgerlichsten ist.
    Die Story ist ja schon alt wie der Wald. Diese Motoren kamen m.W. 2004 auf den Markt und die Injektoren hielten nur 15.000km.
    Ich erinnere mich an Filmchen, wo Türen 1Mio mal betätigt werden oder die Sitzbezüge strapaziert und 100.000km durch Eis und Wüste gefahren werden etc.
    Alles Quark, wenn ich sehe dass die Autos nach 100.000km faktisch Schrott sind. Jede (!) Airmatic-Komponente (Schläuche, Pumpe, 4xDämpfer) im Eimer, Turbolader, Getriebeautomat nur je 120.000km halten.

    Was wir brauchen ist ein offizielles Amt (Verbraucherschutz ?) welches über derart hochpreisige Produkte ofizielle Statistiken führt. Stattdessen muß man mit vagen ADAC-Veröffentlichungen leben.
  5. #24

    Zitat von earl grey Beitrag anzeigen
    Nein, die Injektoren waren so ziemlich das einzige Bauteil bei meiner damaligen E-Klasse von 2002, dass nicht kaputt war...
    2002 waren es nicht die Delphi-Injektoren, sondern elektromagnetische von Bosch. Auch diese verschleißen nach 120.000km, aber das ist eher normaler Verschleiß und dem damals außergewöhnlich hohem Druck geschuldet.
    Das Fehlerbild sind hier undichte Injektoren, es fließt zuviel Diesel zurück und die Leistung/Verbrauch sinkt.
    Die Delphi-Injektoren haben meines Wissens keinen Rücklauf?
  6. #25

    Und noch mehr Ungemach

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    300.000 Werkstattbesuche und über eine halbe Milliarde Euro Schaden: Defekte Motorenteile haben Kunden von Daimler entnervt, den Autobauer selbst sind sie teuer zu stehen gekommen. Laut einem Bericht der "FAZ" machen die Stuttgarter einen Zulieferer für das Debakel verantwortlich.

    Mercedes-Autos hatten Motor mit defekten Injektoren - SPIEGEL ONLINE
    wird durch den Citan (ein aufgehübschter Kangoo, nur teurer) auf Mercedes zukommen.
  7. #26

    "Das billigste Bauteil oder gar nichts"

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    300.000 Werkstattbesuche und über eine halbe Milliarde Euro Schaden: Defekte Motorenteile haben Kunden von Daimler entnervt, den Autobauer selbst sind sie teuer zu stehen gekommen. Laut einem Bericht der "FAZ" machen die Stuttgarter einen Zulieferer für das Debakel verantwortlich.

    Mercedes-Autos hatten Motor mit defekten Injektoren - SPIEGEL ONLINE


    "Das billigste Bauteil oder gar nichts"
  8. #27

    Zitat von alex300 Beitrag anzeigen
    kaputt.

    1. Lichtmaschine
    2. Anlasser
    3. Luftmengenmesser.

    Auf allen drei Teilen stand "Bosch".

    Alle anderen Teile, wo "Hitachi" oder "Nissan" stand, liefen immer noch einwandfrei.

    Jetzt fahre ich eine C-Klasse und habe kein gutes Gefühl...
    Den Luftmengenmesser hätten Sie vermutlich nur auseinanderbauen und reinigen müssen. Ich vermute, dass das ein Hitzdrahtanemometer war, das auch bei anderen Marken eingesetzt wurde. Mein Alfa hat auch so ein Teil und ich meine es ist auch von Bosch (müßte ich aber erst nachsehen). Und bei Lima und Anlasser sind in 175.000 km sicher irgendwann mal die Kohlen runter gewesen. Kann man auch ohne Kohlen bauen, ist dann aber teuerer.
  9. #28

    MB = Fehler In Allen Teilen oder wie war das noch?

    Wundert mich garnicht. Wenn ich auf der Autobahn sehe, wer da immer am Strassenrand steht, führt MB die Liste an. Fiat sehe ich da so gut wie nie.
    Komisch, wo sind denn all die Fiat Basher, die noch nie in einem gesessen haben, wenn es um echte Pannen bei anderen Marken geht?
    Fahre seit über 20 Jahren und mehr als ner halben Million km ohne Pannen und Ausfälle Fiat, die einzige Panne, die ich hatte, war in einem ziemlich neuen Firmen-Passat mit Ventilschaden...
    Wenn ich mir vorstelle, wie all diese Spiesserkarren von VW, Audi oder gar Opel zusammenbrechen würden, wenn sie sowenig Pflege bekämen wie ein durchschnittlicher FIAT, nämlich meistens gar keine. ;-)
  10. #29

    Ja

    Zitat von neuroheaven Beitrag anzeigen
    daimler, mercedes, benz, amg, usw. wer sieht da noch durch?

    gab es überhaupt mal was negatives über bosch zu berichten?
    Als Blaupunkt beschloss, keine Fernsehgeräte mehr herzustellen. Die waren sehr gut und hielten sehr lange ohne nennenswerte Fehler.








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