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Pro und Contra: Bessere Jobchancen mit anonymisiertem Lebenslauf?

Türkischer Nachname? Schon angejahrt? Das falsche Geschlecht? Lauter Gründe, die Einstellungshoffnungen zerstören können. Bewerbungen ohne Fotos und persönliche Details sollen helfen - ein Weg zu mehr Gerechtigkeit oder nutzlose Verschleierung? Zwei Experten anworten.

http://www.spiegel.de/unispiegel/job...686457,00.html
  1. #140

    Brain Drain

    Zitat von savoureur Beitrag anzeigen
    Des Weiteren ist es die Aufgabe von Unternehmen, Gewinnmaximum zu betreiben und dafür die bestmöglichen Ressourcen zu erlangen. Wenn diese nun Migrationshintergründe in ihre Entscheidungen miteinbeziehen, ist dies diskriminierend, aber wird sich auch irgendwann zu deren Nachteil auswirken.
    Passiert längst: http://www.spiegel.de/unispiegel/job...645054,00.html
  2. #141

    Vitamin B

    Zitat von wortgewalt87 Beitrag anzeigen
    Außerdem frage ich mich, ob das Europass-Feigenblatt im Alter der sozialen Netzwerke nicht total lächerlich ist.
    Wer kein Profil hat, wird aussortiert. Und von denen, die ein Profil haben ... tja, da weiß man dann alles, bis hin zur politischen Einstellung und den sexuellen Vorlieben.
    So kann man's auch sehen.

    Überhaupt - anonymisierte Bewerbungen haben neben dem Vorteil, dass die Bewerbungskosten überschaubar bleiben, auch einen riesigen Nachteil. Nämlich der, dass persönliche Beziehungen nicht mehr funktionieren, in einigen Fällen sicherlich nicht falsch, aber in den meisten Fällen eben auch nicht richtig.

    Wenn ich mich bei 'nem Unternehmen bewerbe, wo ein guter Freund / eine Freundin, ein Schwager oder meinetwegen irgendein(e) Cousin(e) arbeitet, habe ich bei einer anonymisierten Bewerbungen keine bessere Chance als irgendein Mann von der Straße. Persönliche Netzwerke funktionieren nicht mehr, man hat auch keinen Fürsprecher, der z.B. auf die Softskills oder eben auch auf besondere fachliche Fähigkeiten aufmerksam machen kann.

    Und leider, so muss ich schon sagen, ist Vitamin B oftmals die einzige Chance, an einen Wunscharbeitsplatz zu kommen. Alle anderen brauchen viel, viel Glück.
  3. #142

    Fürsprecher

    Zitat von Michael Giertz Beitrag anzeigen
    Wenn ich mich bei 'nem Unternehmen bewerbe, wo ein guter Freund / eine Freundin, ein Schwager oder meinetwegen irgendein(e) Cousin(e) arbeitet, habe ich bei einer anonymisierten Bewerbungen keine bessere Chance als irgendein Mann von der Straße. Persönliche Netzwerke funktionieren nicht mehr, man hat auch keinen Fürsprecher, der z.B. auf die Softskills oder eben auch auf besondere fachliche Fähigkeiten aufmerksam machen kann.
    In meiner Firma legen die Mitarbeiter für ihnen bekannte Berwerber schon vorab ein gutes Wort bei der Personalabteilung ein. Das wird schon noch funktionieren. Es läuft halt über andere Kanäle, der offizielle Arbeitsmarkt wird kleiner.
  4. #143

    Titel

    Zitat von hypnos Beitrag anzeigen
    Was soll das ständige Gesabbel über den deutschen Kündigungsschutz? Den gibt es nämlich (fast) gar nicht mehr. Innerhalb des ersten halben Jahres kann jeder fliegen - ganz ohne Grund. Die Stellen sind in der Regel nur noch befristet. Nach Ablauf der gesetzlichen Befristungsmöglichkeiten (also nach 24 Monaten) ist i.d.R. eh Schluss. Und wer nach 24 Monaten immer noch nicht festgestellt hat, dass er Vollidioten eingestellt hat, tut mir noch nicht mal leid.

    Risiko Kündigungsschutz?

    Kündigungsschutz gibt es nur für Beamte.

    Und Wahlbeamte haben ausgesorgt.
    Natürlich gibt es hier in Deutschland einen anderen Kündigungsschutz als in den USA. Die ganze Arbeits- und Beschäftigungskultur ist eine andere.

    Also brauchen wir auch Lösungen die in unsere Arbeitswelt passen und können nicht nur die Teile von anderen herauspicken, die uns gerade gut in den Kram passen.








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