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Pro & Contra: Brauchen Unis eine Frauenquote?

Uni-Fachbereiche sind meist Männerbünde, auf Lehrstühlen und Chefsesseln sind Frauen rar. Bringt eine Quote mehr Gerechtigkeit? Oder bremst sie die Forschung?*Zum Pro & Contra bat das Hochschulmagazin "duz" Gießens Uni-Präsidenten Joybrato Mukherjee und DFG-Generalsekretärin Dorothee Dzwonnek.

http://www.spiegel.de/unispiegel/job...731430,00.html
  1. #30

    Geld verhindert Gleichbehandlung

    Frauen- UND Männerquoten sowie Quoten für Ausländer gibt es doch schon längst in der Wissenschaft bzw. dem Hochschulbetrieb. Viele Stipendiengeber z.b. brüsten sich mit solchen Zahlen.
    Und auch in institutseigenen Fachgruppen heißt es doch oft schon halb scherzhaft "Der neue Master-Anwärter muss unbedingt ein Mann sein, der Chef fühlt sich schon einsam unter all den Frauen" (oder auch umgekehrt, je nachdem bei welchem Geschlecht der Studiengang beliebter ist) Sicherlich wird so etwas dann auch tatsächlich, auch in der freien Wirtschaft, praktiziert, ohne dass eine "explizite Quotenregelung" nötig wäre.

    Aber leider endet Chancengleichheit viel zu oft genau dort, wo Geld im Spiel ist. Welcher Chef einmal erlebt hat, dass eine wichtige Mitarbeiterin 3 Jahre zwecks Mutterschaft ausfällt, und wieviel Zeit und Geld ihn dies kostet, wird schnell seine Meinung ändern - zumindest solange es ums eigene Geld und Karriere geht. Man stelle sich nur mal einen Selbständigen vor, dessen Betrieb und eigenes Wohlergehen absolut von der Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter/innen abhängt - selbst wenn der Mensch grundsätzlich feministischen Ideen nicht abgeneigt oder gar selbst eine Frau ist, siegt oft die Gier bzw. Sorge um das eigene finanzielle Wohl.

    Die Höhe: eine Juniorprofessorin, die selbst Kinder hat (!), hat einmal angedeutet, sie würde keine Studentin (mehr) einstellen, die offen über ihren Kinderwunsch spricht. (Anmerkung: da Juniorprofessoren nur eine befristete Stelle haben, hängt ihr Fortkommen noch sehr stark von der Leistungsbereitschaft ihrer Mitarbeiter ab)
    Bei vielen anderen Arbeitgebern reicht es vermutlich schon, dass die Bewerberin eine Frau im gebärfähigen Alter ist (womöglich gar mit Ehering am Finger...), auch ohne offen geäußerten Kinderwunsch.

    Solange allein die Tatsache, Kinder bekommen zu können, ein beruflicher Nachteil ist, brauchen wir leider eine Frauenquote. Allerdings ist es hirnrissig, diese auf 50:50 festzusetzen. Vielmehr sollte sie im Bereich des Prozentwerts liegen, den die Frauen an der Gesamtanzahl der für diese Tätigkeit qualifizierten aufweisen; also z.b. angenommen es gibt 20% weibliche Ingenieure, dann sollte die Quote für diesen Beruf auch irgendwo im Bereich 15-20% einzustellender Frauen liegen. Man kann ja Männer oder Frauen nicht dafür "bestrafen", dass gewisse Berufe/Studiengänge nun mal bevorzugt vom einen oder anderen Geschlecht gewählt werden.

    Eine ähnlich geartete "Männerquote" wäre überlegenswert für Berufe, für die Männer aufgrund von Vorurteilen weniger gern eingestellt werden als Frauen (mir fällt jetzt allerdings kein Beispiel ein, wo dies tatsächlich so ist - von Au-Pair oder Babysitter mal abgesehen, aber das sind ja keine ernstzunehmenden Berufe).
  2. #31

    Streunende Begattungsköter

    Zitat: „Es muss im Interesse aller sein, darüber nachzudenken, wie diese Unterrepräsentanz möglichst umfassend und zügig überwunden werden kann...“

    Nein, muss es nicht – die Frauen wollen für sich selbst verantwortlich sein, dann sind es in einer freien Gesellschaft auch und müssen für ihre Repräsentanz auf ihrer Ansicht nach relevanten Ebenen selbst sorgen. Was sollen denn die modernen Männer sein, streunende Begattungsköter, schaumgebremste Frauenbeglücker mit Ladehemmung? – die gefügigen Hebammen einer neuen Frauengeburt, die nur im Kopf und nicht über die Plazenta ausgetragen wird? Mein lieben, meine liebenswerten Frauen: Bessere Verhältnisse, um euch selbst zu verwirklichen als jetzt und hier in Deutschland bekommt ihr höchstwahrscheinlich nie wieder – also nutzt sie selbst aus und lasst die Männer in Ruhe.
  3. #32

    ...

    Zitat von philos0ph Beitrag anzeigen
    Entschuldigung, aber wenn ich so einen Schmarrn lese, werde ich echt langsam wütend. Die deutschen sind so schon nicht mit die Weltmeister in Patentanmeldung und werden von Chinesen, die erst kürzlich einen Highend Zug gebaut haben extrem abgehängt. Meine Güte, wenn die Frauen in Deutschland weniger interesse an technischen Berufen haben, WARUM SOLLEN DIE MÄNNER DANN AUF PLÄTZE IN SOLCHEN STUDIENGÄNGEN VERZICHTEN?
    Wenn ich das Wort "Frauen-Quote" schon lese, dann habe ich schon garkeine Lust mehr den Artikel zu lesen. Echt ey, ich studiere einen technischen Beruf und die Frauen Anzahl sinkt von Semester zu Semester, aber ganz bestimmt nicht, weil sie von irgendwem rausgeekelt werden, sondern, weil sie einfach keine Lust mehr haben. Das ist ein komplett unsinniges System und so langsam reicht es mir hier in diesem Land !
    es geht ja offenbar nur darum, eine frau in eine solche position zu heben. von qualifikation war keine rede...
  4. #33

    ...

    Zitat von hdwinkel Beitrag anzeigen
    Wäre praktisch nicht durchführbar, weil es zu wenige männliche Bewerber gibt. Eine Quote ist sinnlos, wenn die betreffenden Leute sowieso händeringend gesucht werden.
    Es wäre schön, wenn diese Berufe wenigstens finanziell attraktiver gemacht werden würden, wenn schon das Image als nicht sehr männlich empfunden also abgelehnt wird.
    wenn es um frauenquote geht, fragt auch niemand danach, wieviele bewerber der beiden geschlechter da sind. beide sind mit 50:50 in der bevölkerung vertreten also müssen sie auch bei den o.g. berufen vertreten sein. punkt.
  5. #34

    ...

    Zitat von smokey44 Beitrag anzeigen
    Man sieht es nicht, aber ich rolle gerade mit den Augen...
    Was will der Spiegel eigentlich bezwecken, indem er jede Woche ein neues "Frauen sollten..." Thema herausbringt?
    ...
    Der Gehaltsunterschied bei einigen Berufen spricht da auch Bände...
    Oder wieso gibt es mehr Physiker als Erzieher?
    dann müßten wir aber den hardcore-kommunismus und gleich auch die planwirtschaft einführen. dann bekommen alle akademiker das gleiche gehalt und alle gesellen usw.

    wollen wir das ???
  6. #35

    Zitat von acitapple Beitrag anzeigen
    dann müßten wir aber den hardcore-kommunismus und gleich auch die planwirtschaft einführen. dann bekommen alle akademiker das gleiche gehalt und alle gesellen usw.

    wollen wir das ???
    Von gleich war keine Rede!

    Aber wenn man von dem einen Gehalt locker eine Familie ernähren kann und von dem anderen nicht, dann ist ziemlich klar für was sich der geneigte Mann, der ja immer noch als Ernährer gilt (obwohl viele Frauen ihm diese Bürde auch gern abnehmen würden) am Ende entscheidet...
  7. #36

    Wie kriegt man Frauen an die Schalthebel der Unis?

    Ich habe als Frau ein technisches Studium hinter mir, aber statt technischer Informatik bin ich bald auf Wirtschaftsinformatik umgestiegen. Wieso?

    1. In der technischen Informatik hätte ich Tag und Nacht arbeiten müssen, um mit meinen männlichen Mitstudenten mitzuhalten, die keinerlei familiäre Verpflichtungen hatten. Die waren alle single und haben in WGs in Laufdistanz zum Institut gewohnt, währenddessen ich abends heim zu meiner Familie musste und nebenher noch einen Haushalt geschmissen habe.

    2. Meine Kollegen waren in einer Studentenverbindung, die jedoch keine Frauen aufnimmt. Also war ich da schon mal ganz ausgeschlossen vom informellen Austausch.

    Mir war bald klar, dass es so nichts wird, also habe ich Winf gemacht, was besser mit meinem Privatleben vereinbar war. Aber eine Frauenquote hätte nichts an dieser Situation geändert.

    Ich habe dann noch eine Weiterbildung an einer Hochschule in Indien gemacht und festgestellt, dass dort Frauen im akademischen Bereich viel weniger diskriminiert werden als in Deutschland. Da zählt die reine Leistung und alle konkurrieren miteinander. Man muss aber auch den Biss haben, sich mit anderen Leuten messen zu wollen. Vielen deutschen Frauen fehlt diese Eigenschaft leider.

    Ich arbeite heute in der Forschung an einer Fachhochschule in der Schweiz. Wieso? Weil ich 70% in einer gut bezahlten Dauerstelle arbeiten kann und Familie und Job sehr gut vereinbaren kann. Klar ist es keine Top Forschungsstelle, dafür müsste ich mein Familienleben opfern und das will ich nicht. Aber wenn mein Kind flügge ist, war ich wenigstens nicht im Hausfrauenparking und habe Spinnweben angesetzt.

    Ich habe einen ebenfalls beruflich erfolgreichen Mann, der zuhause notfalls den Betrieb schmeissen und die Kinder versorgen kann, wenn ich für eine Woche ins Ausland muss. Und ich habe eine super Kinderkrippe, die auf meinem Arbeitsweg liegt, wo mein Kind seinen Spass hat und ich es zum Mittagessen besuchen und um sechs wieder heim nehmen kann.

    Wie kriegt man Frauen an die Schalthebel der Unis?

    1. Es fängt schon in der Grundschule an: Begeistert Mädels für Mathe und für den Wettbewerb. In Ostländern und Asien sind Mädels oft viel besser in Mathe als Jungs, also lasst Euch nicht durch kulturelle Vorurteile was Mathe und Mädchen angeht blenden. Die Mädels müssen Biss für den Wettbewerb entwickeln, und nicht nur auf den gutverdienenden Prinzen warten.

    2. Entlastet erfolgreiche Frauen. Wieso sind Chinesinnen, Engländerinnen, Französinnen und Inderinnen so erfolgreich in Business und Wissenschaft? Sie müssen sich nicht rund um die Uhr um ihre Kinder kümmern und das ist ganz normal so. Verabschiedet Euch von dem dämlichen Mutterkreuz-Gedanken aus dem dritten Reich. Auch im 19. Jh zur Gründerzeit haben sich erfolgreiche Frauen nicht selbst um ihre Kinder gekümmert. Es gab Ammen, Hausmädchen, Kindermädchen, Hauslehrer usw. Das war seit tausenden von Jahren so, ausser in den letzten 100 Jahren.
  8. #37

    warum studieren frauen keine technische fächer??? aus eigener erfahrung kann ich sagen ganz einfach die sind schlau, warum sollten sie sich die schwersten fächer und studienrichtungen aussuchen wenn sie statt dessen sachen wie medien und kommunikationswissenschaften studieren können, ein laber fach in dem man sich verwirklichen kann und künstlerisch angehaucht ist es auch, lass die männer sich nur abplagen dene gehört es sich nicht besser
  9. #38

    Nieder mit dem Tugendterror des Gendermainstreaming

    Es geht weder um Frauenförderung, noch um Gleichstellung von Frauen, noch um angemessene Repräsentanz der Unis durch Frauen. Es geht allein um LEISTUNG. In diesem Fall wissenschaftliche Leistung und diese setzt sich auch durch, wenn sie von Frauen erbracht wird. Wir wollen Ergebnisse für unser Steuergeld und nicht Bürokratie und Rückwärtsgewandtheit. Gendermainstreaming und Frauenbewegung waren verzogene Hypes des letzten Jahrhunderts, sie waren induziert durch übergroßen Wohlstand und waren deshalb Luxusverhalten. Die Zeiten ändern sich, die Gesellschaft fällt auseinander und die Wohlstandszeiten haben wir gründlich hinter uns. Luxus wie Frauenförderung können wir uns nicht mehr leisten, wir brauchen INTELLIGENTE Frauen, die Kinder bekommen und diese verantwortungsvoll erziehen. Sonst fahren wir vor die Wand der Vergreisung bei gleichzeitiger Entsolidarisierung und erblicher und importierter Verblödung. Die Demographie bildet die Gesetzte der Statistik und der Bevölkerungsdynamik ab. Kümmert euch um die Biologie und die Demographie, um die Familie und die Bildung der Nachkommen, dann habt ihr genug zu tun. Frauenquoten sind Quatsch und schaden dem Ansehen der per Quote eingesetzten Frauen genauso wie den Institutionen in denen sie durchgesetzt werden. - Die Konsequenz ist lauwarme Mittelmäßigkeit und Leistungsfeindlichkeit. - Für den anachronistischen Unsinn sind immer die Typen, die dadurch eine verbesserte Perspektive zum Machterhalt bekommen.
  10. #39

    Wtf?!?!?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Dies gilt umso mehr, als an vielen Hochschulen (wie etwa an der Justus-Liebig-Universität Gießen) an vielen Hochschulen (wie etwa an der Justus-Liebig-Universität Gießen) deutlich mehr junge Frauen als Männer ein Studium aufnehmen und junge Wissenschaftlerinnen zum Teil deutlich bessere Qualifikationen mitbringen als männliche Mitbewerber.
    Wozu dann eine Frauenquote, wenn sich das Problem demographisch von alleine lösen wird?

    Zudem: In der Wissenschaft Karriere zu machen, ist ausgesprochen schwierig. Man (frau ...) hangelt sich von einem befristeten Arbeitsvertrag zum nächsten - haben Frauen weniger Durchhaltevermögen als Männer? Könnte das einer Gründe sein, warum es so wenige Professorinnen gibt?
    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Eine angemessene Repräsentanz von Frauen auf allen Qualifikationsstufen und Leitungsebenen ist von zentraler Bedeutung, um die Präsenz von Themen und Problemen, die insbesondere Frauen betreffen, sicherzustellen
    Wie wäre es eigentlich mit einer Frauenquote bei der Müllabfuhr? Oder im Schlachthaus? Ist das schon mal gefordert worden? Oder ist das zu igitt-igitt für Gleichberechtigung?


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