Pro & Contra: Brauchen Unis eine Frauenquote?

Uni-Fachbereiche sind meist Männerbünde, auf Lehrstühlen und Chefsesseln sind Frauen rar. Bringt eine Quote mehr Gerechtigkeit? Oder bremst sie die Forschung?*Zum Pro & Contra bat das Hochschulmagazin "duz" Gießens Uni-Präsidenten Joybrato Mukherjee und DFG-Generalsekretärin Dorothee Dzwonnek.

http://www.spiegel.de/unispiegel/job...731430,00.html
  1. #160

    Gegen diese These spricht:

    Zitat von warholandy Beitrag anzeigen
    Unsere über Millionen Jahre entwickelten Gene und Instinkte sind ja nicht außer Kraft gesetzt durch das bisschen Zivilisation.
    Wenn es übermächtige Gene und Instinkte der Frauen wären, dann hätte sich die Emanzipation der Frau allerdings gar nicht erst als Mem ausbreiten können. ;-)

    Mir erschienen die Eva H.-Thesen schon immer etwas zu simplifiziert. Das gebrachte Zitat ist ein schönes Beispiel:

    Das volkstümliche Original lautet nämlich

    "hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau"

    und bezieht sich auf die Befähigung der (entsprechenden) Frau, in dem Machtsystem Mann-Frau ihre Interessen dem Mann aufzuprägen, ihn quasi zum Erfolg zu treiben.

    Diesselbe Kategorie wie das mit "Bei denen hat die Frau die Hosen an" oder das oft rezipierte Mit dem Nudelholz hinter der Tür stehen wenn der Mann kommt etc...

    Ebenfalls ist es kulturhistorisch falsch so etwas im Singular zu schreiben. Vielmehr müsste es "Die Männer die gemeinsam..." und "die Frauen, die gemeinsam..." lauten.

    Womit das Machtverhältnis Mann-Frau eben gleichzeitig korrekterweise aus der isolierten Betrachtung herausgenommen und in den Kontext "Gruppendynamik in Sippen und Clanstrukturen" gebracht wird.
  2. #161

    hmm

    Zitat von Der Hofnarr Beitrag anzeigen
    Wenn es übermächtige Gene und Instinkte der Frauen wären, dann hätte sich die Emanzipation der Frau allerdings gar nicht erst als Mem ausbreiten können. ;-)
    Würde ich so nicht einmal sagen.
    Die übermachtigen Gene sind ja zb. auch machtlos, wenn man dem Individuum nichts zu essen gibt.

    Es verhungert dann eben, trotz aller Spitzengene.
    Es braucht eben nur ein wenig Skrupellosigkeit oder verblendete Ideologie und schwupps sind die Gene entmachtet.
    Wenn ein Individuum die freie Auswahl hat, wird es bevorzugt entlang seiner unbewussten Triebstrukturen handeln.
    Aber, und das ist die Frage, die ich aufgeworfen habe:

    Wie bewerten wir dieses biologische Erbe, welche Haltung nehmen wir hierzu ein.

    Versuchen wir unsere Zivilisation entlang dieser Anlagen zu entwickeln und, wo nötig, zu modifizieren.

    Oder ignorieren wir, sei es aus Unkenntnis oder aus ideologischen Erwägungen heraus, unsere angeborenen Ratgeber.

    Und wenn ja, weshalb eigentlich?
  3. #162

    Wer lesen kann ist immer im Vorteil

    Zitat von hdwinkel Beitrag anzeigen
    Selbst wenn es diese Verteilung des IQ gäbe (den Nachweis bleiben Sie grade schuldig, andere sehen das weniger:
    http://www.welt.de/wissenschaft/arti...hbegabten.html ), warum dann nicht eine Quote von 2/3 zu 1/3? Wer sagt denn daß es eine 50-50 Quote geben müsste?
    Und ja, in welchem Bereich der verschobenen Glockenkurve glauben Sie denn sich zu befinden?

    Das ist dann ja wohl Ihr persönliches Wunschdenken. Ich rate mal, bezüglich Karriere verwechseln Sie hier Rücksichtslosigkeit mit Kompetenz.
    Einen Nachweis brauche ich Ihnen auch nicht mehr zu liefern: neben dem Fakt, dass dies allg. bekannt ist, wird es just in dem Artikel erwähnt, welchen Sie als Gegenbeweis verlinkt haben. Da frage ich mich nun: haben Sie den Artikle nicht gelesen, oder nicht verstanden?

    Ich zitiere:

    "IQ-Tests bringen jedoch an den Tag, dass es tatsächlich messbare Unterschiede in der Intelligenz von Männern und Frauen gibt. Zwar wurden in der Vergangenheit die meisten Intelligenztests so normiert, dass geschlechtsspezifische Unterschiede beim Mittelwert des IQ gar nicht entstehen konnten. Doch verzichtet man auf diese Political Correctness, wie etwa der dänische Psychologe Helmuth Nyborg von der Universität Aarhus, dann ergibt sich, dass der Mittelwert der Gauß-Glockenkurve, mit der die Verteilung des allgemeinen IQ beschrieben wird, bei Männern einige wenige Punkte nach rechts verschoben ist. Dafür ist die Varianz des IQ bei Männern größer. Konkret heißt dies: es gibt mehr extrem hochbegabte Männer als Frauen, aber dafür auch mehr Schwachsinnige männlichen Geschlechts. Doch hier sprechen wir wohlgemerkt nur von wenigen Prozent der Bevölkerung. Aufs Ganze betrachtet, so betont der Persönlichkeitsforscher Professor Dirk Hagemann von der Universität Heidelberg, gebe es keine substanziellen Geschlechtsunterschiede bei der allgemeinen Intelligenz, die für den beruflichen Erfolg eine wichtige Größe sei."

    Bei extrem Hochgebabten (130 und höher) reden wir gerade mal von 2% der Bevölkerung, aber bei Professoren - um sich überhaupt für die Habitilation zu qualifizieren, muss man zuvor promoviert worden sein, und das allein werden nur 2% der Bevölkerung. Und von diesen 2% wird nochmal einen harte Auswahl getroffen - wenn es alleine um die Leistungen und Fähigkeiten geht - oder Spitzenposten in der Wirtschaft geht es allein um diese 2%.
    Zugegeben: in der Wirtschaft werden auch viele Posten durch den sozialen Habitus erlangt.
    Aber das trifft dan auf beideerlei Geschlecht zu. Frau Klatten zb. hat ja auch nur geerbt, nicht geleistet (=> Transformation weg von der Leistungselite hin zur Erben- und Quotenelite.
  4. #163

    Aus eigener Kraft

    Ich möchte meine Ziele aus eigener Kraft erreichen! Egal ob im Beruf oder im Privatleben. Eine Frauenquote nimmt mir irgendwie die Würde...
  5. #164

    Quoten sind nicht immer schlecht.

    Irgendwie muss die Uni-Männerwelt doch erstmal aufbrechen, damit wir Frauen uns überhaupt erstmal beweisen können. Ich bin für die Quote, muss ja nicht für immer gelten.