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Privatuni*in Kopenhagen: Willkommen im Club der Sorglosen

Geldnot, Zeitdruck, Zukunftsangst? Gibt's nicht an der Copenhagen Business School - hier bekommen die Studenten*ein Gehalt,*ihre Dozenten sprechen sie mit dem Vornamen an, es fällt selten jemand durch. Trotzdem ist die Hochschule in den Rankings ganz vorne. Oder gerade deswegen?

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...773857,00.html
  1. #1

    Das würde auch in Deutschland funktionieren, wenn

    Das würde auch hier funktionieren, aber hier wird ja nur wegen Fachkräftemangel gejammert und kein Student gefördert. Das was man säät erntet man auch nur , aufwachen Deutschland !!! Guten Morgen!!!
  2. #2

    .

    Ich weiss nicht in welcher Realität der Autor lebt, aber von dieser Welt ist sie nicht. Vielleicht beschreibt er ein Paralleluniversum.

    Die CBS ist 1. keine Privatuni, sondern seit über 50 Jahren eine staatliche Uni. 2. Die Studenten bekommen kein Gehalt, sondern SU, was ca. 500 Euro im Monat beträgt, wovon man in Kopenhagen nur leider nicht in Ansätzen leben kann, weshalb sich die wenigsten Designermäntel kaufen, sondern eher arbeiten gehen müssen, denn auch bei einem Stundenlohn von 20 € (wo gibt es den Job?) arbeiten die meisten Studenten zwischen 15-20 h/Woche und/oder sie nehmen einen staatlichen Ausbildungskredit auf, den sie inkl. Zins auf Heller und Pfennig zurückzahlen müssen und so starten hier viele Akademiker mit hohen Schulden in den ersten Job. 3. Wenn sie denn einen bekommen, denn die Jugendarbeitslosigkeit ist zur Zeit eine der höchsten in Europa und unbezahlte Praktika sind auch für dänische Absolventen kein Fremdwort mehr. Das gilt leider auch für die Absolventen der CBS.
    4. in Dänemark spricht man sich fast schon grundsätzlich mit dem Vornamen an, auch im Job. 5. Hat die CBS schon alleine in Kopenhagen den Ruf eher eine zweitklassige Uni zu sein. Im Gegensatz zur Universität Kopenhagen oder Aarhus taucht die CBS in internationalen Rankings noch nicht mal auf, daran ändert auch die Qualität der Lehre nichts, denn an allen dänischen Unis durchlaufen Dozenten eine pädagogische Grundausbildung. 6. Mag sein, dass sich Studenten an der CBS mit mittelmäßigen Noten zufrieden geben und ihr Können verstecken, an der Uni Kopenhagen ist mir das nicht aufgefallen, aber das fällt vlt. auch unter Punkt 5. und dass hiesige Arbeitgeber sich nicht für Abschlussnoten interessieren ist dann wohl der letzte Auswuchs einer offensichtlich recht regen Phantasie des Autors.
  3. #3

    ....

    Zitat von zoramail Beitrag anzeigen
    Ich weiss nicht in welcher Realität der Autor lebt, aber von dieser Welt ist sie nicht. Vielleicht beschreibt er ein Paralleluniversum.

    Die CBS ist 1. keine Privatuni, sondern seit über 50 Jahren eine staatliche Uni. 2. Die Studenten bekommen kein Gehalt,.....
    Ist vermutlich in der Modebranche eh anders. Würde man sich sorgen um seine Zukunft machen, würde man sowas nicht studieren. Da fängt der Beruf Tochter erst ab 3000 Euro von Mama an, bei nur 1000 ist man ein Arbeitstier.
  4. #4

    Die Idylle täuscht

    Die international in Konkurrenz stehenden Unternehmen in Dänemark sind sicherlich auch höchst zufrieden, wenn sie nur mittelmäßiges Personal rekrutieren! Das macht so richtig fit für den Weltmarkt! Oder???

    Man, man, man - da scheint doch jemand höchst naiv zu sein. Der Designermantel ist sein Geld nicht wert, wenn man das Besondere nicht erkennen kann. Der Doktortitel wird schon an entsprechender Stelle hervorgeholt. Das "Du" in Skandinavien oder im englischen Sprachgebrauch ist schon von vielen mißverstanden worden. ....

    Hauptsache der Naivling merkt es nicht, denn dann kann man ihn locker hinter sich lassen.
  5. #5

    .

    Das mit dem Arbeitslosengeld ist auch eine etwas ältere Information.

    Und was die Notengebung angeht: Die meisten Studenten sind Durchschnitt. Leider folgt an vielen Hochschulen die Notengebung nicht einer Normalverteilung, stattdessen gibt es eine deutliche Stufe bei den Punkten an der Grenze von "nicht bestanden" zu "bestanden" sowie einen deutlichen Berg an guten Noten. Ist natürlich ein kleines Dilemma: Ist man ehrlich in der Notengebung, was bei Betrachtung reiner Noten durch den Arbeitgeber ein Nachteil für die Absolventen sein kann, oder ist man "nett" zu den Studenten und hat keine Möglichkeit mehr, wirklich gute Studenten durch die Note von den anderen abzusetzen. Welches Modell man wählt, hängt in Dänemark wie auch in Deutschland von Hochschule und Studiengang ab. Als Lehramtsstudent ist man mit einem "gut" schon unter den schlechten Student, als Student der Rechtswissenschaft ist das ein Prädikatsexamen - und keines vom unteren Rand.
  6. #6

    Copenhagen Business Sc

    Der Artikel erinnert mich an dieses Video über Copenhagen Business School. Die Deutsche Schüler kenne ich nicht persönlich...
    http://www.youtube.com/watch?v=WRDqfz1y5kE

    Ich denke, der Artikel ist ein bisschen ungenau in mancher Hinsicht, aber ich habe nur gute Dinge über CBS gehört.
  7. #7

    re

    Der Teil ueber die Notengebung klingt eher nach den Niederlanden: keiner sollte rausragen und durchschnittlich ist schon gut genug. Ansonsten habe ich viele daenische Kollegen die alle Bestnoten haben und nicht auf die Idee kaemen nur Durchschnittlich sein zu wollen.
  8. #8

    Nee, das stimmt wohl...

    Zitat von Europas Beitrag anzeigen
    Das mit dem Arbeitslosengeld ist auch eine etwas ältere Information.
    Hier die Übersicht über die Max-Sätze einer Arbeitslosenversicherung. Die Sätze sind bei allen Kassen identisch.

    Aktuelle satser pr. 3.1.2011 in Dänischen Kronen und VOR Steuern(1 Euro = 7,5 Kronen):

    Vollzeitversicherte pro Tag 766 - KW 3.830 - Monat 16.597 -Jahr 199.160
    Teilzeitversicherte: pr. dag 511 - uge 2.555 - måned 11.072 - år 132.860

    Neu Ausgebildete, Vollzeit: pr. dag 628- uge 3.140 - måned 13.607 - år 163.280

    also Brutto 1.815 Euro/Monat = ca. 1.360 Euro netto/M. = ca. 10.000 DKK netto und das kommt hin!

    Wer noch als Student eine gratis Mitgliedschaft beantragt, ist vor Quarantäne-Wochen geschützt. Es stimmt, dass die Leute so recht gut gesichert sind in DK (auch wenn die Bedingungen laufend verschärft werden, alle durch ein sinnloses System gehetzt werden, die AL-Zahlen sehr hoch sind auch und grade unter frisch Ausgebildeten).

    Dass - wie an anderer Stelle beschrieben - die Kosten in DK extrem hoch sind (140 % des europäischen 'Einkaufskorbes' und nur noch von der Schweiz und Norwegen übertroffen - Deutschland liegt hier bei 100%) stimmt allerdings auch.

    Dennoch: im Grossen und Ganzen bin ich glücklich mit und über dieses Sicherungssystem, das muss ich zugeben!
  9. #9

    Qualität des Journalismus?

    Tja wie insbesodnere Zoramail, aber auch einige andere Kommentatoren hier klar vor Auge geführt haben, scheinen die Studenten der CBS nicht viel besser dran zu sein, als diejenigen Absolventen, diejenigen welche bei Spiegel Online schreiben. Auf jeden Fall haben letztere eine anständige Recherche offenbar nicht in ihrem Studium erlernt.
    SPON setzen, sechs!








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