Privatpatienten: Schneller dran, aber nicht besser
CorbisZweiklassen-Medizin in Deutschland - Fakt oder Mythos? Hamburger Gesundheitsökonomen haben untersucht, wie lange Patienten auf Termine in Arztpraxen warten müssen. Die Erkenntnis: Der Versichertenstatus hat Einfluss auf den Arztzugang, besser behandelt werden die Privaten aber nicht.
... viele Privatversicherte jammern aber auch darüber, dass sie länger im Krankenhaus sind, weil jeden Tag nur max. 1 Untersuchung gemacht wird. Die gesetzlichen werden den ganzen Tag durchgecheckt, weil man eben weiß, dass jeder Tag im KH viel Geld kostet.
Da dann doch lieber gesetzlich versichert... ;-)
Auch von einem Chefarzt muss ich nicht unbedingt operiert werden. Das sind nämlich oft die, die mehr Zeit am Schreibtisch als am OP verbringen. Die Assistenz- und Stationsärzte sind nämlich die, die wirklich die Routine haben, da sie täglich im OP stehen. ;-)
Und die ach so tollen IGEL-Leistungen wurden gerade eben erst (auch hier im Spiegel) als größtenteils schwachsinnig eingestuft, die man sich getrost sparen kann. Es hat auch Vorteile, wenn die Krankenkasse nur nachweislich hilfreiche Verfahren bezahlt.
Ziemlicher Blödsinn. Der Privatpatient geht direkt zum Facharzt. Das kann der GKV – Kunde auch, wenn er die Praxisgebühr erlegt (noch).
Im Regelfall wartet er nicht kürzer im Wartezimmer. Häufig hat er allerdings den Vorteil, ein wenig anerkannter zu sein, und ihm sind Widerworte erlaubt. Das hängt allerdings mit Bildung und Kenntnissen zusammen und nicht mit der Kassenzugehörigkeit.
Einen Vorteil hatte der Private früher. Er mußte nur einmal antanzen und bekam seine stinkteure Medizin, die keine GKV bezahlen würde, während der Kassenpatient dreimal gebeten wurde, damit alles seine Richtigkeit hatte. Aber dann bekam er das Zeug auch. Das wurde geändert über die Fallpauschalen.
Neuerdings hat der Private aber auch entscheidende Nachteile. Es wird jede noch so absurde Untersuchung vorgenommen, vor allem in Krankenhäusern, weil die Kasse sich einen Dreck dafür interessiert. Man kann den Privatpatienten also ausnehmen ohne jedes Regulativ. Dafür gibt es eine Lösung, nämlich mitdenken, drei Ärzte konsultieren (möglichst auf dem Land), und eine hohe Selbstbeteiligung. Und Behandlungen ablehnen.
Chefarztzuschlag ist Quatsch. Einmal hatte es allerdings Sinn, nachdem ich wegen einer Minimaloperation eine Woche im Krankenhaus festgehalten wurde. Ich habe ihn schlicht als Straßenräuber beschimpft und gut war es. Dies verarmten Raubritter kotzen Einen wirklich an.