CorbisZweiklassen-Medizin in Deutschland - Fakt oder Mythos? Hamburger Gesundheitsökonomen haben untersucht, wie lange Patienten auf Termine in Arztpraxen warten müssen. Die Erkenntnis: Der Versichertenstatus hat Einfluss auf den Arztzugang, besser behandelt werden die Privaten aber nicht.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...815504,00.html
Was hätte der Chefarzt denn machen sollen ? Einen Herzinfarkt muß jeder Assistenzarzt diagnostizieren können, der Oberarzt wird in der Regel die Herzkatheteruntersuchung durchführen, sofern sie notwendig ist. Kein Chefarzt kommt bei jedem Herzinfarkt angerannt - das wäre unsinnig.
Im Artikel fällt das Wort Bertelsmann ;)
Bertelsmann Stiftung | Gesundheitsmonitor
>>Wer über ein Haushaltseinkommen von mehr als 2000 Euro im Monat verfügt, bekommt in Hausarztpraxen im Durchschnitt einen Tag früher einen Termin als ein Patient mit einem Haushaltseinkommen von unter 500 Euro. <<
Wäre mir neu, wenn die Termine in Hausarztpraxen nach dem Einkommen vergeben würden. Oder frägt die Helferin erst mal nach dem Einkommen? Evtl. erinnert sie an die Versichertenkarte :)
Die Überschrift erweckt den Eindruck, es gäbe ein Studienergebnis zur Qualität der Behandlung - dass Privatpatienten nicht besser behandelt werden als Kassenpatienten. Privatpatienten kommen eben nur schneller dran.
Die Überschrift erweckt aber einen falschen Eindruck. Im Artikel (und in der Befragungsstudie, über die berichtet wird) geht es allein um Wartezeit.
Was schließe ich daraus: die Autorin hatte wohl ein Interesse, den diesen falschen Eindruck zu vermitteln. Ist wohl privat versichert ... Im Ernst: Bleiben Sie doch einfach bei den Fakten. Und nicht mogeln mit der Überschrift
Natürlich kommt der Chefarzt angerannt,er will ja was abrechnen können.
Bei unseren beiden Geburten war das so, meine Frau privat versichert, wenn alles rum ist kommt der Chefarzt macht bisschen Voodoo und stellt ne Rechnung.
Mich wundert ist nicht, dass den PKVen die Kosten davon laufen, ich hab das eh noch nie verstanden, Minibeiträge bei Maxi-abrechnungsbeträge der Ärzte. Das kann nicht gehen.
Die Behandlungsqualität wollen die Wissenschaftler doch als nächtses untersuchen. Bisher "glaubt" Schreyögg noch nicht an eine bessere Behandlungsqualität.
Und wenn Sie mehr nachlesen wollen (kleiner Unkostenbeitrag ;) ):
Bertelsmann Stiftung | Gesamtverzeichnis
Nur ein Beispiel das deutlich macht das es doch zuweilen ein kleiner Unterschied ist, wie man Krankenversichert ist.
Als ich vor ein par Jahren in einem Krankenhaus um einen Untersuchungstermin nachfragte (und das war bestimmt die 10. Anlaufstelle), war die eindeutige Aussage der diensthabenden Ärztin: Wenn ich privat versichert wäre, würde ich beim Herrn Professor noch am selben Tag (Abend) die nötige Untersuchung bekommen. Da ich aber „nur“ Kassenpatient bin, müsste ich für mindestens 3 Tage stationär aufgenommen werden um in Genuss dieser Untersuchung zu kommen. Das hier mit unnötigen „Dienstleistungen“ versucht wird den Gewinnunterschied zu kompensieren, ist schon schlimm genug, das sich hier der Patient aber auch noch drei Tage unnötig in Gewahrsam begeben muss, grenzt für mich an Freiheitsberaubung.