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Privatpatienten: Schneller dran, aber nicht besser

CorbisZweiklassen-Medizin in Deutschland - Fakt oder Mythos? Hamburger Gesundheitsökonomen haben untersucht, wie lange Patienten auf Termine in Arztpraxen warten müssen. Die Erkenntnis: Der Versichertenstatus hat Einfluss auf den Arztzugang, besser behandelt werden die Privaten aber nicht.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...815504,00.html
  1. #20

    die Krankenkasse

    Zitat von saga1310 Beitrag anzeigen
    Woher kennt der Haus- oder Facharzt mein Einkommen?
    kennt Ihre Beiträge die monatlich vom Arbeitgber abgeführt werden und damit Ihr Einkommen.
  2. #21

    Zahlungsziel

    Zitat von surfingod Beitrag anzeigen
    ich bin seit 1999 privatversichert und dem kann ich nicht folgen. Natürlich schreiben 14 Tage Zahlungsziel, aber dass kann man getrost ignorieren. Das gesetzliche Zahlungsziehl von 30 Tagen kann nicht einseitig umgangen werden..
    §12,1 GOÄ(BgBl I. Nr. 10. S210 vom 22.02.1996)
    Die Vergütung wird fällig, wenn dem Zahlungspflichtigen eine ... Rechnung erteilt worden ist.
  3. #22

    Zitat von Turbofan1 Beitrag anzeigen
    manchmal ist es durchaus von Nachteil, Privatpatient zu sein! So mussten wir bisher zweimal im Krankehaus stundenlang (6 und 12 Std.) auf eine Behandlung warten, weil nicht etwa der Privatpatient das Recht auf eine Chefarztbehandlung hat, sondern offensichtlich der Chefarzt das Recht am Fall!
    Konkret:
    1. meine seinerzeit 15-jährige Tochter wurde nach einem Sportunfall ins Krankenhaus gebracht. Dort weigerte sich der anwesende Oberarst zu behandeln, der Chefarzt sei bestellt. Dieser kam dann ca. sechs Stunden nach der Einlieferung.

    2. ich ging im vergangenen Jahr abends mit Schmerzen in der Brust ins Krankenhaus. Dort war das EKG "soweit in Ordnung", allerdings ergab der Blutmarker "Troponin" einen Wert von über 90, bei einer Grenze von 14 - Nachweis (!) eines Herzinfarktes. Da ich soweit stabil war, musste ich 12 Stunden auf den Chefarzt warten.

    Eine Alternative hatte ich nicht, es wurde nur abgewiegelt und beschönigt.
    Ein Kassenpatient wäre vermutlich vom zuständigen Oberarzt umgehend versorgt worden.
    Was hätte der Chefarzt denn machen sollen ? Einen Herzinfarkt muß jeder Assistenzarzt diagnostizieren können, der Oberarzt wird in der Regel die Herzkatheteruntersuchung durchführen, sofern sie notwendig ist. Kein Chefarzt kommt bei jedem Herzinfarkt angerannt - das wäre unsinnig.
  4. #23

    Zitat von 2008Data Beitrag anzeigen
    Wer gab den Auftrag und wer bezahlt diese Gesundheitsökonomen?
    Was ist das Ziel dieser Studie?
    Ansonsten ist es sinnlos hier zu diskutieren.
    Im Artikel fällt das Wort Bertelsmann ;)
    Bertelsmann Stiftung | Gesundheitsmonitor

    >>Wer über ein Haushaltseinkommen von mehr als 2000 Euro im Monat verfügt, bekommt in Hausarztpraxen im Durchschnitt einen Tag früher einen Termin als ein Patient mit einem Haushaltseinkommen von unter 500 Euro. <<

    Wäre mir neu, wenn die Termine in Hausarztpraxen nach dem Einkommen vergeben würden. Oder frägt die Helferin erst mal nach dem Einkommen? Evtl. erinnert sie an die Versichertenkarte :)
  5. #24

    Der Staat gefährdet ihre Gesundheit

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zweiklassen-Medizin in Deutschland - Fakt oder Mythos? Hamburger Gesundheitsökonomen haben untersucht, wie lange Patienten auf Termine in Arztpraxen warten müssen. Die Erkenntnis: Der Versichertenstatus hat Einfluss auf den Arztzugang, besser behandelt werden die Privaten aber nicht.
    Man sollte die Kritiker des deutschen Gesundheitssystems doch nach Skandinavien schicken. Damit wären wir sie los, vielleicht sogar für immer! Viel Staat gefährdet ihre Gesundheit.
  6. #25

    Die Überschrift erweckt den Eindruck, es gäbe ein Studienergebnis zur Qualität der Behandlung - dass Privatpatienten nicht besser behandelt werden als Kassenpatienten. Privatpatienten kommen eben nur schneller dran.
    Die Überschrift erweckt aber einen falschen Eindruck. Im Artikel (und in der Befragungsstudie, über die berichtet wird) geht es allein um Wartezeit.

    Was schließe ich daraus: die Autorin hatte wohl ein Interesse, den diesen falschen Eindruck zu vermitteln. Ist wohl privat versichert ... Im Ernst: Bleiben Sie doch einfach bei den Fakten. Und nicht mogeln mit der Überschrift


    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zweiklassen-Medizin in Deutschland - Fakt oder Mythos? Hamburger Gesundheitsökonomen haben untersucht, wie lange Patienten auf Termine in Arztpraxen warten müssen. Die Erkenntnis: Der Versichertenstatus hat Einfluss auf den Arztzugang, besser behandelt werden die Privaten aber nicht.

    Privatpatienten: Schneller dran, aber nicht besser - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
  7. #26

    Zitat von jack sparrow Beitrag anzeigen
    Was hätte der Chefarzt denn machen sollen ? Einen Herzinfarkt muß jeder Assistenzarzt diagnostizieren können, der Oberarzt wird in der Regel die Herzkatheteruntersuchung durchführen, sofern sie notwendig ist. Kein Chefarzt kommt bei jedem Herzinfarkt angerannt - das wäre unsinnig.
    Natürlich kommt der Chefarzt angerannt,er will ja was abrechnen können.

    Bei unseren beiden Geburten war das so, meine Frau privat versichert, wenn alles rum ist kommt der Chefarzt macht bisschen Voodoo und stellt ne Rechnung.

    Mich wundert ist nicht, dass den PKVen die Kosten davon laufen, ich hab das eh noch nie verstanden, Minibeiträge bei Maxi-abrechnungsbeträge der Ärzte. Das kann nicht gehen.
  8. #27

    Steht doch im Artikel...

    Zitat von e.kreuder Beitrag anzeigen
    Die Überschrift erweckt den Eindruck, es gäbe ein Studienergebnis zur Qualität der Behandlung - dass Privatpatienten nicht besser behandelt werden als Kassenpatienten. Privatpatienten kommen eben nur schneller dran.
    Die Überschrift erweckt aber einen falschen Eindruck. Im Artikel (und in der Befragungsstudie, über die berichtet wird) geht es allein um Wartezeit.
    Die Behandlungsqualität wollen die Wissenschaftler doch als nächtses untersuchen. Bisher "glaubt" Schreyögg noch nicht an eine bessere Behandlungsqualität.
    Und wenn Sie mehr nachlesen wollen (kleiner Unkostenbeitrag ;) ):
    Bertelsmann Stiftung | Gesamtverzeichnis
  9. #28

    Gewinnunterschied

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nur ein Beispiel das deutlich macht das es doch zuweilen ein kleiner Unterschied ist, wie man Krankenversichert ist.
    Als ich vor ein par Jahren in einem Krankenhaus um einen Untersuchungstermin nachfragte (und das war bestimmt die 10. Anlaufstelle), war die eindeutige Aussage der diensthabenden Ärztin: Wenn ich privat versichert wäre, würde ich beim Herrn Professor noch am selben Tag (Abend) die nötige Untersuchung bekommen. Da ich aber „nur“ Kassenpatient bin, müsste ich für mindestens 3 Tage stationär aufgenommen werden um in Genuss dieser Untersuchung zu kommen. Das hier mit unnötigen „Dienstleistungen“ versucht wird den Gewinnunterschied zu kompensieren, ist schon schlimm genug, das sich hier der Patient aber auch noch drei Tage unnötig in Gewahrsam begeben muss, grenzt für mich an Freiheitsberaubung.
  10. #29

    Na klar

    Zitat von muehle79 Beitrag anzeigen
    Der Arzt kennt ihr Einkommen nicht auf Euro und Cent genau. Da gesetzliche Krankenversicherung dagegen wohl.

    Der Arzt stellt eine grobe Schätzung an. Untere Grenze ist die Beitragsbemessungsgrenze. Der Rest ergibt sich aus ihrem Aussehen, Kleidung, Auftreten, dem Fahrzeug, mit dem sie zum Arzt fahren, ihrer Wohnsituation etc. Auch aus der Krankheitsgeschichte lassen sich Hinweise auf ihre berufliche Tätigkeit ziehen. Und mal ehrlich, mit dem langjährigen Hausarzt reden Sie doch auch mal vertrauensvoll drüber, oder?
    Liegt wohl an meinen gut eingetragenen Schuhen, die hatte ich schon vor vor 5 Jahren beim Beseuch der Namensgeber am Wounded Knee.

    Deshalb fragte mich wohl mein Zahnarzt ob ich 120 Euro für eine Krone zahlen kann ;-)








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