dapdAn einer Grundschule im Saarland haben Lehrer ihre Einkäufe von Schülern erledigen lassen. Sie schickten die Kinder während der Unterrichtszeit in ein örtliches Lebensmittelgeschäft. Nach einer Beschwerde der Eltern wurde nun das Landesbildungsministerium aktiv.
http://www.spiegel.de/panorama/saarl...-a-859671.html
dann auch erledigt hat.Lebensunerfahrene Kinder sind von jetzt an auch in dieser Schule garantiert.
Sollen die Lehrer jetzt auch noch selber einkaufen gehen?
Die haben doch keine Zeit, müssen doch bis 22 Uhr Klassenarbeiten korrigieren....
Ich hatte in der Grundschule einen Lehrer, der von allen Schülern geradezu vergöttert wurde. Auch nach 30 Jahren in der Rückschau einer der großartigsten Menschen, die ich kennenlernen durfte und auch als Pädagoge ohne jeden Tadel. In der Pause in den nächsten Laden rennen zu dürfen, um ihm einen Kakao holen zu dürfen war geradezu ein Privileg,um das sich alle gerissen haben.
Vielleicht verhielt es sich im Saarland ähnlich, vielleicht verhielt es sich ganz anders. Aber diese aufgeplusterte Empörungsinszenierung ohne jede Hintergrundbeleuchtung ist ja typisch.
Reaktion alles sein? Anweisung das einzustellen. Dieser Lehrer gehört suspendiert. Wie hätte die Versicherungslage ausgesehen, wäre dem oder den Schülern auf dem Weg ein Unfall passiert. Oder hätte man es im Ministerium so gedreht und verschleiert nach dem Motto: Der Schüler hat ohne Erlaubnis das Schulgelände verlassen? Zutrauen würde ich denen das.
Haben Sie nicht richtig gelesen? Die Kinder wurden während der Unterrichtszeit zum Einkaufen geschickt und zwar regelmäßig. Kinder sind in der Schule um dem Unterricht zu folgen und zu lernen. Wenn Kinder aber ohne Aufsicht zum Einkaufen geschickt werden, dann ist das einfach nur Ausnutzen der Kinder. Was wenn ein Unfall passiert wäre? Wenn es den Lehrern darum gegangen wäre, den Kindern "Lebenserfahrung" beizubringen, dann wären sie mit allen Schülern gemeinsam zum Einkaufen gegangen. So aber ist es nichts, was man in irgendeiner Art gutheissen sollte...
was ist denn das wieder ?!
ich musste / durfte in der grundschule auch ab und zu mal dinge zum haus des rektors bringen (nicht weit weg von der schule).
was ist da schon dabei, wenn es kein dauerzustand ist ?!
ich bin in eine dorf aufgewachsen und da war es normal, dass man mal für leute aus dem ort was erledigt hat.
als ich mal meine gerissenen sandalen beim schuster abgegeben hatte und er sie, wider erwarten, sofort reparieren wollte, freute ich mich darüber bis mir einfiel, dass ich ja kein geld dabei hatte, weil ich die schuhe nur abgeben sollte.
der schuster schickte mich dann in ein sportgeschäft in der nähe, um dort für ihn nach kurzen sporthosen in übergrösse anzufragen. :)
als ich zurückkam waren meine kindersandalen wieder in ordnung und ich hatte die reparatur schon abgearbeitet (boah !!! oh jeh !! kinderarbeit!!)
genauso haben die erwachsenen ausgeholfen, wenn man sich beim kaugummi kaufen beim bäcker im ort um ein paar pfennige verrechnet hatte :)
ich halte das auch bei einem lehrer für einen normalen umgang in einer gesellschaft.
und wir hatten vor jeden sommerferien spass dran, die blumentöpfe aus der schule zum haus des lehrers zu schleppen.
mir, als damals eher schüchternem kind, haben solche aktionen immer etwas gebracht