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Private Altersvorsorge: Bundesregierung will Riester-Anbieter zu Transparenz zwingen

dapdDie Kritik an der Riester-Rente ist groß. Die private Altersvorsorge wirft wenig ab, kostet viel und die Verträge sind kaum zu verstehen. Jetzt will die Bundesregierung der "Süddeutschen Zeitung" zufolge die Anbieter dazu verpflichten, die Gebühren in einer Checkliste verständlich darzustellen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...856633,00.html
  1. #1

    Quatsch

    Die Riester-Rente war von Anbeginn nichts als ein Modell staatlicher Subventionierung für Leute vom Schlage Maschmeyers. Es gibt nichts Unsinnigeres, als die Altersvorsorge privaten Unternehmen gauch nur zum Teil anzuvertrauen. Sicher ist allein, dass es eine staatliche Rente (in welcher Höhe auch immer) geben wird. Private Geldanlagen bei Versicherungen etc. haben noch nie in de Geschichte eine große Krise überstanden.
  2. #2

    Kurz berechnet

    "Wer als 37-jähriger 30 Jahre lang einzahlt, hat bei der höchsten Garantierente nach 15 Jahren Auszahlung 4140 Euro mehr als bei der niedrigsten."

    Das sind 4140 / 15 / 12 = 23 Euro Bruttorente monatlich. Bei angenommener Inflation von 2% entspricht das in 30 Jahren einer Kaufkraft von heute 12,70.

    Brutto.

    Das ist die Differenz zwischen "schlechtestem" und "besten" Riestervertrag.

    Aber über 4000 Euro liest sich besser oder macht mehr Eindruck? Mal abgesehen davon dass Inflation und Überschüsse und Förderungen und Kaufkraftverlust und Wertentwicklung etcpp für 30 Jahre ungefähr so zuverlässig vorhergesagt werden können wie das Wetter aus Hühnereingeweiden.
  3. #3

    Riester-Rente gehört verboten!

    Armen Menschen nützt sie überhaupt nichts, denn Riester wird mit Grundsicherung verrechnet.

    Da zahlen Geringverdiener von ihrem wenigen Geld jahrzehnetelang Rieserrente-Beiträge - und zurück bekommen sie nicht einen einzigen Cent.

    Da nützt auch eine Kostenangabe mit Nummern, wie jetzt die Bundesregierung fordert, rein gar nichts.

    Versicherungen wie Allianz machen Milliardenprofite durch fasche Versprechungen - und der Staat fördert das und die Armen werden immer ärmer.

    Das Volk sollte die Bande in Berlin nicht mehr wählen!
  4. #4

    Hey, ein Jahrzehnt nach Einführung der Riester-Rente sollen die Gebühren nun verständlich dargelegt werden...
  5. #5

    Koan Riester

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Kritik an der Riester-Rente ist groß. Die private Altersvorsorge wirft wenig ab, kostet viel und die Verträge sind kaum zu verstehen. Jetzt will die Bundesregierung der "Süddeutschen Zeitung" zufolge die Anbieter dazu verpflichten, die Gebühren in einer Checkliste verständlich darzustellen.

    Regierung will Riester-Rente mit Checkliste verständlicher machen - SPIEGEL ONLINE
    Ich bin der Meinung, dass 90% der Leute die einen Riester - Vertrag
    abgeschlossen haben, nicht rechnen können oder keine Ahnung haben.
    Sie haben sich, stark gefördert von der Bundesregierung, von windigen Geschäftemachern „draufheben“ lassen.
    Wenn jemand einen Riester – Vertrag abschließt, dann spart er für den Ar... und zwar für den Ar... bei dem er ihn abgeschlossen hat.
    Im Übrigen können sich sehr viele Arbeitnehmer eine private Vorsorge nicht leisten und deshalb sollte sie gesetzliche Altersversorgung wieder in den Mittelpunkt gerückt werden.
    Aber ich glaub ich träume mal wieder.
  6. #6

    Riester, dass ich nicht lache!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Kritik an der Riester-Rente ist groß. Die private Altersvorsorge wirft wenig ab, kostet viel und die Verträge sind kaum zu verstehen. Jetzt will die Bundesregierung der "Süddeutschen Zeitung" zufolge die Anbieter dazu verpflichten, die Gebühren in einer Checkliste verständlich darzustellen.

    Regierung will Riester-Rente mit Checkliste verständlicher machen - SPIEGEL ONLINE
    Welchem Lobbyisten ist eigentlich unsere Bundesregierung damals auf den Leim gegangen? Die gesamte RIESTER-Förderung ist doch nur ein Geschenk an die Versicherungen, die sollten auch mal wieder etwas größere Gewinne einfahren.
    Für weite Bevölkerungsschichten ist eine zusätzliche Altersversorgung auf privater Basis einfach nicht zu finanzieren. Gerade dort, wo die Altersarmut am größten sein wird, sind die Einkommen viel zu niedrig um davon noch etwas den Versicherungen in den den Rachen zu werfen. Und die Einkommensschichten, die es sich leisten können, haben die Möglichkeit Steuervorteile in Anspruch zu nehmen, nur zu den Armen werden diese Leute später nicht gehören.
    Deshalb ist das Gerede von privater Altersvorsorge sowieso nur Geschwafel. Unsere Politiker haben längst den Boden der Realität verlassen, die haben derartig hohe Einkommen, dass sie sich überhaupt nicht mehr vorstellen können, wie jemand lebt, der für seine Familie netto Euro 1000 monatlich nach Hause bringt. Dem zu sagen "tu mal was für Deine Altersvorsorge" ist der blanke Hohn.
  7. #7

    Zitat von berns Beitrag anzeigen
    Armen Menschen nützt sie überhaupt nichts, denn Riester wird mit Grundsicherung verrechnet.
    Ich halte die Denkweise für sehr verräterisch. Impliziert sie doch, dass zB ein 25jähriger Ihrer Meinung nach legitim sagen kann "Ach, ich hab nen nicht so guten Job, wozu weiterbilden, anstrengen, vorankommen, vorsorgen, die Grundsicherung wirds doch eh für mich auffangen wenns dann nicht reicht.".

    Es sollte nicht Lebensziel sein, in der Grundsicherung anzukommen. Wir reden bei Renten und Riester wohl kaum von 63jährigen die einen Vertrag abschließen.
  8. #8

    Der deutsche Michel !!!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Kritik an der Riester-Rente ist groß. Die private Altersvorsorge wirft wenig ab, kostet viel und die Verträge sind kaum zu verstehen. Jetzt will die Bundesregierung der "Süddeutschen Zeitung" zufolge die Anbieter dazu verpflichten, die Gebühren in einer Checkliste verständlich darzustellen.

    Regierung will Riester-Rente mit Checkliste verständlicher machen - SPIEGEL ONLINE
    Bei der seit Jahren miesen Politik für die Arbeitnehmer braucht man sich doch nicht wundern, dass die Leistungen auf der Strecke bleiben.
    Der Gasgerd mit sattem Gehalt hat seinerzeit diesen Abstieg mit Zustimmung der Gewerkschaften voll gefördert.

    Ich frage mich, was die hochbezahlten Figuren wie ein Sommer von der Gewerkschaft für das arbeitende Volk gemacht hat? Nichts nur jährliche Sonntagsreden und das war es.
    Wo ist der Aufschrei und der Protest der Gewerkschaften?
    Die Führungsleute dort streichen satte Gehälter ein und der dumme Mitgliedszahler bleibt auf der Strecke.

    Deutschland zahlt Minilöhne und Leistungen und da kann es nur wenig Renten geben !
    Die Riesterrente mit ihren grausamen Regelungen die kaum einer versteht, ist ein Flopp!

    Wo ist der deutsche Michel und Normal und Kleinverdiener, der mit Protesten die Politik massiv unter Druck setzt.

    Unsere fast Vollbeschäftigung in Deutschland beruht überwiegend nur auf Minijobs und Minilöhne !

    Hohe Mieten und Nebenkosten, ein gesteuerter Umweltwahn der den Unternehmen satte Aufträge bringen soll und ein Durchschnittsbürger der mit wenig Stundenlohn nach Hause geht.

    Dazu das Eurodrama wo wir andere Länder unterstützen die gute Renten haben.

    In Frankreich würden die Strassen brennen, hier begreift der deutsche Michel noch immer nicht, dass er bald zu Suppenküche gehen muss.
  9. #9

    Zitat von hajo58 Beitrag anzeigen
    Im Übrigen können sich sehr viele Arbeitnehmer eine private Vorsorge nicht leisten und deshalb sollte sie gesetzliche Altersversorgung wieder in den Mittelpunkt gerückt werden.
    Aber ich glaub ich träume mal wieder.
    Eine Riesterrente ist mit 5,- Euro monatlich/60,- Euro jährlich Mindestbeitrag abschließbar. Da kämen dann jährlich mindestens 154,- Euro Zulage bei Kinderlosen dazu.

    Ein Sparbetrag von 214,- Euro monatlich. Das ist das absolute Minimum was möglich wäre. Spätestens wenn Kinder etc dabei sind, wirds von den Zulagen deutlich höher.

    Ich weiss, ich weiss, für einen SGB II - Leistungsempfänger sind 5,- Euro weniger im Monat essentiell lebensbedrohend. Deswegen kann man das von jedem Erwerbseinkommen als Absetzungsbetrag nach § 11 SGB II geltend machen. Dann bekommt man die nicht angerechnet.

    Ergo: 214,- brutto wie netto - als ob man nichts täte. Macht nach 30 Jahren Hartz IV (für das Prekariat, dass nach vielerlei Meinung unrettbar darin verloren ist) eine Nettozahlung von 77.040 Euro vom Staat und effektiv 0,- Euro vom Leistungsempfänger.

    Sie dürfen selbst rechnen wie es bei ner alleinerziehenden Teilzeitmamma ist, die 2 Kinder hat nach 2008 (2x300 Euro Zulage) und 20 Euro monatlich in die Riester packt.


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