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Priestermangel: Katholische Kirche plagen Nachwuchssorgen

DPADer katholischen Kirche in Deutschland gehen die Priester aus. Die Zahl der Studenten hat sich laut einer aktuellen Studie halbiert, einzelne Fakultäten mussten bereits schließen. Der Freiburger Weihbischof will nun angehende Lehrer für den Priesterberuf begeistern.

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...818506,00.html
  1. #30

    Dem kann ich...

    Zitat von cinci Beitrag anzeigen
    Gibt es doch schon zur Genüge!
    Meine eigene (ehemalige) Heimatgemeinde hat bereits zweimal einen indischen Pfarrer bekommen - zur Unterstützung des eigentlichen Pfarrers, der inzwischen 10 Gemeinden zu versorgen hatte.
    Der erste ist mit einer Grundschullehrerin durchgebrannt, der zweite wurde nach zwei Jahren vom Hof gejagt, weil er den deutschen Pfarrer wegen "Abtrünnigkeit von der Liturgie" beim Bistum verpfiffen hat. Der gute Mann war sicher ein toller Christ per Definition der Kirche, aber er war selbst meiner 93-jährigen Großmutter vom oberschwäbischen Dorf zu konservativ! Das kann also nicht die Lösung sein.

    Es wird aber auch nichts bringen, die motivierten Theologie-Studenten zum Weitermachen zu animieren. Solange die Kirche nicht bereit ist, sich einem Diskurs zu öffnen und ihre Grundeinstellung in vielen Fragen zu überdenken (oder zumindest ein bischen flexibel bei der Interpretation der Regeln wird), wird sich am Priestermangel in Deutschland (Europa?) nichts ändern.
    nur zustimmen. Selbst im Zentrum Berlins sind die Pfarrer mittlerweile aus Polen importiert. Dort herrscht eben noch kirchliche Zucht und Ordnung.
    Dummerweise predigen sie diese Zucht und Ordnung auch den Berliner Schäfchen.
    Das macht bei einem aufgeklärten Mitteleuropäer keinen guten Eindruck.
  2. #31

    ???

    Zitat von Gebetsmühle Beitrag anzeigen
    mein herr, ein kath. pfarrer ist auf lebenszeit bestens versorgt und braucht um sein auskommen nicht mehr bangen. das dumme ist nur, es macht trotzdem keiner mehr unter den bedingungen, wie verzicht auf familie, sex (zumindest offiziell) und spaß. würde man den zöllibat abschaffen, der mangel wäre behoben, auch wenn die evangelischen genauso jammern.
    Sie widerlegen Ihre eigene These! Die Forderung nach der Abschaffung des Zölibats ist zwar scheinbar modern aber nicht zielführend, wie Sie an Ihrem eigenen Gegenbeispiel sehen!
  3. #32

    !!!

    Zitat von punkorrekt Beitrag anzeigen
    Muß ich etwas, was ich für dumm und rückständig halte, Respekt bekunden?
    Man sollte Andersdenkenden Menschen immer Respekt zollen! Ja! Ich beschimpfe Sie ja auch nicht ob Ihres Unglaubens!
  4. #33

    ???

    Zitat von Gebetsmühle Beitrag anzeigen
    also am respekt liegts sicher nicht. aber wieviel respekt will eine kirche einfordern, die behauptet "extra ecclesia nulla salus" - es gibt kein heil außerhalb der (kath.) kirche? jeder weiß, dass es anders is und deshalb bekommt man mit solchen sprüchen halt nur priestermangel. aber tröstet euch: in afrika sind die leute arm genug, dass noch viele von ihnen priester werden müssen - und die verzichten einfach so nicht auf sex, weil der bischoff und der papst verdammt weit weg sind. die kath kirche hat das längst akzeptiert. man muss nur noch die leute aus der dritten welt dazu bewegen, bei uns eine pfarrei zu übernehmen, mit einer mittelalterlichen litturgie und wöchentlich zehn alten und gebrechlichen im gottesdienst. dann wird das schon.
    Sie sind sehr weit weg von der Lebenswirklichkeit in deutschen Gemeinden, oder?
  5. #34

    ?

    Zitat von Celegorm Beitrag anzeigen
    Seit wann kann man denn "Respekt" einfordern?
    Danke für den Hinweis, wie Sie ticken! Mit dieser Frage offenbaren Sie relativ viel von sich selbst!
    Zitat von Celegorm Beitrag anzeigen
    In einer pluralistischen Gesellschaft muss man sicherlich nicht jeden Unfug respektieren oder akzeptieren.
    Sicherlich nicht, aber den Glauben anderer Menschen sollte man als zivilisierter Mitteleuropäer schon respektieren können.
    Zitat von Celegorm Beitrag anzeigen
    Toleranz, das können Sie meinetwegen haben, und die war bisher hier auch gewährleistet. Kritik hingegen und unangenehme Tatsachen darf man ja wohl noch aussprechen.
    Absolut, solange man es schafft, dabei auf Beleidigungen, wilde Übertreibungen und offensichtlich falsche Behauptungen zu verzichten.

    Zitat von Celegorm Beitrag anzeigen
    Komischerweise geht gerade bei Katholiken aber bereits dann oft das Gejammere los von wegen "Respekt", und das obwohl viele dieser Gruppierung ihrerseits schon nur grundlegende Toleranz für Andersdenkende vermissen lassen..
    Ja? An welcher Stelle lassen die Katholiken denn so die grundlegende Toleranz Andersdenkenden gegenüber denn vermissen?
  6. #35

    Katholikenpohobie

    Man muss hier nur ein paar Beiträge lesen und schon merkt man wie weit verbreitet in Deutschland die Katholikenphobie ist. Der Hass ist schon extrem, wohl ein Grund warum sich manche genauer üebrelgen ob sie den Hass als Priester ihr Leben lang aushalten wollen. Wenn man einen Priester frägt wie sich der Hass in der Öffentlichkeit zeigt, dann bekommt man keine schönen Antworten. Das in unserer angeblich so aufgeklärten und freien Welt.

    Dabei hat die Evangelische Kirche das gleiche Problem, nur viel viel stärker. Denn im Gegensatz zur Katholischen Kirche sidn die Asutrittszahlen teilweise doppelt so hoch und im Gegensatz zur Katholischen Kirche gibt es keine Weltkriche im Hintergrund die wächst und gedeiht. Denn die Probleme der Katholischen Kriche in Deutschland, kennt man außerhalb von Europa nicht. Es gab noch nie so viele Katholische Priester wie Heute und auch die Anzahl der Katholiken steigt stärker als der Zuwachs der Weltbevölkerung.
  7. #36

    Zitat von hansmaus Beitrag anzeigen
    Mal ein bischen mehr Respekt gegenüber dem Glauben anderer!
    Toleranz ja, Respekt nicht unbedingt.
  8. #37

    Zitat von Hannibal72 Beitrag anzeigen
    Danke für den Hinweis, wie Sie ticken! Mit dieser Frage offenbaren Sie relativ viel von sich selbst!
    Ja, und zwar, dass ich der Ansicht bin, dass man sich Respekt verdienen muss und eben nicht einfordern kann. Mag vielleicht altmodisch sein, aber da bin ich halt etwas eigen in der heutigen "ich will, ich will [Respekt]"-Gesellschaft..

    Sicherlich nicht, aber den Glauben anderer Menschen sollte man als zivilisierter Mitteleuropäer schon respektieren können.
    Wie gesagt, Sie verwechseln Toleranz mit Respekt. Ich toleriere andere Weltanschauungen, deswegen respektiere oder akzeptiere ich diese noch lange nicht. Wenn Sie den Unterschied nicht verstehen, nehmen Sie ein plakatives Beispiel: "Respektieren" Sie etwa die Weltanschauung von islamischen Fundamentalisten oder Rechtsextremen oder "tolerieren" Sie sowas lediglich, weil die Gedanken halt nunmal frei sind?

    Absolut, solange man es schafft, dabei auf Beleidigungen, wilde Übertreibungen und offensichtlich falsche Behauptungen zu verzichten.
    Wurde doch eigentlich. Wobei Sie dabei übersehen, dass "Beleidigungen" und "Übertreibungen" subjektiv sind. Gerade Religiöse sind ja gerne wegen allem möglichen ständig "beleidigt", weshalb das als einseitig festgelegtes Mass kaum sinnvoll ist.

    Ja? An welcher Stelle lassen die Katholiken denn so die grundlegende Toleranz Andersdenkenden gegenüber denn vermissen?
    Gegenfrage: Wo zeigt denn die katholische Kirche Toleranz gegenüber Andersdenkenden? Manche Kreise referieren zumindest ganz gerne über die amoralischen Atheisten, Homosexuellen und was sonst noch unsere Gesellschaft "verdirbt". Es ist leider zu befürchten, dass die "Toleranz" solcher Leute maximal erzwungen ist. Man kann sich schlecht vorstellen, dass so etwas noch toleriert würde wenn die Macht vorhanden wäre, dies zu unterbinden..
  9. #38

    Glaubenskrise

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der katholischen Kirche in Deutschland gehen die Priester aus. Die Zahl der Studenten hat sich laut einer aktuellen Studie halbiert, einzelne Fakultäten mussten bereits schließen. Der Freiburger Weihbischof will nun angehende Lehrer für den Priesterberuf begeistern.

    Priestermangel: Katholische Kirche*plagen Nachwuchssorgen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama
    Reformen, selbst Paradigmenwechsel oder Aufhebung von Dogmen werden der RKK und anderen Kirchen nicht mehr helfen.

    Was wir heutzutage erleben, ist keine Kirchen-, sondern eine Religionskrise - um nicht zu sagen: eine Götterdämmerung.

    Und wir können sagen, wir sind dabei gewesen. ;-)

    Es gibt einen Trend, der unumkehrbar und nicht mehr aufzuhalten ist, auch wenn es noch einige Zeit brauchen dürfte und die Menschheit sich nicht zwischenzeitlich in einem atomaren Holocaust aufgehoben hat:

    Aufgeklärten und kommunikationsfreudigen und -fähigen Menschen, von denen es zwangsläufig immer mehr geben wird, lässt sich einfach nicht mehr vermitteln, sich einem vorgefertigten Glaubenskonstrukt, das fremdbestimmend tief in sein persönliches Leben eingreift, ohne Wenn und Aber zu unterwerfen.
    Und von diesen sind viele Entscheidungsträger in Politik und Gesellschaft.

    Glaube mit Transzendenzcharakter wird zunehmend als Privatsache begriffen und da eingeordnet, wo er hingehört: in die persönliche Beliebigkeit des Einzelnen.

    Dass sich der institutionalisierte Glaube gegen diesen Trend mit Händen und Füssen sträubt, ist verständlich.
  10. #39

    ich kenne die lebenswirklichkeit der gemeinden

    Zitat von Hannibal72 Beitrag anzeigen
    Sie sind sehr weit weg von der Lebenswirklichkeit in deutschen Gemeinden, oder?
    im gegenteil: bis zum meinem kirchenaustritt vor über einem jahr war ich über 30 jahre lang kirchengemeinderat, zeitweise auch vorsitzender und 20 jahre im vorstand der kirchengemeinde. was sagen sie nun?


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