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Pressestimmen zur Griechenwahl: "Jetzt liegt es an Merkel"

AFPWas bedeutet der Wahlausgang in Athen für Europa? In den Leitartikeln internationaler Zeitungen überwiegt die Sorge um den Euro. In einem sind sich viele Blätter einig: Die Zukunft Griechenlands wird nicht in Athen, sondern in Berlin entschieden.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...839449,00.html
  1. #1

    Der belgische

    "Die Unterschiede in den Ansichten zu Politik und Wirtschaft, ja zum Leben selbst, sind nicht bloß Nuancen, sondern unüberbrückbare Widersprüche."

    Besser kann man es nicht ausdrücken. Deutschland steht mit seinem Modell des wirtschaftlichen Gulags isoliert in Europa. Die anderen Völker wollen dieses Modell nicht. Woher die - von Zeit zu Zeit in Umfragen veröffentlichte - angebliche Zufriedenheit der deutschen Bevölkerung kommen soll, bleibt schleierhaft. Spricht man privat mit Deutschen, sagt mindestens jeder Zweite, dass er die Nase voll hat und lieber heute als morgen abhauen würde. Das Merkel-Deutchland von heute: polierte Fassade, morsches Gebälk und jede Menge subtile Propaganda.
  2. #2

    Raus aus dem Euro

    Den Griechen ist auch mit mehr Geld aus Deutschland nicht zu helfen. Sie müssen sich aus Euroland veranschoeden, die Drachme wieder einführen, eine eklatant hohe Abwertung in Kauf nehmen und Löhne und Preise um mehr als 30% senken, um ihre Wirtschaft anzukurbeln bzw. ihre intern. Wettbewerbsfähigkeit herzustellen. Ihre Schulden können die Griechen niemals mehr bedienen, das Geld ist verbrannt und verkonsumiert. Bei neuen Geldforderungen bedenke man, werfe nie gutes Geld schlechtem hinterher.
  3. #3

    Zitat von GSYBE Beitrag anzeigen
    " Spricht man privat mit Deutschen, sagt mindestens jeder Zweite, dass er die Nase voll hat und lieber heute als morgen abhauen würde. Das Merkel-Deutchland von heute: polierte Fassade, morsches Gebälk und jede Menge subtile Propaganda.
    Sicherlich .... ich möchte auch lieber auf einer Wolke leben. Doch wie komme ich dorthin ? Und wie erreichen mich dort die Transferzahlungen ? Kann ich den Pool auch gut verankern ?

    Mir gefällt das Merkel-Deutschland auch nicht. Aber Illusionen helfen nicht weiter. Und vor allem nicht das Erzeugen einer Super-Bubble (Eurobonds), welche gegen die Auswirkungen der alten Bubbles helfen soll.
  4. #4

    Die Times - echte Doppelmoral

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Was bedeutet der Wahlausgang in Athen für Europa? In den Leitartikeln internationaler Zeitungen überwiegt die Sorge um den Euro. In einem sind sich viele Blätter einig: Die Zukunft Griechenlands wird nicht in Athen, sondern in Berlin entschieden.

    Internationale Pressestimmen zur Wahl in Griechenland - SPIEGEL ONLINE
    Grossbritannien machte bisher keine Unze Anstrengung oder Beitrag Griechenland zu helfen.
    Ein Schoenwetterfreund in London der Berlin die Blamage anhaengen will. So lange die britische Presse nicht die eigene Regierung zu Hilfeleistung anleitet hat sie keinerlei Glaubwuerdigkeit.

    Mr Cameron, show the Greeks your money first.
  5. #5

    Zitat von GSYBE Beitrag anzeigen
    "Die Unterschiede in den Ansichten zu Politik und Wirtschaft, ja zum Leben selbst, sind nicht bloß Nuancen, sondern unüberbrückbare Widersprüche."

    Besser kann man es nicht ausdrücken. Deutschland steht mit seinem Modell des wirtschaftlichen Gulags isoliert in Europa. Die anderen Völker wollen dieses Modell nicht. Woher die - von Zeit zu Zeit in Umfragen veröffentlichte - angebliche Zufriedenheit der deutschen Bevölkerung kommen soll, bleibt schleierhaft. Spricht man privat mit Deutschen, sagt mindestens jeder Zweite, dass er die Nase voll hat und lieber heute als morgen abhauen würde. Das Merkel-Deutchland von heute: polierte Fassade, morsches Gebälk und jede Menge subtile Propaganda.
    Nase voll hBen, verstehe ich, liegt am regnerischen Wetter und das im Juni. Aber abhauen wohin, in welchem Lande erginge es mir besser als im wirtschaftlich prosperierenden Deutschland. Alle beneiden uns um unsere erfolgreiche Exportindustrie, das soziale Netz, unseren Wohlstand und unsere Finanzkraft mit der Folge der niedrigsten Zinssätze bei Staatsanleihen seit Menschengedenken. Ich bleibe hier, sollen die abhauen, die woanders Aufbauhilfe leisten wollen gegen Gottes Lohn versteht sich.
  6. #6

    @KuGen

    Leute wie GSYBE begreifen es einfach nicht. Wenn Deutschland so ein wirtschaftlicher Gulag ist, was ist dann der Rest von Europa, der viel höhere Arbeitslosigkeit hat und fortwährend mehr Geld von uns fordert? Logisches Denken und linke Ideologie schliessen sich offenbar weitgehend aus.
  7. #7

    Steuern zahlen

    Der Kommentatoren fällt nur ein, dass D zahlen soll. Wie wäre es, wenn die GR ihre Steuern zahlen. Dann gäbe es kein griechisches Problem.
  8. #8

    Nein - nicht an Frau Merkel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Was bedeutet der Wahlausgang in Athen für Europa? In den Leitartikeln internationaler Zeitungen überwiegt die Sorge um den Euro. In einem sind sich viele Blätter einig: Die Zukunft Griechenlands wird nicht in Athen, sondern in Berlin entschieden.

    Internationale Pressestimmen zur Wahl in Griechenland - SPIEGEL ONLINE
    ....sondern an den deutschen Steuerzahlern, die mit 2/3-Mehrheit die Nase voll haben, ewig für andere zahlen zu müssen. Die Griechen sollen jetzt erst mal eine funktionsfähige Regierung bilden
    und sich dann auf bulgarisches Ninveau einrichten oder sich ein Beispiel an den Türken nehmen! Natürlicherweise gehören sie in diese Ecke. Balkan bleibt Balkan!
    Kauri
  9. #9

    Ewiger Patient

    Merkel wird die Griechen auch nicht retten können. Letztendlich manifestiert die derzeitige Krise deutlich, dass es den Mittelmeeranreinerstaaten bei ihrer Bewerbung zur Eurozone nur um eins ging: an billige Kredite heranzukommen und damit vom Wohlstand der nördlichen Länder zu profitieren. Dieses billige Geld wurde jedoch nicht in die Infrastruktur investiert, sondern in die privaten Taschen der Eliten. Länder wie Griechenland werden auch die kommenden Jahre Milliarden an Hilfsgeldern benötigen und folglich ist eine Transferunion nicht mehr ausgeschlossen. Wahrscheinlich wird man sich einen anderen Namen dafür ausdenken, um den deutschen Sparer nicht gänzlich von der Wahlurne zu vertreiben.








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