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Pressestimmen zur Gauck-Kandidatur: "Er wird für Irritationen sorgen"
dapdLobende Worte, düstere Zukunftsszenarien, Erleichterung: Die Medien in Deutschland haben ganz unterschiedlich auf die Einigung der Parteien reagiert, Joachim Gauck als Kandidat für das Präsidentenamt aufzustellen. Ein Überblick.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...816294,00.html
- #1 20.02.2012 00:48 von
Wir sind Papst. Und jetzt haben wir Schäfchen auch noch einen guten Hirten bekommen. Der wird uns Flausen wie Occupy austreiben und die Kirchen zu neuem politischem Glanz führen.
Und alle sind dafür. Unser gesamter Einheitsbrei CDUCSUFDPSPDGRUENE. Faszinierend.
Übrigens wird der Begriff "Winkeonkel" häufig falsch verstanden. Mit winken ist das Durchwinken von Gesetzen etc. gemeint. Ach so, der EFM steht an. - #2 20.02.2012 07:04 von
- #3 20.02.2012 08:06 von
Typisch Politikboulevard
Bei allem Positiven kommt die Pressewelt mal wieder nicht umhin sich fast ausschließlich auf das "GZSZ" der Parteienlandschaft zu konzentrieren, ist klar.
Wann wurde Wulff zurückgetreten?! Am Freitag. Wann wurde die Einigung für Gauck erzielt?! Kaum 2 Tage später!
Und dennoch schafft es die Presse in dieser kurzen Zeit ein riesiges Trara zu veranstalten und in das Ganze ein Possenspiel hinein zu interpretieren.
Findet ihr Journalisten das nicht selbst ein wenig lächerlich?!
Berichterstattung schön und gut, und es gab verschiedene Positionen mit Wechseln selbiger (wobei kein Alternativname z.B. bei Merkel im Spiel war), aber schaue man sich doch einzig die KURZE ZEITSPANNE an und man sollte erkennen, dass sich die Parteien hier zügigst einigen konnten und alle zufrieden sind.
Ob da nun eine Seite 12h/24h schneller auf die finale Position gesetzt hat oder nicht - WEN INTERESSIERT´S?! Alles Märchen, auch noch prekärste Koalitionsschäden.. als ob.
Richte man lieber mal das Augenmerk auf die Sache, z.B. was man künftig mit Gauck erwarten kann etc.. Das ist ja teils zu lesen, auf hiesige ausgedachte Politikinterpretationen kann man gut verzichten, es gibt genug andere Themen im In- und Ausland, die mehr Beachtung verdienen.
Wie auch immer, Joachim Gauck ist wohl eine prima Personalie für die Situation und das Amt, dass er unbequem sein kann find ich gut und seine Vita wird dem Bundespräsidentenamt sicher mal wieder eine interessante Note geben. Ich bin gespannt.
Glückwunsch Jo! :] - #4 20.02.2012 08:21 von
Nein, das war genau der Fehler
bei der vorangegangenen Wahl: Wir brauchen keinen operativen Bundespräsidenten, keinen Hans-Dampf-in-allen-Gassen, keinen aufs politische Abstellgleis abgeschobenen Konkurrenten, und auch keinen Frührentner, der sich noch gerne ein paar sonnige Stunden gönnen möchte. Deshalb war Wulff in jeder Hinsicht eine Fehlbesetzung.
- #5 20.02.2012 08:53 von
Die Verantwortung tragen
Hoffentlich sind sich auch die Massenmedien ihrer Verantwortung bewusst und beurteilen Gauck am Ende seiner Amtszeit und schießen ihn nicht wie seinen Vorgänger unter dem Vorwand der Aufklärung reißerisch und umsatzwirksam für das eigene Medium aus dem Amt. Sonst haben wir nur einmal mehr ein Opfer des "Paradoxon des sauberen Erfolges". Joachim Gauck hat Großes in seinem Leben bslang geleistet, möge er also nicht wie Christian Wulff über die kleineren Schatten seiner Vergangenheit stolpern. Und Schatten in der DDR und Wendezeit gab es viele! Gut zu lesen in "Die keine Grenzen kennen" ( bei Amazon ). So sehr ich den Rücktritt von Christian Wulff bedauere, Joachim Gauck kann ein richtig guter Bundespräsident werden. Ich wünsche ihm alles Gute!
- #6 20.02.2012 09:06 von
Villa Kunterbunt ist abgebrannt
Wulff alleine gesehen, vielleicht - aber als Familie doch einmal etwas völlig Neues in Schloß Bellevue. Auch wenn es manche offenbar extrem gestört hat, daß dort Kinder auf einem Bobbycar durch die Säle gerutscht sind - für ein kinderarmes Land wie Deutschland war das ein positives Signal. Auch das beim Sommerfest erstmals nicht nur die grauen Eminenzen feierten, sondern auch Kinder lärmten - war doch schön. Und das bei seiner Neujahrsansprache die Vielfalt unseres Landes durch die anwesenden Bürger repräsentiert wurde, war längst überfällig.
Wulff mag Fehler gemacht haben - aber er hat die Republik doch kunterbunter gemacht. - #7 20.02.2012 09:11 von
Gauck
Ich hoffe die Presse bleibt auch hier so kritisch wie bisher.
Würde mein ungutes Gefühl beruhigen. - #8 20.02.2012 09:26 von
Nein....bloß keinen jungen!
Als "Bundesvater" könnte ich nie einen jüngeren (wie Wulff) ertragen.
Wenn sich so ein Bubi hinstellt und große, moralische Reden schwingt obwohl er noch nie vom Leben geprüft wurde, ist das nur lächerlich.
So was kann ich nicht ernst nehmen.
Ein Bundespräsident MUSS alt und lebenserfahren sein, eine knorrige alte Eiche, der auch das kennt worüber er spricht. - #9 20.02.2012 10:02 von
ihr nachruf in allen ehren, aber...
das ist völliger humbug. die bundesversammlung wählt gemäß verfassung einen präsidenten und keine präsidentenfamilie. neu oder alt, es spielt keinerlei rolle.
wenns so wäre ich wüßte nicht, dass es jemand gestört hätte. gestört hat vielmehr, dass der bundespräsident ein geschenktes bobbycar von jemand angenommen hat, der gerne zu einem fest bei ihm eingeladen worden wäre und dann auch eingeladen wurde. mit seinen kindern hat das nix zum tun.
falsch. es ist überhaupt kein signal. übrigens: andere bundespräsidenten hatten auch kinder und noch dazu viele enkel. das wäre dann das gleiche signal. übrigens: gauck hat 4 kinder und viele enkel. wo ist also ihr problem? das signal ist das gleiche.
nur dumm, dass dies bei allen andren bundespräsidenten genauso war.
auch das ist nix neues gewesen.
gar nix hat er in dieser hinsicht unternommen. er war ein farbloser apparatschick, ein biedermann der sich sein leben lang selbstbedient hat. gut, dass er weg ist.
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