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Presseschau: "Sarkozys Bling-Bling-Attitüde ist unerträglich"
DPA"Am Ende fehlte nur der K.o.-Schlag": Die internationale Presse kommentiert das TV-Duell in Frankreich. Dabei steht Nicolas Sarkozys Angriffslust im Fokus - ebenso wie die Coolness von Herausforderer François Hollande. Einen klaren Sieger finden die Zeitungen jedoch nicht.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...831093,00.html
- #1 03.05.2012 10:07 von
Objektivität ist subjektiv so eine Sache...
Hm, also tendenziell ausgewogen, vielleicht leichte Vorteile für Hollande. Komisch, dass nur Herr von Rohr vom Spiegel die Sache extrem einseitig bewertet und Hollande vorn sah. Zudem in einigen Passagen Sarkozy geradezu lächerlich macht:
Sarkozy und Hollande im TV-Duell: Verachtung und Abscheu - SPIEGEL ONLINE - #2 03.05.2012 10:09 von
Die Wahlen haben gezeigt, dass die klare Mehrheit der Franzosen im Moment keine linken Experimente ausprobieren will.
Falls es Le Pen trotzdem gelingen sollte, ihre Wähler von der Wahl Sarkozys abzuhalten, wird es zwar einen sozialistischen Präsidenten geben.
Die FN wird dann jedoch Frankreichs dominante rechte Partei sein.
Vielen Linken wäre dies jedoch ohnehin ganz recht.
Durch jene Polarisierung ließe sich die Trennung zwischen Gut (Links) und Böse (Rechts) besser aufrechterhalten
http://aron2201sperber.wordpress.com/2012/04/23/profiteure-der-polarisierung/ - #3 03.05.2012 10:26 von
- #4 03.05.2012 10:44 von
- #5 03.05.2012 11:40 von
Schwaetzer
Die Peugoet wäre tatsächlich konsequent. Die Sprache ist in ständiger Bewegung und spiegelt sehr entsprechend die aktuelle politische Lage wider(...eigentlich wie immer). "Der FN" ist die korrekte, da am weiteten verbreitete Verwendung. Warum sollte sich das nicht ändern...
- #6 03.05.2012 12:32 von
Linke Hetzpropaganda
Um mal ihrer Verleumdung entgegenzuwirken:
In ihrer Rede nach der ersten Wahl hat Marine erklärt, dass sie selbst eine ungültige Stimme abgeben werde, aber dass sie (ihre Wähler adressierend) als freie Bürger ihrem Gewissen folgen sollten.
Sie hat mitnichten versucht ihre Wähler davon abzuhalten die eine oder andere Partei zu wählen. Sie hat nicht ein mal eine Wahlempfehlung abgegeben. - #7 03.05.2012 12:40 von
optional
Süß, wie man auf den Fotos sieht, wie der Kleine Nick seinen Stuhl ganz nach oben gekurbelt hat, damit er auf Augenhöhe mit Hollande ist. Das wird ihm bei den Wählerstimmen wohl nicht passieren. Ich glaube kaum, dass FN-Wähler ausgerechnet Wähler sind, die eine Regierung im Amt halten.
- #8 03.05.2012 12:58 von
Sarkozy hat sich selber ein weiteres Mal demontiert.
In seinem unübertrefflichen Narzissmus und Größensucht wollte er Hollande "Explodieren" lassen - und setzte sich in die Position des Angreifers.
Eines Angreifers, der mit seinen pausenlosen egomanen Feldzügen und seiner peinlichen Sprunghaftigkeit als erster Präsident SELBER durch seine unstaatsmännische Attitude den Vorteil des amtinhabers ins gegenteil verkehrte - wenigstens dessen wwird er sich später rühmen können.
Hollande hingegen ließ Sarko wie einen wütend um sich beißenden Zwergterrier wirken, zeigte die Schwächen der erratischen Politik Sarkozys und auch der den Franzosen peinlichen Persönlichkeit Sarkos unerbittlich auf.
Die Bemerkung , er würde sich als Präsident "Vorbildlich verhalten" , war ein Todesstoß für das sattsam bekannte zutiefst ordinäre verhalten und Denken Sarkos, der sich keiner beleidigung zu schade ist.
Die Bemerkung , er würde seinen Premierminister nicht wie einen Angestellten behandeln (wie es Sarko stets tat) , saß auch.
Die 15 Sätze von Hollande, die mit "Moi, Président" begannen, werden in die Geschichte eingehen, das hätte Mitterand nicht besser machen können.
200 sekunden, die wirklich die fundamantalen Gegensätze perfekt aufzeigten.
SArko hingegen konnte keine Neuauflage seiner brillianten Rede am Wahlabend 2007 präsentieren, weil er in den 5 folgenden Jahren bewiesen hat, daß sie bereits beim verlassen der Bühne damals nur Phrasendrescherei war. Und, weil er den Rechtsextremisten in den Allerwertesten gekrochen ist, ja, schlimmer: Er erst hat sie nach all den Jahren der Isolaation mit seiner peinlichen Anbiederei "gesellschaftsfähig" gemacht. In der Hoffnung, die rechte wäre so dumm wie unter dem alten LePen.
Marine lePen ist aber klüger als ihr Vater - nicht Sarko wird Stimmen rechts fangen, LePen wird in den nächsten Monaten und Jahren massenweise Stimmen der Konservativen abgraben - sie wird NOCH MEHR Kreide schlucken, ohne ihre Nazi-Ideologie im Innersten zu verändern.
Das, was wir in Ungarn sehen, wird bald seinen alleresten Anfang auch in Frankreich nehmen.
Sarko hat sich voll blamiert, Hollande sich in seiner Souveränität als Staatsmann präsentiert, aber sein "Weichei"-Image durch beherzte Attacken und Widerspruch korrigiert.
Wie gnadenlos verzweifelt Sarko war, zeigte sein unappetitlicher Angriff auf Hollande, indem er DSK ins gespräch brachte. Der stand aber nicht zur Diskussion, zudem wich Hollande geschickt dem von Sarko wiederum einmal geworfenen Bumerang aus - am Ende traf die indirekte Frage Hollandes, ob er (sarko) denn vielleicht kraft seines Amtes mehr über das Privatleben der politiker wüsste als üblich (Anspielung auf merkwwürdige "Zufälle" in der DSK-Affäre - zaack ==> Versenkt!
der kleine Möchtegern-Napoleon Sarko hat gestern sein Waterloo gehabt.
Hollande wird Präsident - die Frage ist, ob das Häuflein der geknackten UMP nun mehr am rechten Rand zum FN tendiert als in der Mitte zu seriösen persönlichkeiten wie Bayrou und seinem MODEM.
Bayrou könnte mit LePen die beiden mittel-langfristigen Gewinner werden.
Die UMP wird nach dem Ende der juristischen Immunität Sarkozys noch diverse Jahre schweren Imageschaden durch evtl. illegale Wahlkampfspenden und Korruptionsprozesse davontragen - ein Sarko-vertrauter ist ja bereits verurteilt, andere - vielleicht sogar er selbst? - werden folgen. Auch, wenn es nur Geldstrafen werden, Kohl hat gezeigt, wie schwer und schleppend sich eine Partei davon erholt... - #9 03.05.2012 15:54 von
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