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Pressekonferenz mit Hu Jintao: Verwirrung um die Menschenrechtsfrage

Bei einer Pressekonferenz mit US-Präsident Obama antwortete Chinas Präsident Hu nicht auf die Frage nach den Menschenrechten in seinem Land. Nun rätseln Reporter: Hat Hu die Frage ignoriert? Oder hat er sie einfach nicht verstanden?

http://www.spiegel.de/politik/auslan...740500,00.html
  1. #1

    .

    Oder der chinesische Dolmetscher hat sie - in vorrauseilendem Gehorsam - seinem Staatschef tatsächlich nur unvollständig übersetzt, um ihm gewisse Peinlichkeiten zu ersparen. Der im Artikel geschilderte Einwurfe eines chinesischen Reporters legt diese Vermutung durchaus nahe.
  2. #2

    Kein Titel

    Da denke ich beim Lesen des Titels, dass ich hier über das Treffen dieser beider Staatsmänner informiert werde und was ist?
    2/3 des Artikels beschäftigen sich mit nicht anwesenden Simultandolmetschern.
    Hallo? Jemand zuhause?
    Das interessiert nun wirklich niemand, oder fast niemand.
    Ich wollte genauere Informationen über das Treffen, die Themen, die besprochen wurden usw.
  3. #3

    Selbst wenn er die Frage richtig verstanden haette ....

    ... ist es doch unwahrscheinlich, hierauf eine ernsthafte Antwort zu erwarten. Weder von Obama, noch von Hu. Die wirtschaftlichen Interessen stehen im Vordergrund. Alibipassagen zum Umgang mit Menschenrechten auf beiden Seiten finden sich als vorgefertigte Statements. Dass ein chinesicher Staatsapparat gar nicht daran denken kann und will, zeigen die Ereignisse der letzten Monate. Dem nationalen Interesse werden individuelle Rechte untergeordnet - und das ist aus chinesischer Sicht nicht diskutierbar. Hieraus nun einen Vorwurf an das Land der Mitte abzuleiten, waere nur die eine Seite der Medaille. Wie auch im Umgang mit Ben Ali (Tunesien) zeigt sich, der Westen hat unter Beruecksichtigung seiner wirtschaftlichen Plaene gar kein Interesse an Demokratie und der Einhaltung von Menschenrechten in China. Ein Rechtsstaat und eine sich aus Parteien zusammensetzende Regierungs- wie auch Oppositionslandschaft wuerden den scheinbar ungebremsten Wachstumsverlauf in China nur aufhalten. Was wir heute wirtschaftlich, kulturell und auch politisch beobachten, geht in China nur mittels Autokratie. Das wissen auch Obama, Merkel und neben ihnen zB. Ackermann, Winterkorn, Zetsche und Loescher. Sollen die Investitionen weiterhin ihre Gewinne erwirtschaften, muessen zumindestens Wirtschaft und Politik einhergehen, wobei letztere eher nur noch den Weg bereitet. Interessant allerdings stellt sich die Frage: Wann kommt der Punkt, an welchem sich westliche Investitionen und Know-How Transfers nach China nicht mehr lohnen? Oder sind wir verdammt, das Spiel auf ewig weiter zu betreiben?
    Irgendwo hatte ich gelesen, was China ausmacht - kostenguenstig zu produzieren. Soweit ich China kenne, sehnt sich das Land nach Anerkennung. Die kann man aber nicht billig produzieren. Die bekommt man fuer zukunftsorientiertes globales Denken, fuer Forscher- und Erfindungsgeist, vielleicht auch fuer Prestige gebundene Qualitaet und Marken. Dinge, von denen China im Jahr 2011 noch weit entfernt ist und die wiederum teuer einkaufen muss.
  4. #4

    Naja...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bei einer Pressekonferenz mit US-Präsident Obama antwortete Chinas Präsident Hu nicht auf die Frage nach den Menschenrechten in seinem Land. Nun rätseln Reporter: Hat Hu die Frage ignoriert? Oder hat er sie einfach nicht verstanden?

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...740500,00.html
    Hu kann sich ja mit Obama mal über Guantanamo unterhalten, Abu Greib etc.
    Da hat man ja bezüglich Menschenrechten etwa denselben Level.
  5. #5

    .

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bei einer Pressekonferenz mit US-Präsident Obama antwortete Chinas Präsident Hu nicht auf die Frage nach den Menschenrechten in seinem Land. Nun rätseln Reporter: Hat Hu die Frage ignoriert? Oder hat er sie einfach nicht verstanden?

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...740500,00.html
    Hu hätte die Frage mit einer Gegenfrage beantworten sollen: "Wie stehen die Amerikaner zu Guantanamo?".

    Nur weil der eine Mann einen unbedeutsamen Preis erhalten hat, darf er sich nicht als moralischer Messias aufspielen, wenn gleichzeitig derartige Zustände wie in Guantanamo nicht geändert werden.
  6. #6

    Ist doch egal...

    ... ob Diktatoren auf Fragen zu Menschenrechten ehrlich oder nicht ehrlich antworten. Es ändert nichts an der Tatsache, dass in totalitären Regimen die Menschenrechte nicht geachtet werden. Man kann nur etwas durch Wirtschaftsboykott erreichen, aber so wichtig ist es dann dem Westen und auch jedem einzelnen nicht, der das hier liest und abends wieder in sein TV-Gerät "Made in China" (oder zumindest in großen Bestandteilen dort hergestellt oder zusammengebaut) schaut.


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