Presse-Reaktionen auf Wulff: "Viel zu klein für dieses große Amt"

Einen*souveränen Auftritt habe Wulff nicht hingelegt, sondern lediglich "homöopathisch dosierte Reue" gezeigt. Der Bundespräsident klammere sich an sein Amt, das eigentlich zu groß für ihn ist. Die ersten Medien-Kommentare nach dem TV-Interview fallen wenig schmeichelhaft aus.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...807240,00.html
  1. #10

    Zitat von Demokrator2007 Beitrag anzeigen
    Nachdem ich das Interview gerade gesehen habe, frage ich mich:
    "Welcher Präsident passt zu diesem Volk?"
    Mir fällt da dann keiner mehr ein, denn Joachim Gauck hat sich derartig oft abfällig über Arbeitslose und Sozialismus im Allgemeinen geäußert, daß man ihm schon von daher eine Neutralität absprechen muß.
    Frau Schwan mag da schon kompetenter sein als Gauck, aber als Gründungsmitglied der Rechtsströmung innerhalb der SPD (dem Seeheimer Kreis) verhält sich sich politisch ebenfalls ausgrenzend.

    Insofern sollte der Bundespräsident zukünftig genauso vom Volk gewählt werden wie die Bundesregierung, damit tatsächlich das Volk "die Macht im Staate" hat und nicht irgendwelche Presse- und/oder Wirtschaftslobbyisten.
    Sehen Sie das wirklich so, dass die Bundesregierung vom Volk gewählt ist? Eigentlich sind es doch nur die Parteien, die wir wählen.
  2. #11

    Zitat von Demokrator2007 Beitrag anzeigen
    Nachdem ich das Interview gerade gesehen habe, frage ich mich:
    "Welcher Präsident passt zu diesem Volk?"
    Mir fällt da dann keiner mehr ein, denn Joachim Gauck hat sich derartig oft .....
    Mir würde Prof. Paul Kirchhoff als Bundespräsident gut gefallen.
  3. #12

    Presse-Reaktionen auf BP Wulff

    Zitat von Demokrator2007 Beitrag anzeigen
    Nachdem ich das Interview gerade gesehen habe, frage ich mich:
    "Welcher Präsident passt zu diesem Volk?"
    Mir fällt da dann keiner mehr ein, denn Joachim Gauck hat sich derartig oft abfällig über Arbeitslose und Sozialismus im Allgemeinen geäußert, daß man ihm schon von daher eine Neutralität absprechen muß.
    Frau Schwan mag da schon kompetenter sein als Gauck, aber als Gründungsmitglied der Rechtsströmung innerhalb der SPD (dem Seeheimer Kreis) verhält sich sich politisch ebenfalls ausgrenzend.

    Insofern sollte der Bundespräsident zukünftig genauso vom Volk gewählt werden wie die Bundesregierung, damit tatsächlich das Volk "die Macht im Staate" hat und nicht irgendwelche Presse- und/oder Wirtschaftslobbyisten.
    Mir würde Prof. Paul Kirchhoff als Bundespräsident gut gefallen.
  4. #13

    Ach hätten wir doch noch Horst Köhler

    Ach hätten wir doch noch Horst Köhler , der war echt , hat immerhin
    eineinhalb Amzszeiten geschafft und hat nur ein Thema mißverständlich
    kommentiert , aber hier haben wir bei dem Wuff Lug , Trug und Schnorr.
    Bitte , bitte abtreten !
  5. #14

    rechtlich ok?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Einen*souveränen Auftritt habe Wulff nicht hingelegt, sondern lediglich "homöopathisch dosierte Reue" gezeigt. Der Bundespräsident klammere sich an sein Amt, das eigentlich zu groß für ihn ist. Die ersten Medien-Kommentare nach dem TV-Interview fallen wenig schmeichelhaft aus.

    Presse-Reaktionen auf Wulff: "Viel zu klein für dieses große Amt" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    die Behauptung ''Wullff hätte rechtlich nicht's falsches gemacht...'' ist zwar nicht von der Hand zu weisen,aber wenn Wulff morgen laut und stockbesoffen durch Berlins Barszene rumzieht dann würde er auch rechtlich nicht's falsches tun. Also nur zu Herr Wulff..........oder macht man so was nicht?
  6. #15

    Viel zu klein und würdelos für das Amt

    Ich habe mir den Anfang des Interviews (5 min) angesehen. Die Sprechblasen von Herrn Wulff sind einfach nur würdelos.
    Nein, er hat nicht an Rücktritt gedacht, er hat viele Unterstützung von seinen Freunden und aus der Bevölkerung erfahren. Ist es möglich, sich so selbst zu überschätzen? Antwort: natürlich, es gab da auch in der Vergangenheit genug Beispiele. Bei dem Einen war die Doktorarbeit kein Plagiat, bei dem Anderen hielten weder Ochs noch Esel den Sozialismus auf und wieder ein Anderer gab sein - ich wiederhole - sein Ehrenwort und ging dann in der Badewanne schwimmen.
    Was denkt denn der Herr aus dem Schloss Bellevue, was da noch kommt, in seiner Amtszeit, das man vielleicht sagt: er war ein guter Präsident? Dieser Versuch, das Grundgesetz zu brechen (Unterdrückung der Pressefreiheit, Drohungen gegen Redakteure) und die Bestechlichkeit und Vorteilsname (nicht anderes ist es nämlich mit seinem Hauskredit und den Urlauben bei seinem Freund Maschmeyer) wird für seine Amtszeit wie Kacke am Schuh kleben. Das Amt des Bundespräsidenten muss gar nicht durch irgendwen beschädigt werden, das erledigt der Inhaber schon selbst. Wie wird es rüber kommen, wenn der sich einmal über mangelndes Demokratieverständnis von irgendwelchen Despoten äußert oder Politiker zu Moral und Ethik auffordert? Die Lacher wird er so auf seiner Seite haben, eine Witzfigur als oberster Amtsträger der Bundesrepublik.
  7. #16

    Menschenrechte?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Einen*souveränen Auftritt habe Wulff nicht hingelegt, sondern lediglich "homöopathisch dosierte Reue" gezeigt. Der Bundespräsident klammere sich an sein Amt, das eigentlich zu groß für ihn ist. Die ersten Medien-Kommentare nach dem TV-Interview fallen wenig schmeichelhaft aus.

    Presse-Reaktionen auf Wulff: "Viel zu klein für dieses große Amt" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    "Auch ein Bundespräsident hat Menschenrechte". Wie größenwahnsinnig muss ein Mensch sein, der in legitimen Nachfragen und berechtigter Kritik an seiner Person eine Menschenrechtsverletzung wittert? Wie armselig ein Bundespräsident, der nur Larmoyanz für sich selber übrig hat? Wulff hat nicht begriffen, dass ihm niemand sein Häuschen madig machen oder seine Freundesclique verbieten will. Sondern dass man ihm nicht mehr zutraut, die Repräsentationsfunktion eines Amtes auszufüllen, das von der Glaubwürdigkeit und dem überzeugten Einsatz für Demokratie und Menschenrechte seines Inhabers lebt. Wulff wirkt unreif und selbstgerecht. Armes Deutschland - falls er sich weiter ans Amt klammert.
  8. #17

    Sie haben Recht

    Zitat von kagu Beitrag anzeigen
    Sehen Sie das wirklich so, dass die Bundesregierung vom Volk gewählt ist? Eigentlich sind es doch nur die Parteien, die wir wählen.
    Da war wohl der Wunsch Vater des Gedankens.
  9. #18

    Das Amt, der Mensch und die Öffentlichkeit

    Zitat von mutbürgerin Beitrag anzeigen
    "Auch ein Bundespräsident hat Menschenrechte". Wie größenwahnsinnig muss ein Mensch sein, der in legitimen Nachfragen und berechtigter Kritik an seiner Person eine Menschenrechtsverletzung wittert? Wie armselig ein Bundespräsident, der nur Larmoyanz für sich selber übrig hat? Wulff hat nicht begriffen, dass ihm niemand sein Häuschen madig machen oder seine Freundesclique verbieten will. Sondern dass man ihm nicht mehr zutraut, die Repräsentationsfunktion eines Amtes auszufüllen, das von der Glaubwürdigkeit und dem überzeugten Einsatz für Demokratie und Menschenrechte seines Inhabers lebt. Wulff wirkt unreif und selbstgerecht. Armes Deutschland - falls er sich weiter ans Amt klammert.
    Die Sache ist ziemlich persönlichkeitsverletzend. Halten wir die Fakten fest. Der Mann war gerade in Saudi Arabien als das Gezeter losging. Was macht ein Normalsterblicher in so einer Situation. Die Reise abbrechen, wohl kaum. Otto Normalbürger kann auch nicht davon ausgehen das wenn er dann "nach Hause kommt die Hütte brennt". Geahnt haben muß Wulff aber schon etwas und der Lebensferne des Amtes angemessen hat er versucht den Medien (ausgerechnet Springer!!!) eine Maulkorb zu verpassen, bis er sich offiziell äußern kann. Kann sein das ihm sein gefeuerter Pressesprecher dazu geraten hat.
    Das Internet hat aber die normalen Verhältnisse auf den Kopf gestellt. Wer viel Geld hat, kann die Macht kontrollieren, wer nur "Macht" hat wird rasend schnell zum Hanswurst. Ob überhaupt und was davon wahr ist, ist dabei ziemlich egal-hängen bleibt immer was.

    Ich bin mir inzw. ziemlich sicher, das keiner der Vorpräsidenten vor Johannes Rau unbeschadet "durch´s Amt" gekommen wären:

    Heuss (Zustimmung zum Ermächtigunsgesetz der Nazis)

    Lübke (häufige "Auslandsfehltritte": „Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Neger“)

    Heinemann (nichts ernsthaftes)

    Scheel (NSDAP-Mitglied)

    Carstens (SA-Mann, NSDAP-Mitglied)

    Weizäcker (Fähnleinführer in der Hitlerjugend)

    Herzog ("Rentnerdemokratie")

    Rau ("West-Lb"-Affaire)

    Das sind "Flecken an den Jacken" derer die mit der Schnelligkeit und teilw. Bösartigkeit des Internets noch nichts zu tun hatten.

    Ob das 2012 auch so gewesen wäre bezweifle ich.

    Ciao
    DerDemokrator

    P.S. Dies ist keine Verteidigungsrede für Bundespräsident Wulff. Sie soll eher einen Blick auf das Abdriften gesellschaftlicher Werte werfen.
  10. #19

    Zitat von madox29 Beitrag anzeigen
    Dieser Präsident von Merkels Gnaden passt zu der mittelmäßigen schwarz-gelben Koalition wie die Faust aufs Auge. Mittelmaß ist in diesem durchaus noch als Kompliment zu werten. Leider passt dieser Präsident weder zu dem Land, noch zu dem Volk, dass er repäräsentieren soll...
    Schaden für das Amt?
    Das Amt kann Schaden nehmen, wenn der jetzige Inhaber um jeden Preis daran festhalten möchte und damit durchkommt.