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Premiere nach Fukushima: Japan fährt Atommeiler wieder hoch
REUTERSStromknappheit in den heißen Sommermonaten: Damit begründet die japanische Regierung ihre Anweisung, zum ersten Mal nach der Fukushima-Katastophe zwei Atomreaktoren wieder ans Netz zu nehmen. Tausende Atomkraftgegner protestieren vor dem Büro des Regierungschefs.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...839227,00.html
- #110 16.06.2012 14:21 von
Risiko ist Trumpf für die Regierung Japans
Die Kernkraftlobby steht hinter der Regierung und wie stellt sich solche Rückenstärkung der japanischen Bevölkerung im Ernstfall dar. Selbst die nach einem Vortrag üblichen Bücklinge der Sprecher dürften beim Thema der Notwendigkeit Meiler wegen möglicher Energieengpässe neuerlich hochzufahren, wenig Begeisterung auslösen. Die Interessen einer bestimmten Lobby dürften häufig den Interessen der Bevölkerungsmehrheit konträr entgegenstehen und eine Regierung, die den Interessen einer Lobby nachkommt hat ein Wahrnehmungsproblem.
Nach der Gau-Premiere der Meiler in Fukushima Daiichi dürfte das Bedürfnis nach weiteren Premieren in Japan sehr eingeschränkt sein. Die Erinnerung daran ist nach einjährigem Anstandspäuschen und Bagatellisierungsversuchen hinsichtlich der Katastrophe noch nicht gründlich genug von anderen Ereignissen überlagert. Sollte durch ein weiteres schweres Erdbeben die erneut hochgefahrenen Meiler eine weitere Katastrophe markieren, müsste die jetzige Regierung einschließlich Lobbyisten, vermutlich beizeiten die Beine in die Hand nehmen und sich möglichst rasch ins Ausland absetzen oder an vorderster Front als Katastrophenbekämpfer agieren. - #111 16.06.2012 14:21 von
- #112 16.06.2012 14:27 von
Höfe
- #113 16.06.2012 14:30 von
Stromtrassen
Mal Fakten zu den Stromtrassen. Geplant sind ganze 3.800 km neue Stromtrassen. Im Moment existiert in Deutschland ein Netz von über 35.000 km 220 und 380 KV-Leitungen. Es geht also um eine Aufstockung der Stromtrassen um gut 10%. Das wird das Landschaftsbild in Deutschland kaum negativ beeinflussen.
- #114 16.06.2012 14:31 von
Das stimmt so nicht ...
Ihre Aussage ist so falsch, denn wir können heute sehr wohl etwas dazu sagen, welche langfristigen radiologischen Auswirkungen der Unfall von Fukushima auf die japanische Bevölkerung haben wird:
sehr geringe bzw. statistisch nicht nachweisbare.
Dies ergibt sich beispielsweise aus langjährigen Untersuchungen und Forschungsarbeiten zu rund 6.000 Betroffenen der Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki, die effektive Strahlendosen zwischen 100 und 200 mSv erhalten hatten und seit 1950 unter medizinischer Beobachtung stehen bzw. gestanden haben. Das Ergebnis:
1 zusätzlicher langfristiger Krebssterbefall auf 150 Betroffene im Vergleich zum Rest der Bevölkerung.
Die unter anderem auch aus diesen Erkenntnissen abgeleitete konservativ abdeckende, lineare Dosis-Wirkungsbeziehung der unabhängigen Internationalen Strahlenschutzkommission (IRCP) besagt, dass sich statistisch das langfristige Kressterberisiko bei einer Effektivdosis von 100 mSv von 25 % (Raucher: 35 %) um 1 % erhöht.
Diese Erkenntnisse werden jedoch zu wenig zur Kenntnis genommen. - #115 16.06.2012 14:32 von
Genau. 4 Mrd. sind quasi winzige Krümel aus den Nähten der grossen Geldbörse, aus denen die wöchentlichen 100 Mrd Taschengeld an bedürftige "EU"-Partner ausgeschüttet werden, maximal.
Umgekehrt: wenn die Bevölkerung weltweit weiterhin so zunimmt, werden Öl, Gas & Kohle längst nicht mehr reichen. Von dem albernen Windmühlenspielzeug mal ganz abgesehen.Hängt der Bevölkerungszuwachs mit der Art der Energieerzeugung zusammen? Wäre mir neu. - #116 16.06.2012 14:35 von
...
Doch, es gibt Gründe die AKW nicht wieder hochzufahren: Damit zukünftige Beeinträchtigungen durch nukleare Kontaminationen verhindert werden. Jedes normale Kernkraftwerk enthält im Betrieb genug Material um hunderte Milliarden Menschen mehr oder weniger schnell umzubringen, und neigt dazu diese Stoffe äusserst effektiv fein in der Biosphäre zu verteilen wenn es nicht in jeder Sekunde mit grossem Aufwand kontrolliert wird.
- #117 16.06.2012 14:36 von
- #118 16.06.2012 14:36 von
- #119 16.06.2012 14:38 von
Lobbies
Auch dort gibt wie in Frankreich Stimmzettel. Und man wird sehen, das ist Sache der japanischen Bevölkerung. Und natürlich ist Politik Lobbyismus, das war sie immer und wird sie immer sein. Demokratische Politik ist der - hoffenlicht- argumentative Widerstreit von Interessen. Jeder und alles hat eine Lobby, die Hausfrauen, die Turner, die Solarindustrie, die Fußballspieler, die Bundeswehr, die Pazifisten, die Ökologen, die Lehrer, die Beamten, die Steuerzahler, die Muslime, die Kirchen, die Industrie, das Handwerk, der Handel usw. usw.
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