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Premiere in Deutschland: Bluttest erkennt Down-Syndrom bei Embryos

DPAForscher haben das Genom eines Fötus ohne Fruchtwasser-Untersuchung entschlüsselt. Schon bald kommt in Deutschland ein Test auf den Markt, um Trisomie 21 bei Embryos zu erkennen. Ein Segen für werdende Eltern oder eine Diskriminierung von Behinderten?

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...837554,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Forscher haben das Genom eines Fötus ohne Fruchtwasser-Untersuchung entschlüsselt. Schon bald kommt in Deutschland ein Test auf den Markt, um Trisomie 21 bei Embryos zu erkennen. Ein Segen für werdende Eltern oder eine Diskriminierung von Behinderten?

    Trisomie 21: Bluttest erkennt Down-Syndrom beim Fötus - SPIEGEL ONLINE
    Nun, ich denke der Test, wenn er denn wirklich braucbar ist, sollte zur Pflicht werden. WArum um alles in der Welt müssen wir Irrwege, die vorzeitig erkennbar sind, unbedingt beschreiten? wichtig: Ich spreche hier von schweren Behinderungen, die ein selbständiges Leben nicht ermöglichen.
  2. #2

    Ethikgequatsche

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Forscher haben das Genom eines Fötus ohne Fruchtwasser-Untersuchung entschlüsselt. Schon bald kommt in Deutschland ein Test auf den Markt, um Trisomie 21 bei Embryos zu erkennen. Ein Segen für werdende Eltern oder eine Diskriminierung von Behinderten?

    Trisomie 21: Bluttest erkennt Down-Syndrom beim Fötus - SPIEGEL ONLINE
    Uns selbst wurde ein Down-Syndrom-Kind mit schwerster Variante geschenkt.
    Es konnte weder sprechen noch selbständig essen oder trinken, lernte erst mit 6 Jahren einige Schritte gehen und war blind.
    Mit 12 Jahren wurde es erlöst.
    Wie sehr wir mit diesem Kind litten , wie wir es liebten und wie wir um es trauerten ,kann ich heute, nach gut 13 Jahren, immer noch nur schwer in Worte fassen.
    Aus heutiger Sicht hätte ich diesem Kind sein Leiden erspart.
    Mich widern diese gutmenschigen Weltverbesserer an, die vom heiligen Leben, von Förderungen und Diskriminierungen faseln...
    Ich denke, sie haben keine Ahnung von dem,was sie reden.
  3. #3

    Elternsache

    Es ist und bleibt Sache der Eltern, ob sie so ein Kind wollen oder nicht. Niemand darf und soll jemand anderem seine moralischen Standards aufzwingen. Es ist ein leichtes über so etwas zu urteilen, aber die, die so ein Kind zuhause haben und pflegen müssen sind immer noch die Eltern. So was kann von niemandem verlangt werden.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Forscher haben das Genom eines Fötus ohne Fruchtwasser-Untersuchung entschlüsselt. Schon bald kommt in Deutschland ein Test auf den Markt, um Trisomie 21 bei Embryos zu erkennen. Ein Segen für werdende Eltern oder eine Diskriminierung von Behinderten?

    Trisomie 21: Bluttest erkennt Down-Syndrom beim Fötus - SPIEGEL ONLINE
    Was soll bitte daran schlimm sein ungeborene Kinder nach ihrem Erbgut auszusortieren? Die Geburt eines behinderten Kindes kann eine schwere Belastung für eine Familie darstellen.
    Es möchte ja niemand sein Kind nach kosmetischen Aspekten, wie in Gattaca auswählen.
  5. #5

    tolle Sache

    Na ist doch super.. und wieder geht die Medizin einen Schritt weiter nach vorne.. ich bin mir übrigens noch nicht so sicher, dass wir den nächsten Venustransit nicht erleben :)
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Forscher haben das Genom eines Fötus ohne Fruchtwasser-Untersuchung entschlüsselt. Schon bald kommt in Deutschland ein Test auf den Markt, um Trisomie 21 bei Embryos zu erkennen. Ein Segen für werdende Eltern oder eine Diskriminierung von Behinderten?

    Trisomie 21: Bluttest erkennt Down-Syndrom beim Fötus - SPIEGEL ONLINE
    Ein Segen für die Eltern oder eine Diskriminierung von Behinderten? Es ist für mich völlig unverständlich, wie man diese Frage auch nur stellen kann. Als ob es ein Mittel gegen Diskrimierung wäre, wenn es mehr vermeidbare Behinderungen gibt.

    Oder geht es darum, dass die Schwangeren nicht angemessen genug leiden, wenn statt einer Amniozentese eine einfache Blutabnahme ausreicht?

    Was ist das für eine Moral?
  7. #7

    Zitat von somasemapsyches Beitrag anzeigen
    Uns selbst wurde ein Down-Syndrom-Kind mit schwerster Variante geschenkt.
    Es konnte weder sprechen noch selbständig essen oder trinken, lernte erst mit 6 Jahren einige Schritte gehen und war blind.
    Mit 12 Jahren wurde es erlöst.
    Wie sehr wir mit diesem Kind litten , wie wir es liebten und wie wir um es trauerten ,kann ich heute, nach gut 13 Jahren, immer noch nur schwer in Worte fassen.
    Aus heutiger Sicht hätte ich diesem Kind sein Leiden erspart.
    Mich widern diese gutmenschigen Weltverbesserer an, die vom heiligen Leben, von Förderungen und Diskriminierungen faseln...
    Ich denke, sie haben keine Ahnung von dem,was sie reden.
    Danke für Ihren Beitrag. Ich sehe es selber ganz genau so. Ließe man die Bevölkerung über diese Themen abstimmen, wäre die Antwort eindeutig. Hier haben die Kirchen immer noch viel zu sagen, obwohl Deutschland mit Kraft auf dem Weg in eine säkulare Gesellschaft ist.
    Zu ihrem letzten Absatz: diese Thematik erinnert mich immer an unseren früheren Biologie-Lehrer: er predigte Umweltschutz und fuhr dann in den Schulferien mit seinem Wohnmobil um die Welt.
  8. #8

    Auch Menschen mit Down-Syndrom sind Menschen

    Ich habe meinen Zivildienst in einem Behindertenwohnheim gemacht und empfand die Menschen mit Down-Syndrom als lebensfroh und herzensgute Wesen. Daher wäre es ein Verlust, wenn Eltern von ihrer Umgebung gezwungen werden solche Kinder abzutreiben. Dies sollte nur in Erwägung gezogen werden, wenn das Kind zusätzlich schwer körperbehindert ist. Aber Down-Syndrom alleine sollte kein Grund sein ein Kind abzutreiben.
  9. #9

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Auch die Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Christiane Woopen, gibt im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE zu bedenken, dass es mit dem Test theoretisch möglich ist, ein Down-Syndrom schon in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten zu entdecken. "Das würde bedeuten, dass eine Frau nach psychosozialer Beratung die Schwangerschaft ohne weitere Gründe straffrei beenden lassen darf", so Woopen. "In diesem Fall stünde die Selbstbestimmung der Frau über dem Recht des ungeborenen Kindes auf Leben."
    Trisomie 21: Bluttest erkennt Down-Syndrom beim Fötus - SPIEGEL ONLINE
    Diese Aussage macht für mich keinen Sinn. Laut Gesetzeslage steht in den ersten 14 Schwangerschaftswochen das Recht der Frau auf körperliche Selbstbestimmung so oder so an erster Stelle. Auch bei völlig gesunden Föten dürfen Frauen in dieser Zeit abtreiben. Warum sollte das bei kranken Föten plötzlich nicht mehr gelten.








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