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Premiere in Deutschland: Bluttest erkennt Down-Syndrom bei Embryos
DPAForscher haben das Genom eines Fötus ohne Fruchtwasser-Untersuchung entschlüsselt. Schon bald kommt in Deutschland ein Test auf den Markt, um Trisomie 21 bei Embryos zu erkennen. Ein Segen für werdende Eltern oder eine Diskriminierung von Behinderten?
http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...837554,00.html
- #10 07.06.2012 15:15 von
Dieser Test ist mit Sicherheit keine Diskriminierung für niemanden. Sonst bedeutet der AIDS-Test oder ein Test auf Krebs auch eine Diskriminierung für irgendjemanden. Erstaunlich übrigens, wie hier auf Ethik gepocht wird, während gleichzeitig jährlich tausende Kinder egal ob krank oder gesund abgetrieben werden.
- #11 07.06.2012 15:23 von
Seltsame Ethik
Das ist ja schön, wenn so oeine Ethikkommission oder Behindertenverbände die Pränataldiagnostik kritisieren.
Aber wenn ich ein Verfahren habe, das sowohl das gleiche Ziel wie die bisherige Fruchtwasseruntersuchung hat, die gleichen Implikationen für das Kind, die gleiche Zuverlässigkeit und der einzige Unterschied darin besteht, dass keine Lebensgefahr mehr für das Kind besteht, dann begibt sich so eine Ethikkommision schon in ein ziemmlich seltsames Fahrwasser, wenn sie behauptet, die nicht lebensgefährliche Variante sei ethisch problematischer. Als würde das Risiko für das Kind das ganze besser machen.
Im Übrigen, wenn es mir egal ist, ob mein Kind behindert ist oder nicht, ich nur aus reiner Neugierde einen Testmache, der mit einprozentiger Wahrscheinlichkeit den Tod meines Kindes bedeutet, dann habe ich echt eine Schraube locker. DAS halte ich für ethisch kaum vertretbar. - #12 07.06.2012 15:23 von
Moderne Hellseherei
Einem Freund und seiner Frau haben sie vor einigen Jahren nach einer Untersuchung während der Schwangerschaft empfohlen, das Kind abzutreiben. Sie entschieden sich für das Kind, immerhin haben sie sieben Jahre drauf gewartet.
Das Kind wurde kerngesund geboren, ohne Downsyndrom oder sonstwas.
Niemand weiß, was Gott vorhat, außer Er selbst! - #13 07.06.2012 15:23 von
- #14 07.06.2012 15:24 von
Bis zu diesem Teil hatte ich sogar tiefes Mitgefühl für Sie. Hier aber kann ich Ihnen nicht folgen. Ist es sinnvoll, beleidigend zu werden?
Unsere Kinder sind gesund. Und so maße ich mir kein Urteil an. Ich sehe aber auch die Eltern, deren Kinder nur leicht unter dem Down-Syndrom leiden. Eltern, die froh über die Kinder sind und Kinder, die behindert dennoch ein glückliches Leben leben. Es bleibt, denke ich, eine Entscheidung der Eltern.
Ich befürchte, dass solche Tests dazu führen werden, dass man fragen wird "Wieso bist Du so, man hätte Dich ja verhindern können". Und - leider - gerade Menschen wie Sie machen mir da Angst, wenn ich Ihre Äußerungen so lese. Ich respektiere jede Entscheidung - aber wer so eilfertig von Gutmenschen spricht, ist vermutlich auch schnell mit der Anklage, falls Eltern doch ein behindertes Kind bekommen? Ich hoffe nicht. - #15 07.06.2012 15:24 von
- #16 07.06.2012 15:25 von
Da der Mensch heute in der Lage.....
Zitat:
"Kritiker hingegen befürchten, dass die vereinfachten Tests dazu führen, dass Ungeborene aufgrund ihres genetischen Materials aussortiert werden. "Dieser Test ist nicht nur im hohen Maße diskriminierend, ich halte ihn auch für illegal", sagt der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung Hubert Hüppe (CDU). "
...ist, auch Neugeborene mit schweren Schäden am Leben zu halten hat die natürliche Auslese beim Mensch nahezu aufgehört. Mit immer neuen Tests wäre der Mensch in der Lage diese Auslese wieder in Gang zu setzen. Immer natürlich auf der Basis von Freiwilligkeit. Ich kenne zwei wunderbare und so lebensfreudige Menschen mit DownSyndrom um die es unglaublich schade wäre. - #17 07.06.2012 15:25 von
Entscheidungsfreiheit
Das wäre genauso unsinnig wie ein Verbot des Tests.
Die Eltern, nicht die Gesellschaft, sollen entscheiden welche Tests durchgeführt werden.
Und die Eltern, nicht die Gesellschaft, sollen entscheiden welchen Einfluss die Testergebnisse auf die Entscheidung ein Kind zur Welt zu bringen haben sollen. - #18 07.06.2012 15:25 von
Unweigerlich
Der evolutionäre Selektionsdruck, den der Mensch durch Technologie zunächst abgeschafft hatte, kommt nun mittels eben dieser auf Umwegen wieder ins Spiel. Da mögen sich die Pseudomoralisten noch so sehr dagegen stemmen, die natürlichen Mechanismen lassen sich offensichtlich nicht dauerhaft aushebeln; sie wohnen dem Menschen nun mal inne.
Unabhängig davon: Biotechnologie ist immer noch besser als Steinzeit. - #19 07.06.2012 15:26 von
Jeder wünscht sich ein gesundes Kind...
warum nicht also schauen, dass man auch eines bekommt, wenn es geht?
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