Preisrekord in Deutschland: Politiker wollen Preissprünge bei Benzin verbieten

DPABinnen Sekunden steigen die Preise an den Tankstellen, die Autofahrer haben kaum noch Überblick - der Zorn wächst. Jetzt wird im Bundesrat über die undurchsichtige Politik der Mineralkonzerne beraten.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...824709,00.html
  1. #400

    Zitat von achim-bonn Beitrag anzeigen
    Der Fehler liegt im Konzept, was ein Ideologisches ist. E-Autos haben einen sehr eingeschränkten Wirkungsradius, danach zu lange Ladezeit, sind aufgrund der geringen Zuladung gewerblich nicht zu gebrauchen und kosten zudem noch zu viel, sind also absolut nur was für Idealisten, die ihr eigenes Ökosiegel sichtbar nach aussen tragen müssen.
    Der Preisnachteil wird sich bei weiter steigenden Spritpreisen irgendwann relativieren, der Gewichtsnachteil wird bleiben, da die Energiedichte von Sprit natürlich unübertroffen ist. Die Ladezeiten sind eine Frage des Ladestroms und der Aufnahmefähigkeit der Zellen, da hat sich in den letzten Jahren einiges getan.

    Zitat von achim-bonn Beitrag anzeigen
    Fragen Sie doch mal grüne Politiker, wie ihr Dienstwagen angetrieben wird.
    Ströbele fährt Fahrrad, die anderen vermutlich dicke Wagen der Fahrbereitschaft. Warum sollten die Grünen auch besser sein als das Volk, das sie vertreten?
  2. #401

    Klar ist genauso, ...

    Zitat von fatih_ersoy Beitrag anzeigen
    ... keine Frage: die Abzocke der Konzerne ist widerlich. Aber vergessen wir mal nicht: den Löwenanteil am Benzinpreis bilden die Steuern.
    ... dass der Staat den Prozentsatz NICHT erhöht hat, der Ölpreis aber immer höher getrieben wird. Die Preissteigerungen gehen also allein von den Ölkonzernen aus. Dabei wird jede, noch so fadenscheinige Begründung an den Haaren herbeigezogen.

    Soll denn der Staat durch Senkung des Steuersatzes die Ölkonzerne subventionieren? Bei den Schlecker-Frauen gab's doch einen Aufschrei der Gralshüter der "freien" Marktwirtschaft.
  3. #402

    Zitat von fatih_ersoy Beitrag anzeigen
    Hauptsache die Statistik stimmt. Es bringt mir herzlich wenig, in einem statistischen Mittel erfasst zu werden, in dem mein realer Bedarf von Oma Lenchens wöchentlichen Fahrten zum Supermarkt verwässert wird.
    Dann wird Oma Lenchen irgendwann aufs Elektroauto umsteigen, sobald das für Kurzstrecken finanziell interessant wird (also sicher nicht in den nächsten Jahren) und Sie bleiben beim Benziner. Wo ist das Problem?
  4. #403

    Stundenspiel Tanke ...

    Zitat von Diskutant_EF Beitrag anzeigen
    Klar wäre das nett. Aber im Moment fährt der Deutsche im Durchschnitt 40km pro Tag. Er käme also auch mit weniger aus.
    Es ist unwahrscheinlich dass (unsere) Bürger freiwillig auf gewohnten Komfort verzichten werden.
    Selbst zum Ökobauer wird heute per Auto gefahren selbst wenn man ewig erst den Parkplatz davor suchen muss.

    Gibt es eigentlich eine Branche die genau wie die Tankstellen stündlich ihre Preise festlegen ?
    Nein, denn selbst auf dem Wochenmarkt wird allenfalls kurz vor Ende die Überschußware mal reduziert ! Auch die Halbleiterbranche ändert ihre 'Tagespreise' nur in Ausnahmefällen wirklich täglich obwohl dort vieles per Flieger tatsächlich tagesaktuell eintrifft.

    Die Tankstellen haben sich eine Situation eingerichtet welche einmalig in der Marktwirtschaft ist. Das Öl was sie verkaufen wurde schon Wochen vorher gefördert und raffiniert. Es ist nicht nachvollziehbar wieso der Preis sich täglich mehrfach ändern soll.
    Macht das Schule haben wir Montags bald variable Preise für DER SPIEGEL und FO..S wo dann minütlich je nach Heftstapelhöhe im Laden der Preis schwankt ?! Wie wäre es wenn zwischen 3,50€ und 4,50€ beide Hefte heftig schwanken würden ?
    Dazu kommt das die Tankstellen ja nur noch existieren weil sie viele Zeitschriften und Produkte mit strenger Preisbindung OHNE Wettbewerb verkaufen können. Die ganzen Profite durch die Preisschwankungen bekommt der Pächter ja gar nicht ab.
  5. #404

    hab zwar die Quelle nicht parat, aber

    Zitat von kampenistschön Beitrag anzeigen
    Nein,es muss doch nicht jeder Auto fahren.Es ist doch wohl ein Unterschied ob ein Arbeitnehmer,der genausogut Zug fahren kann die Strassen verstopft oder ein Arbeitgeber zu wichtigen und eiligen Terminen muß.
    ...genau aus diesem Grunde kursieren im Verkehrsministerium Pläne um die Einführung einer Benutzungsberechtigungsbescheinigungsbehörde für öffentliche Straßen, abgekürzt BBBBS (oder, wie Insider sie schon nennen, B-Quad-S, Quad für Quadrupel). Leider gibt es wie so oft im Leben auch hier schon die ersten Miesmacher, die von B-Quad-Sch reden - anyway - wie der verkehrspolitische Sprecher der FDP verlauten ließ, sei es in einem Land wie Deutschland, in dem über 90% der Arbeitsplätze vom Mittelstand abhingen, nicht hinnehmbar, wenn Arbeitgeber auf dem Weg zu wichtigen und eiligen Terminen von meist schwach motorisierten Arbeitnehmern oder gar Hartz-IV-Empfängern behindert würden.

    Gedacht ist an ein Benutzungsberechtigungsprüfgerät (BBPG), das in jedes Fahrzeug mit geringem Aufwand eingebaut werden muss. Der Preis soll - durchaus sozialverträglich gestaltet - unter 300 Euro betragen. Das BBPG wird nach behördlicher Prüfung mit wichtigen Daten (berufliche Tätigkeit, Grund der Fahrt usw.) programmiert. Auf der Straße kommunizieren die BBPGs verschiedener Fahrzeuge automatisch miteinander. Nähert sich auf der Autobahn von hinten ein ranghöheres Fahrzeug (z.B. ein wichtiger und eiliger Arbeitgeber), so übt das BBPG elektronisch gesteuert einen sanften Rechtsdruck auf das Lenkgetriebe aus, bis das rangtiefere Fahrzeug die linke Spur freigemacht hat. An dem Problem möglicher Kollisionen mit bereits auf der rechten Spur befindlichen Fahrzeugen werde noch gearbeitet.
    Solange die B-Quad-S noch nicht flächendeckend eingeführt sind, können die BBPG direkt bei den kommunalen Straßenverkehrsämtern erworben werden. Anträge können bereits ab dem 1. April bei der örtlichen Zulassungsstelle gestellt werden.
  6. #405

    Spritpreisabzocke...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Binnen Sekunden steigen die Preise an den Tankstellen, die Autofahrer haben kaum noch Überblick - der Zorn wächst. Jetzt wird im Bundesrat über die undurchsichtige Politik der Mineralkonzerne beraten.

    Preisrekord in Deutschland: Politiker wollen Benzin-Preissprünge verbieten - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Disskussion gerade im ZDF...mit Peter Hahne, Autopapst Andreas Kessler

    und Annegret Kramp- Karrenbauer...

    Länder wollen sich mit Spritpreisbremse befassen.
  7. #406

    Zitat von Ishibashi Beitrag anzeigen
    Selbst bei der in Zukunft weiter sinkenden Ölförderung macht es wenig Sinn Benzin zu sparen, weil das den Preisanstieg nur verlangsamen würde und somit den Verbrauch in einem anderen Kontinent erhöht. Egal was wir machen oder was Politiker versprechen, an immer höhere Benzinpreise werden wir uns gewöhnen müssen. Wenn in Indien genau soviel Autos pro Kopf fahren würden wie in Deutschland, wäre der Benzinpreis eher bei 30 € pro Liter.
    Ist im Prinzip nachvollziehbar. Wenn ich mich auf 110km/h bis 130 km/h beschränke (es gibt auch eine rechte Spur!) kann ich doch den Verbrauch auch bei größerer Maschine erheblich senken, als wenn ich die permanente Raserei mitmachen würde. Zumindest kann ich für den Moment meine Geldbörse schonen, auch was Motor, Reifen, Stoßdämpfer etc. betrifft.
    Um die Langfristerhöhung der Rohölpreise kommen wir nicht herum, aber ein Zeitgewinn ist doch auch schon etwas. Ich denke nicht, daß die Zahl der wohlhabenden Inder, die sich ein Auto leisten kann, in absehbarer Zeit explodiert. Dort haben nur 31% Zugang zu einer Toilette, aber mehr schon ein Handy, was momentan wohl wichtiger ist.