Was viele -auch in diesem Forum- vorhergesagt hatten, ist eingetreten.
Das Embargo der EU ist ein Schuss ins eigene Knie.
APIran will das Ölembargo der EU mit einer Doppelstrategie unterlaufen. Das Land stoppt Lieferungen nach Europa - und verbessert die Konditionen für Abnehmer in Asien: Laut "Financial Times" gewährt es Indien inzwischen Preisnachlässe von mehreren Dollar pro Barrel.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...827027,00.html
Was viele -auch in diesem Forum- vorhergesagt hatten, ist eingetreten.
Das Embargo der EU ist ein Schuss ins eigene Knie.
Dieser Satz fiel mir bereits in einem weiteren SPON-Artikel auf und er lößt so großes Unbehagen in mir aus, dass ich mich nun doch angemeldet habe.Weil die Benzinsteuer in den USA sehr niedrig ist, machen sich Preissteigerungen beim Öl deutlicher bemerkbar als etwa in Deutschland.
Wieso führt eine niedrige Steuer zu höheren Preisschwankungen? Ist es denn nicht ganau so, dass hohe Steuern kleine Preisschwankungen noch vergrößern?
Also sagt mir mein - hoffentlich - gesunder Menschenverstand, dass entweder die Benzinsteuer in USA höher als bei uns ist (wovon ich nicht ausgehe) oder andersrum wir die Dummen sind, die die Preissteigerungen deutlicher am Benzinpreis spüren.
Eine Erklärung für das deutlichere Spüren wäre für mich, dass amerikanische Autos (im Allgemeinen?) mehr Spritt verbrauchen.
Für eine Klärung wäre ich dankbar.
Ich denke damit ist gemeint, dass der Rückgang beim Konsum, der geringere Steuereinnahmen zur Folge hat, in Deutschland durch die hohe Besteuerung des Benzins ausgeglichen werden kann. Es geht also nicht um die Preisschwankung des Benzins an sich, sondern um die damit verbundenen Einnahmen des Staates.
Die Quote in die Bundesrepublik beträgt gerade mal 820.000 t. Ist ja toll. Wieviele Raffinerien gibt es eigentlich noch in Deutschland? Welche Mineralölfirma ist eigentlich noch "deutsch"?
Was sollen derartige manipulative Meldungen?
Fakt ist: Man redet doch immer über den "globalisierten" Markt. Dem ist ja auch so. Damit sind aber auch die Verfügbarkeiten globalisiert. Das Rohöl geht in die Länder, in denen die Raffinerien stehen, dort wird es verarbeitet. In Deutschland sind entscheidende Mengen an solchen Kapazitäten abgebaut worden. Die Gründe dafür dürften bekannt sein. Somit wird ein erheblicher Teil der Produkte importiert. Die These, es sei für Deutschland eigentlich bedeutungslos, ob Öl aus dem Iran geliefert werde, geht demzufolge ziemlich daneben.
Dieses Krämerdenken sollte man doch allmählich hierzulande einstellen und die wahren Zwänge einer globalisierten Welt zur Kenntnis nehmen. Und an dieser Globalisierung lässt sich auch nichts mehr ändern. Auch wenn das einige Berufsphantasten noch so gerne möchten. Die Verflechtungen sind Notwendigkeiten geworden und irreversibel. Es ist offenbar ein Privileg deutscher Politik zu glauben, mit markigen Sprüchen a la Merkel, könne man dies beeinflussen. Das könnte nur dann funktionieren, wenn sie den Bau einer Mauer um das Land errichten lässt. Darin hat sie ja Erfahrung. Nurt, wer möchte dann dort noch leben. Womit sich das Thema selbst erledigt.
Und das ist gut so!
Nicht weil ich das Regime im Iran unterstützen möchte, sondern weil ich zufrieden bin, dass diese Politik der gegenseitigen Erpressung und der Verbreitung von Halbwahrheite aus und in alle Richtungen nicht sooo erfolgreich ist.
Der selbsternannte "Gutwesten" ist nämlich auch nicht mehr zivilisiert, als ander Länder, die offiziell zum "Bösen" gehören.
Man sieht es gerade an der Diskussion über Herrn Grass - unterstes intellektuelles Niveau, schlechtes Benehmen, gerade von "Persönlichkeiten" die ich früher mal achtete.
... den Iran mit "Discounterpreisen" für seine Produkte zu überführen.
"Iran will EU-Ölembargo mit Discountpreisen austricksen"
betitelt ein nicht namentlich benannter Kommentator bei SPON einen als Kommentar ausgewiesenen Beitrag bei SPON.
Ohne Namen des Kommentators wird hier ein Kommentar eingestellt, der an journalistischer Armeseligkeit kaum zu überbieten ist.
Man nehme nur die Kommentarüberschrift des namenlosen Kommentators, weil im Text dieses Kommentars geht es so armselig weiter :
"Iran will EU-Ölembargo mit Discountpreisen austricksen"
Eine wahrhafter Angriff auf die freie Welt von Kapital und Markt , die sich der Iran leistet - mit Discounterpreisen will dieser die EU austricksen.
Logik dieses Kommentars wäre ja dann, die Bürger der EU als Endabnehmer von Produkten sehen sich seit Jahrzehnten mit Discountern und Discounterpreisen konfrontiert und werden somit schon Jahrzehnte unter freiem Markt und Kapital ausgetrickst.
Ein hoher Steueranteil dämpft die relativen Schwankungen.
Ein Beispiel: Wenn ein Liter Benzin erst einen Euro kostet und dann die Tankstellen meinen, daß sie zwei Euro brauchen, um profitabel zu bleiben, und keinerlei Steuern dazukommen, dann hat sich aus Sicht des Verbrauchers der Preis verdoppelt, von einem Euro auf zwei. Kommt aber in jedem Fall noch ein Euro Mineralölsteuer dazu, dann ist der Preis von zwei Euro auf drei Euro gestiegen, relativ gesehen also nur um die Hälfte des ursprünglichen Preises.
Wer am Benzinpreis alles verdient - Benzinpreis - FOCUS Online - Nachrichten
Hoffe das veranschaulicht das etwas. Sie zahlen in den USA 80 Cent den Liter, in Deutschland 1,55 €. Steigt der Einkaufspreis um 1 Cent wird der Preis in den USA um 1/80 teuerer, bei uns dagegen nur um 1/155.
Der Großteil der Steuern (Mineralöl+Öko) sind fix, also pro Liter, unabhängig vom Preis. Nur die MwSt von 19% ist preisabhängig.