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Preiskampf an der Zapfsäule: Kartellwächter knöpfen sich Benzinkonzerne vor

dapdIhre erste Offensive scheiterte - jetzt probieren es die Wettbewerbswächter noch einmal: Das Bundeskartellamt startet ein neues Verfahren gegen BP, Aral, Esso, Jet, Shell und Total. Ihnen werden Dumping-Preis-Attacken gegen kleine Tankstellenbetreiber vorgeworfen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...825600,00.html
  1. #90

    Zitat von RudyMentaire Beitrag anzeigen
    Und es gibt tatsächlich Menschen, die auf das Auto angewiesen sind, da es ihre Existenzgrundlage oder gesundheitlich bedingt die einzige Fortbewegungsmöglichkeit darstellt.
    Seit Jahrzehnten wird gewarnt vor der heutigen Situation, und plötzlich tut man so als wäre Autofahren alternativlos.

    Man wird sehen wie alternativlos das ist, wenn es sich keiner mehr leisten kann. Wer ohne KFZ sein Leben nicht leben kann, der hat Jahrzehntelang seine Ohren sauber verschlossen vor den Warnungen vor der Energiemangelkrise. Wenn man dann anfängt mit jammern, kann ich das nicht ernst nehmen.

    Meine Vermutung ist: es wird ein harter Einschnitt, aber kein Zusammenbruch der Zivilisation. Allerdings wird uns das Geheul der KFZler in den nächsten Jahren noch tüchtig in den Ohren klingeln. Vermutlich werden sie es auch durchsetzen dass die Steuern wegfallen, und dafür die Rentenbeiträge wieder steigen. Aber das wird Ihnen nicht reichen, die Steuern dämpfen ja den Preisanstieg. Als nächsten werden dann direkte Subventionen gefordert. Als ob man mit Geld alles regeln kann.

    Aber ein Ölfeld füllt sich nicht plötzlich wieder, weil man in Deutschland die Steuern senkt, oder Subventionen zahlt.
  2. #91

    Zitat von Ingmar E. Beitrag anzeigen
    Seit Jahrzehnten wird gewarnt vor der heutigen Situation, und plötzlich tut man so als wäre Autofahren alternativlos.
    ...
    Stimmt, seit Jahrzehnten hört man, daß "in ca. 30-40 Jahren" sämtliche Erdölressourcen aufgebraucht sind.
    Komischerweise fahren wir immer noch mit dem Saft durch die Gegend und haben wie durch Zauberhand wieder einmal (immer noch) die obligatorische "Gnadenfrist" von 30-40 Jahren.

    Ich streite sicher nicht ab, daß die fossilen Brennstoffe eine endliche Ressource darstellen, die irgendwann versiegt, wenn wir weiter machen wie bisher.
    Ich bin auch der Letzte, der sich gegen alternative Antriebe wehrt, so lange sie in einem vertretbaren finanziellen und ökologisch sinnvollen Rahmen hergestellt und vertrieben werden können.
    Genauso wenig sage ich, daß Autofahren alternativlos ist. Gänzlich auf das Auto zu verzichten ist aber für nicht wenige Menschen auch keine Alternative, nicht nur aus Verantwortungslosigkeit oder Bequemlichkeit.

    Wenn man sein Leben so einrichten kann, daß man kein Auto benötigt ist das doch in Ordnung.
    Aber man kann so etwas nicht pauschal von jedem erwarten oder fordern.

    Da sie anscheinene ignorieren, was sie aus meinem Beitrag zitieren und dies nur als Aufhänger zur Pauschalkritik am Autofahren nutzen, erkläre ich es Ihnen gerne nochmal.

    Es gibt Menschen, die leben davon, daß sie ein Auto durch die Gegend bewegen.
    Sei es um Waren, "Autoverzichter",Kranke, ihr Werkzeug oder wen/was auch immer transportieren müssen. Das geht eben nicht immer per Bus und Bahn oder Fahrrad.
    Wenn Sie diesen Menschen vorwerfen, daß sie ihre Augen vor unabwendbaren Tatsachen verschliessen, bestätigen Sie nur eine gewisse Borniertheit, Ignoranz, und fehlenden Respekt vor Ihren Mitmenschen und deren Lebensumständen.

    Was wollen Sie eigentlich genau ausdrücken? Das der Individualverkehr in Deutschland an seine Grenzen stößt? Keine revolutionäre Erkennnis!
    Daß man deshalb Autos komplett abschaffen sollte? Ja nee, iss klar...
    Daß man sich verstärkt um alternative, erneuerbare Antriebsarten kümmern sollte, die einen Erdöl-unabhängigen Indivualverkehr unter ökologisch vertretbaren Gesichtspunkten aufrecht erhalten können? Da wäre ich sogar bei Ihnen!
    Oder nervt Sie einfach nur, daß es Menschen gibt, die gerne Auto fahren und dabei auch noch so etwas wie Spaß haben?

    Anderen "Jammerei" vorwerfen und selbst unfundiert, phrasendreschend Dampf ablassen, trägt übrigens auch nicht wirklich dazu bei, daß man Sie ernst nehmen kann.

    Und nochmal zur Jammerei: Es soll Menschen geben, die entgegen Ihrer persönlichen Meinung ein Auto benötigen und die durch die Preisgestaltung, die eine gewisse Willkür der Anbieter erahnen läßt, einfach weniger im Portemonnaie haben.
    Deren Kritik als Jammerei zu bezeichnen, spricht eher für Ihre Arroganz, als für die Fähigkeit, sich auch mal in andere hineinzuversetzen und zu versuchen, deren Probleme nachzuvollziehen.

    Ich will mein Auto übrigens nicht subventioniert bekommen, ich möchte nur nachvollziehbare, über einen längeren Zeitraum stabile, nicht überteuerte Preise für den Kraftstoff.
    Und ein bisschen Dankbarkeit für meine erhöhten Steuerausgaben von all den Nichtrauchern, Nichthundebesitzern und Nichtautofahrern, die auf meine Kosten vor Terror geschützt werden, auf den von meinem Geld instand gehaltenen Straßen kostenlos radfahren dürfen und deren Rente ich finanziere!
    Sagt artig "Danke", Ihr "Schmarotzer"!;)
  3. #92

    Ach ja,

    Zitat von CMH Beitrag anzeigen
    Selbstverständlich ist "scheinbar zu billig" eine Feststellung. Bei einer Vermutung hieße es "anscheinend zu billig".

    Jaja, deutsche Sprache.....
    Ach ja, ich finde solche Schlauschnacker ja auch immer toll:

    "Typische Varianten der Umschreibungen der subjektiv gebrauchten Modalverben zum Ausdruck einer Vermutung sind:

    Modalverb müssen
    subjektive Bedeutung: “Gewissheit”
    Umschreibung: sicher
    Varianten: sicherlich, mit Sicherheit, gewiss, mit Gewissheit, überzeugt sein, es besteht kein Zweifel, zweifelsfrei, ohne Zweifel, zweifellos, bestimmt, klar sein, feststehen, Kombination mit Adverb: ganz

    Modalverb müssen (Konjunktiv II)
    Subjektive Bedeutung: „hohe Wahrscheinlichkeit“
    Umschreibung: ziemlich sicher
    Varianten: mit hoher Wahrscheinlichkeit, aller Wahrscheinlichkeit nach, allem Anschein nach, Kombination mit Adverb: fast, sehr, ziemlich

    Modalverb dürfen (Konjunktiv II)
    Subjektive Bedeutung: „Wahrscheinlichkeit“
    Umschreibung: wahrscheinlich
    Varianten: mit Wahrscheinlichkeit, annehmen, glauben, so wie es aussieht, offenbar, offensichtlich, einiges / vieles spricht dafür, vermuten, es wird vermutet, es scheint, scheinbar, anscheinend, dem Anschein nach

    Modalverb können, können (Konjunktiv II), mögen
    Subjektive Bedeutung: „Möglichkeit“
    Umschreibung: vielleicht
    Varianten: es kann (schon) sein, möglicherweise, es ist möglich, es ist nicht ausgeschlossen, es ist denkbar, es wäre denkbar, unter Umständen, für möglich halten, wohl

    Modalverb dürfen (Konjunktiv II) + Negation
    Subjektive Bedeutung: „negative Wahrscheinlichkeit“
    Umschreibung: wahrscheinlich nicht
    Varianten: [siehe dürfen]

    Modalverb können + Negation
    Subjektive Bedeutung: „negative Gewissheit“
    Umschreibung: es ist unmöglich
    Varianten: auf keinen Fall, keinesfalls, es ist unvorstellbar

    (Quelle: Varianten der Umschreibungen der subjektiven Bedeutung I (Vermutung))

    Damit es eine von mir unabhängige Quelle ist ...

    Ja, ja, deutsche Grammatik ...

    Mir fällt nichts ein, was mir zu Ihrem Beitrag einfällt.
  4. #93

    oh das tut mir leid

    Zitat von gg72 Beitrag anzeigen
    Dem kann ich nur beipflichten!
    Ich finde es gehört zu den Pflichten des ADAC uns Autofahrer zu vertreten ... auf diese komischen ADAC-Reiseangebote kann ich verzichten! Ich muss jeden Tag 85 KM pendeln und bin auf das Auto angewiesen. Obwohl ich eine echt sparsame (5Ltr.) Kiste habe sehe ich es nicht weiter ein den Ölmultis UND dem Staat die Taschen zu füllen. Als Autofahrer ist man ohnehin schon der verarschte und so langsam reicht es wirklich!!!
    wer zwingt uns irrsinnige Strecken zu pendeln?
    jeder ist doch dafuer verantworlich was er tut:
    weit pendeln, oder nicht, sich einen nahen oder fernen Arbeitplatzteuer suchen, teuer tanken, jammern oder gluecklich sein

    jeder ist doch auch frei der Autoindustrie zu sagen "entwickelt ein Auto das 2 Liter braucht und das kaufe ich dann"
    warum tut es keiner?

    aber die Verkehrssituation beobachend laesst mich tatsaechlich auch vermuten, dass der Sprit doch noch nicht soooo teuer ist
  5. #94

    qed

    Zitat von Frequent Traveller Beitrag anzeigen
    wer zwingt uns irrsinnige Strecken zu pendeln?
    jeder ist doch dafuer verantworlich was er tut:
    weit pendeln, oder nicht, sich einen nahen oder fernen Arbeitplatzteuer suchen, teuer tanken, jammern oder gluecklich sein

    jeder ist doch auch frei der Autoindustrie zu sagen "entwickelt ein Auto das 2 Liter braucht und das kaufe ich dann"
    warum tut es keiner?

    aber die Verkehrssituation beobachend laesst mich tatsaechlich auch vermuten, dass der Sprit doch noch nicht soooo teuer ist

    Bei diesen Benzin-Preisen ist es Sache des Verbrauchers, ein kostengünstigeres Verkehrsmittel zu wählen. Die Angebote fahren bereits herum. Einfach zugreifen.


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