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Preisexplosion: Wie das globale Rohstoff-Roulette funktioniert
Gold, Öl, Weizen - die Rohstoffpreise schnellen in die Höhe, auch in Deutschland werden Lebensmittel immer teurer. Was ist der Grund, wer profitiert von der Entwicklung und wer leidet am meisten darunter? Ein Überblick über die Märkte und Akteure.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...762140,00.html
- #1 18.05.2011 10:38 von
Pack die Nahrung in den Tank!
(...) Weizen - die Rohstoffpreise schnellen in die Höhe, auch in Deutschland werden Lebensmittel immer teurer.
... und dann soll mit Bio-Sprit aus Nahrungsmitteln getankt werden. Wie absurd ist das denn? - #2 18.05.2011 10:39 von
abschaffen
sogar ich als liberaler neokapitalist sage: auf grundnahrungsmittel darf es keine wetten geben.
angebot & nachfrage, ja. aber keine wetten oder sonstwelche "fingierten" finanzprodukte. - #3 18.05.2011 10:49 von
Schlechter Artikel
Was fuer ein mieser und oberflaechlicher Artikel. Die Moral von der Geschicht, Spekulanten sind schuld am Preisanstieg der Rohstoffe. Nicht etwa schlechte Ernten, Bevoelkerungswachstum, Ethanol Fuel oder Nachfrage aus Emerging Markets. Nein, der poehse Spekulant ist Schuld.
Wie bitte soll das funktionieren? An den Finanzmaerkten werden Futures gehandelt, die irgendwann faellig werden. Da der Spekulant natuerlich nicht tonnenweise Weizen oder Kakao in Empfang nehmen will und kann, stellt er vor/bei Faelligkeit glatt. ETFs und andere grosse Akteure rollen dann jeweils in den naechsten Future. D.h. egal wie viele Akteure sich am Futures-Markt tummeln und evtl. auch spekulative Blasen erzeugen, einzig der Spotmarkt ist entscheidend fuer den Preis, den wir fuer unsere Rohstoffe bezahlen. Und am Spotmarkt entscheidet eiskalt physisches Angebot und physische Nachfrage ueber den Preis, nicht der poehse Spekulant.
Mal ganz abgesehen von all den anderen Kalauern, wie z.B. je mehr Volatilitaet, desto mehr kann der Spekulant verdienen (er verliert natuerlich nie, dieser poehse Spekulant). - #4 18.05.2011 10:49 von
Mich irritiert vor allem eine Kleinigkeit
Bei uns begründen die Röstereien den teuren Kaffeepreis mit gestiegenen Erzeugerpreisen. In Frankreich kostet dagegen ein Kilo Kaffee das gleiche wie bei uns ein Pfund. Der Unterschied ist jedenfalls sehr, sehr viel höher als es die Kaffeesteuer ausmachen könnte. Bekommen die Franzosen ihren Kaffee etwa geschenkt?
Noch etwas: Die von der Börse gespiegelten Preise siehe Öl, das sind doch nicht die, die von den Konzernen bezahlt werden. Das sind nur die Preise der Restchen die jeweils über bleiben. Die Großen haben "langfristige" Verträge über Mengen und Preise. Stunden-, Tages, Wochen oder Monatsschwankungen kann es gar nicht geben. - #5 18.05.2011 10:55 von
Alles viel zu billig
Lebensmittel sind bei uns einfach viel zu billig, was sich auch in mangelnder Wertschätzung ausdrückt.
Rhetorische Frage: Wieviel Arbeit macht es, 1 kg Mehl, 1 l Milch und 1 kg Äpfel zu produzieren und in den Supermarkt zu transportieren?
Und wie lange muß ich arbeiten, um mir das kaufen und meine Familie einen Tag ernähren zu können?
Antwort: Überhaupt nicht, denn alleine für die Zeit, die ich jeden Tag während der Arbeitszeit auf dem Klo sitze, zahlt mir mein Arbeitgeber genug, um die genannten Lebensmittel in Bio-Qualität kaufen zu können. Da stimmt doch was nicht im System... - #6 18.05.2011 10:57 von hornbeam
Es hilft nur...
Rohstoffmärkte verstaatlichen. So wie das Bank- und Kreditwesen.
- #7 18.05.2011 10:59 von hornbeam
++++
Mehr Planwirtschaft, weniger Jahrmarkt.
- #8 18.05.2011 11:02 von
Und wie soll das gehen????
Es fordert sich so leicht, ein Ende der "Spekulation" zu fordern.
Wie soll das gehen? Nur noch physische Ware gegen Geld?
OK, was heisst das aber: Sind die Spekulanten aus dem Markt, gibt es viel weniger Geld. Die wenigen Spieler, die ueber genug Lagerkapazitaeten verfuegen, koennen dann den Preis frei bestimmen. Versuchen Sie dann mal als Bauer zu verhandeln wenn Erntezeit ist und alle anderen auch ihre Produkte verkaufen wollen. Versuchen Sie dann mal als Verbraucher zu kaufen wenn gerade keine Erntezeit ist...
Die Preisschwankungen, die es heute gibt, sind nichts gegen die, die es dann geben wird.
Es ist verdammt sinnvoll, Produkte im voraus zu kaufen und zu verkaufen. - #9 18.05.2011 11:03 von
Weg damit!
Schließe mich meinem "Vorredner" an und gehe sogar noch weiter: Rohstoffe und landwirtschaftliche Produkte dürfen nicht mehr an der Börse gehandelt werden.
Sollte dies nicht möglich sein, wäre es ideal, wenn alle Staaten eine "Zockersteuer" von 70 % erheben!
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