Preiserhöhungen ab Sonntag: Deutsche Bahn streicht Sparpreis-Angebote

Zum Fahrplanwechsel am Sonntag erhöht die Deutsche Bahn ihre Preise deutlich - im Schnitt*3,9 Prozent*im Nah- und Fernverkehr. Zudem werden Angebote wie Sparpreis 50 und 25 gestrichen. Eine Übersicht über die neuen Preise und wo Sparen dennoch möglich ist.

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...802890,00.html
  1. #80

    richtig

    Zitat von geisterhoernchen Beitrag anzeigen
    Zum Glück gab es wenigstens im allgemeinen Fernverkehr eine Monopol-Aufhebung. Das Gesetz aus dem 3.Reich bezüglich Bahn-Monopol auf Fernverkehr wurde gekippt. Ich finde das wurde auch Zeit! Nun können Busfernlinien gegründet werden. =)
    Im Prinzip ein richtiger und überfälliger Schritt, aber ob solche Fernbuslinien wirklich ein Konkurrent für die Bahn werden können, muss man abwarten. Service, Schnelligkeit und Preisstruktur jeweils im Verhältnis zu Bahn oder Auto, das wird sicher nicht immer zugunsten der Busse funktionieren.
  2. #81

    weit

    Zitat von volkerriegel@aol.com Beitrag anzeigen

    Ich war und bin nicht generell gegen S21. Im Gegenteil. ein sinnvolles Projekt mit unterirdischem Durchgangsbahnof für den Fernverkehr und oben bleibt der Nahverkehr. Das wäre sinnvoll und wird auch von unabhängigen Bahnexperten als die bessere Lösung empfohlen. Zudem war und ist der Kopfbahnhof oben, mit kleinen kostengünstigen Veränderungen, wesentlich effektiver und hat auch mehr Kapazitäten usw. Das weiss man aber nur, wenn man sich mit dem Projekt intensiver beschäftigt. Aber gut. Rostock ist weit weg...
    Zu stuttgart 21 haben Sie vollkommen Recht. Dort stoßen sich viele Bauunternehmen und andere Investoren am Bau bzw. an den Steuergeldern gesund.

    Und einige Politker werden schöne Versorgungsposten in ein paar Jahren erhalten. wobei wir damit wieder bei der Bahn angelangt wären (Stichwort Otto Wiesheu).

    Solange der politische Wille fehlt, gegen die unnötigen Preiserhöhungen der DB vorzugehen und endlich Netz und Betrieb zu trenen, solange wird das Spiel weitergehen. Zum Nachteil der meisten Bürger.
  3. #82

    Die Beispiele...

    ...sind tatsächlich nicht unbedingt repräsentativ. Aber nicht im positiven Sinne, sondern im negativen. Ich bin Student und studiere ca. 600km von meiner Familie entfernt. Als ich 2010 mit dem Studium begonnen habe, lag der Preis für die längste Fahrt (knapp sieben Stunden ohne Umsteigen) mit Bahncard 25 bei ca. 25 Euro.
    Im Sommer 2010 führte die Bahn dann den Sparpreisfinder ein. Die günstigste Fahrt kostete mit BC25 zwar immer noch ca. 25 Euro, war aber nun mit vier mal (!) Umsteigen verbunden und außerdem neun Stunden lang, da man mitten in der Nacht vier Stunden lang am Frankfurter Flughafen warten sollte. Die oben genannte Strecke von sieben Stunden ohne Umsteigen kostete nun ca. 45 Euro.
    Jetzt hat die Bahn wieder die Preise erhöht. Jetzt kostet die günstigste Strecke (die über Nacht mit neun Stunden, etc.) 45 Euro. Die zu Beginn 2010 noch günstigste Verbindung (die mit sieben Stunden ja immer noch sehr lang ist) kostet ab jetzt 60 Euro (da ist der Spar-Rabatt und meine Bahncard schon mit drin!).
    Ich lebe von BAföG und Kindergeld. Je nach Monat bedeuten 60 Euro für mich zwei Wochen an Nahrungsmitteln. Natürlich kann ich immer noch die 45-Euro-Verbindung nehmen, aber mal im ernst, das ist doch absolut menschenunwüdig, sowas müsste verboten werden...

    Entgegen einiger Aussagen hier im Forum muss ich den Pro-Auto-Leuten zustimmen. Ich bin seit meiner jüngsten Kindheit ein sehr umweltbewusster Mensch. Aber leider kostet eine Mitfahrgelegenheit für dieselbe Strecke nur 30 Euro, die sind irgendwie tragbar, die Deutsche Bahn ist es seit heute nicht mehr.
  4. #83

    Zitat von Interessierter0815 Beitrag anzeigen
    weiterhin erzeugt die Bahn zum großen Anteil den Strombedarf über eigene Kraftwerke
    Eines davon - das Gemeinschaftskernkraftwerk Neckarwestheim Block 1 - ist vor einigen Monaten zwangsstilgelegt worden. Hat die Bahn eine Ausrede mehr?
  5. #84

    Zitat von JustAnne Beitrag anzeigen
    Doch. Manchmal braucht man das. Mein Vater wohnt auf dem Land und arbeitet ca. 35 km von seinem Wohnort entfernt. Um puenktlich um 7 bei der Arbeit zu sein, muesste er abends um 20:03 losfahren und waere um 04:41 dann da. Und dann muss er ja auch noch zurueck nach der Arbeit. Dass das indiskutabel ist, ist ja wohl klar. Und nein, naeher zur Arbeit ziehen ist keine Moeglichkeit, die Arbeitsstelle zu wechseln auch nicht.
    Die Argumentation eines grünen Beamten ist natürlich: er muss gar nicht arbeiten gehen, dann braucht er auch wirklich kein Auto.

    Wenn aber z. B. Nokia diesem Wunsch nachkommt, das Werk nach Rumanien umzieht und dafür sorgt, dass tausend von Mitarbeitern nicht mehr jeden Morgen autofahren müssen, ist das Geschrei wieder groß.

    Klar: die Staat druckt einfach das Geld und übergibt jedes Monat pünktlich den Beamten.
  6. #85

    Zitat von Robert_Rostock Beitrag anzeigen
    Wieso soll man im Rhein- und Moseltal die Strecken umbauen, es ging doch 150 Jahre auch so?
    Mit solchen Allgemeinsprüchen will man nicht ernst genommen werden. Sonst kommt der Nächste und behauptet dass man die Bahn gar nicht braucht. Es ging sogar Jahrtausend auch ohne!
  7. #86

    Bahnfahren ist definitiv zu teuer.
    Eine einfache Fahrt von meinem Wohnort Offenburg nach Freiburg (ca. 60 km) kostet sagenhafte 19,50 €; hin und zurück also knapp 40 Euro.
    Wer kann sich solche Preise leisten?
    Mit dem Auto (dieses steht sowieso vor der Tür) bin ich mit etwa 10 € Benzinkosten dabei.
    Dies ist doch Irrsinn. Bahnfahren wird so zum unerschwinglichen Luxus.
  8. #87

    .

    Zitat von Peter Werner Beitrag anzeigen
    Bahnfahren ist definitiv zu teuer.
    Eine einfache Fahrt von meinem Wohnort Offenburg nach Freiburg (ca. 60 km) kostet sagenhafte 19,50 €; hin und zurück also knapp 40 Euro.
    Wer kann sich solche Preise leisten?
    Mit dem Auto (dieses steht sowieso vor der Tür) bin ich mit etwa 10 € Benzinkosten dabei.
    Dies ist doch Irrsinn. Bahnfahren wird so zum unerschwinglichen Luxus.
    naja.... selbe Strecke im Nahverkehr Barcelona (etwa 60 km, Strecke Blanes - Barcelona) kostet mit der Bahn ganze 4,90
    da kann ich ueber die deutschen preise nur den Kopf schutteln
  9. #88

    Zitat von Anaconda Beitrag anzeigen
    naja.... selbe Strecke im Nahverkehr Barcelona (etwa 60 km, Strecke Blanes - Barcelona) kostet mit der Bahn ganze 4,90
    da kann ich ueber die deutschen preise nur den Kopf schutteln
    Die Strecke Invalidensiedlung Frohnau bis nach Schmöckwitz, also einmal vom nördlichsten zum südlichsten Zipfel Berlins, kostet nur 2,30 EUR. Sind auch so ca.55 km.

    Der von Ihrem Vorredner genannte Preis Freiburg-Offenburg ist der ICE-Preis.

    Die Strecke Guadalajara - Madrid, auch ca. 60 km, kostet mit dem AVE (dem spanischen ICE) auch ab 19 Euro.
  10. #89

    Mix'n Match

    Zitat von Peter Werner Beitrag anzeigen
    Bahnfahren ist definitiv zu teuer.
    Eine einfache Fahrt von meinem Wohnort Offenburg nach Freiburg (ca. 60 km) kostet sagenhafte 19,50 €; hin und zurück also knapp 40 Euro.
    Am billigsten kommen Sie weg wenn Sie ein Regio Ticket Baden Württemberg von Friesenheim nach Freiburg und zurück kaufen (11 Euro) und von Offenburg nach Friesenheim und zurück mit der Streifenkarte fahren (jeweils drei Streifen à 0,75 €, also 4,50) et volia, die Rückfahrt nach Freiburg kostet Sie nur noch 15,50 Euro (OK, geht an Werktagen erst nach 9 Uhr und nur in Zügen die auch in Friesenheim halten, aber immerhin...) - die Streifen für die Rückfahrt stempeln Sie schon in Freiburg, das ist (inoffiziell) erlaubt.