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Preis für "Crysis 2": Dieser Shooter ist kulturell wertvoll

Sind Ego-Shooter preiswürdig? CDU-Kulturstaatsminister Bernd Neumann fühlt sich nicht wohl mit der Auszeichnung von "Crysis 2" als bestes Spiel des Jahres. Dabei saßen in der Jury auch Unionspolitiker, sie widersprechen ihrem Parteifreund: Computerspiele könnten neue Maßstäbe in der Kunst setzen.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...830088,00.html
  1. #70

    Zitat von graf_krolock Beitrag anzeigen
    Köstlich! Andererseits sind die USA das Land der meisten Amokläufe, der meisten Serienmörder und der meisten Todesopfer durch Schusswaffengebrauch. Ich will das keineswegs den Shootergames ankreiden.
    Das ist ja auch totaler Unsinn. Die Hohe Zahl von Verbrechen mit Schusswaffen erklärt sich ganz einfach mit der hohen Zahl von Personen mit Schußwaffen.
    Aber ich wünschte, es gäbe den Willen und die Möglichkeit wirklich mal unabhängig und unvoreingenommen zu erforschen woran das liegt.
    Bevor die Ego-Shooter in Mode kamen, wurden halt Gewalt-Filme verantwortlich gemacht. Das soziale Umfeld - und vor Allem der leichte Zugang zu Schußwaffen kommt für sie nicht in Betracht?
    Möglichst bevor diese Verhältnisse auch zu uns und in andere noch vergleichsweise friedliche Länder, z.B. Norwegen, überschwappen.
    Für Norwegen kommt ihre Erkenntnis bereits zu spät!
  2. #71

    Zitat von apfelmännchen Beitrag anzeigen
    Das ist ja auch totaler Unsinn. Die Hohe Zahl von Verbrechen mit Schusswaffen erklärt sich ganz einfach mit der hohen Zahl von Personen mit Schußwaffen.

    Bevor die Ego-Shooter in Mode kamen, wurden halt Gewalt-Filme verantwortlich gemacht. Das soziale Umfeld - und vor Allem der leichte Zugang zu Schußwaffen kommt für sie nicht in Betracht?

    Für Norwegen kommt ihre Erkenntnis bereits zu spät!
    In Betracht käme für mich vieles, aber wir können natürlich nur spekulieren. Vermutlich gibt es auch mehr als nur eine Ursache. Dennoch sollte man der Sache mal auf den Grund gehen anstatt mal wieder reflexartig mit härteren Strafen und Verboten allzu vordergründiger Ursachen wie Games zu reagieren. Aber es ist wichtig, dass man unbefangen und sachkundig an die Sache heran geht, denn sollten Games, Filme usw. dabei eine Rolle spielen wäre falsche Toleranz kontraproduktiv.

    Ich spiele übrigens selbst ab und zu Shooter, bin also nicht grundsätzlich dagegen. Ich persönlich glaube nicht, dass Games die Ursache für Gewaltexzesse sind. Welche Gewaltfantasien sich in Games und Filmen aber bisweilen wiederspiegeln ist schon interessant und beunruhigend. Ich vermute die Ursache für das sich ausbreitende Gewaltbedürfnis vor allem in sozialen Missständen wie Arbeitslosigkeit, soziale Ungleichheit und Kälte, Wettbewerbsdenken, Entfremdung usw. Dieses Gewaltbedürfnis spiegelt sich ja übrigens auch in der allgemeinen Tendens zur Forderung härterer Strafen.

    Was Norwegen anbelangt: Breivik ist, Gott sei dank, bisher ein extremer Einzelfall. Möglicherweise deshalb, weil die norwegische Gesellschaft noch relativ gut funktioniert. Wollen wir hoffen dass das so bleibt!
  3. #72

    Zitat von graf_krolock Beitrag anzeigen
    In Betracht käme für mich vieles, aber wir können natürlich nur spekulieren. Vermutlich gibt es auch mehr als nur eine Ursache. Dennoch sollte man der Sache mal auf den Grund gehen anstatt mal wieder reflexartig mit härteren Strafen und Verboten allzu vordergründiger Ursachen wie Games zu reagieren. Aber es ist wichtig, dass man unbefangen und sachkundig an die Sache heran geht, denn sollten Games, Filme usw. .....
    Ich habe den Eindruck, dass unsere Meinungen gar nicht weit auseinander liegen.

    Härtere Strafen halte ich auch nicht in jedem Fall für sinnvoll: allerdings muß die Arbeit der Justiz drastisch beschleunigt werden - sprich, ein Straftäter muss seine Strafe möglichst UNMITTELBAR bekommen. BEVOR eine weitere Straftat begangen werden kann.

    Verbote von Videospielen halte ich für unsinnig. Die gesamt BPjM halte ich für reine Steuerverschwendung. Notfalls können sich die Herren Bundesprüfer von einem 10 jährigen Knirps mal zeigen lassen, wie man sich die Computerspiele aus dem Netz laden kann. Die Kompetenz hat eindutig bei den Eltern zu liegen. VERBOTE üben gerade einen gewissen Reiz aus.

    Bei einem Punkt habe ich allerdings eine sehr eindeutige Meinung: Schußwaffen gehören definitiv NICHT in die Hände von Zivilisten. Hier muß der Gesetzgeber noch viel mehr tun!
  4. #73

    optional

    Ich frage mich, wieviel von diesen Killerspiel-begeisterten Kommentaren von der Killerspiel-Industrie bezahlt sind.








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