Pottwal-Begegnung: 30 Sekunden Glück

Ein Berg aus Fleisch, Fett und Knochen - und doch irgendwie schüchtern:*Einem mächtigen Pottwal begegnete Adrian Schöne vor der Küste der Azoren. Ausgerüstet nur mit Schnorchel und Kamera, blieben*dem Fotografen bloß wenige Sekunden mit dem Weibchen und ihrem Baby.

http://www.spiegel.de/reise/fernweh/...735891,00.html
  1. #1

    Habt Ihr den Hinweis gelesen? Ein Bielefelder! SIE haben Kontakt mit der Gemeinschaft der Cetaceae!
  2. #2

    Tolle Sache!

    Da sind Herrn Schoene ja richtig tolle Bilder gelungen und Herr Geschke hat einen stimmigen Artikel dazu verfasst, in dem wir zwar nichts sonderlich Neues ueber Pottwale erfahren, von dem aber alle profitieren..
    - Herr Schoene hat seinen Ruf als fotografisches Nachwuchstalent untermauert und nebenbei noch seine Urlaubskasse aufgebessert.
    - Die azorische Tourismusbehoerde freut sich ueber die kostenlose Werbung.
    - Hunderttausende Spiegel-Leser wurden auf einen noch "unverbrauchten" Flecken Natur aufmerksam gemacht, den sie demnaechst bestimmt gerne mal besuchen moechten.

    Fragt sich nur was die Pottwalmutter und Ihr Baby davon haben?
  3. #3

    Sommer 09

    Ich war im August 2009 auf drei der Azoren Inseln. Nachdem mir einige Freunde erzählt hatten, dass sie so viel Geld bezahlen mussten und keinen Wal gesehen hatten, war ich skeptisch, ob ich tatsächlich 50€ zahlen sollte. Aber an dem Tag hatten wir großes Glück.

    Zuerst sahen wir einen Potwal, der in etwa in 50 Meter Entfernung mit einem schwimmenden Kanister spielte. Wir warteten. Er war neugierig und kam zu unserem Schlauchboot. Leider durfte keiner der Touristen ins Wasser zum Schnorcheln. "Unser" Potwal blieb dafür aber bestimmt 20 Minuten und schwamm zwischen den drei Schlauchbooten, die gemeinsam auf die Tour gestartet waren, gleichmäßig hin und her - manchmal so dicht, dass man sich nur hätte aus dem Boot lehnen müssen, um ihn zu streicheln. Zum Schluss kam noch ein zweiter Potwal dazu - gemeinsam schwammen sie nach geraumer Zeit von uns weg.

    Unser Kapitän war genauso erfreut wie ich. Er meinte, er hätte es erst ein anderes Mal in den zwei Jahren, die er als Kapitän arbeitete, erlebt. Ich war sehr froh, dass ich für meine Kamera das Unterwassergehäuse mitgenommen hatte - so habe ich blind die Kamera ins Wasser gehalten und kleine Filme drehen können und einige Fotos geschossen. So konnte ich auch die Klicklaute des Wales hören. Ich kann die Begeisterung von Adrian Schöne voll und ganz teilen!

    Im übrigen gibt es auf den Azoren einige gute Museen über Wale und den Walfang. Auf Pico wurde eine alte Walfangfabrik in ein Museum verwandelt. Viel interessanter noch war ein Privatmuseum auf Pico eines englischen Wissenschaftlers, der sich mit Riesenkalamaren, dem Futter der Potwale beschäftigt hat. Der Mann war schon etwas älter - ich hoffe, er kann sein Museum noch lange für interessierte Besucher öffnen!
  4. #4

    Für wie dumm...

    ...der Spiegel-Leser oftmals vom Autoren der Artikel gehalten wird:

    "...sie wiegen dann bis zu 50 Tonnen - so viel wie 39 VW Golf."

    Ja, Herr Geschke. Oder wie ca. 21 VW-Bus oder ein zu 3/4 beladener Güterwaggon. Und die Datenbank von SPON umfasst ein Speichervermögen von umgerechnet zigMillionen Bibeln! Sicher. Jetzt können wir uns auch grob vorstellen, wieviel 50 Tonnen sind. Das sind ja dann sogar mehr als 100 kilo, oder?
  5. #5

    Naturschutz braucht Emotionen

    Zitat von illusions_can_kill! Beitrag anzeigen
    Da sind Herrn Schoene ja richtig tolle Bilder gelungen und Herr Geschke hat einen stimmigen Artikel dazu verfasst, in dem wir zwar nichts sonderlich Neues ueber Pottwale erfahren, von dem aber alle profitieren..
    - Herr Schoene hat seinen Ruf als fotografisches Nachwuchstalent untermauert und nebenbei noch seine Urlaubskasse aufgebessert.
    - Die azorische Tourismusbehoerde freut sich ueber die kostenlose Werbung.
    - Hunderttausende Spiegel-Leser wurden auf einen noch "unverbrauchten" Flecken Natur aufmerksam gemacht, den sie demnaechst bestimmt gerne mal besuchen moechten.

    Fragt sich nur was die Pottwalmutter und Ihr Baby davon haben?
    Ich hoffe daß der Bericht seinen Weg bis nach Japan findet. Naturschutz ist vor allem dort erfolgreich, wo er die Emotionen der Menschen anspricht.
    Vielleicht sehen die Japaner (und einige wenige ander Länder auf der Welt), daß es viel schöner ist Wale anzusehen als zu jagen.
  6. #6

    Wo gibts Walfleisch?

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass es im Flughafenbistro auf Faial Walfleisch zu kaufen gibt.
    Ist wohl ein Witz!?
  7. #7

    ...

    Zitat von Suba Beitrag anzeigen
    Zuerst sahen wir einen Potwal, der in etwa in 50 Meter Entfernung mit einem schwimmenden Kanister spielte. Wir warteten. Er war neugierig und kam zu unserem Schlauchboot. Leider durfte keiner der Touristen....
    schön, dass sie uns mit ihren romantischen abenteuertrips fernab der zivilisation erquicken. allerdings bezweifel ich stark, dass ihre 3 schlauchboote keine aussenborder hatten. ich stelle mir lebhaft den lärm vor, den die verursacht haben. ihr "käptn" hätte das geschäft längst aufgeben müssen, wenn es dort nicht noch möglich ist, den walen so nahe zu kommen. fragt sich nur wie lange noch.
    man überlege sich mal: herr schöne ist per mobile mit den skippern verbunden, die dauernd offshore patroulieren und sich den routen der wale in den weg stellen. wird ein wal gespottet, bequemt sich herr schöne hoch, schnappt sich sein tauchequipment und düst mit dem speedboot auch noch raus. sorry, die einzigartigkeit der bilder machen den stress, den sie den tieren bereiten, meiner meinung nach nicht wett.
  8. #8

    ...

    Zitat von laosichuan Beitrag anzeigen
    Naturschutz ist vor allem dort erfolgreich, wo er die Emotionen der Menschen anspricht.
    ihre illusionen in allen ehren, aber das ist ausgemachter blödsinn. die gebiete, in denen die hochseefischerei ihren immensen schaden verursacht, befinden sich nicht in küstennähe eines eco-hotels. da nützen friedensbewegte walliebhaber gar nix.
    dito mit geschützten tauchgebieten. horden von "tauchern" fallen ein und ködern haie, nur um mal einen vor die linse zu bekommen. wohin das führt, haben wir ja letztens am sinai gesehen.
    http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...733096,00.html
  9. #9

    Viel Laerm um wenig

    auf
    http://www.bluepegasus.ws/Willkommen.html
    sieht man ein Bild mit Walen, aufgenommen von einem Laien mit einer Billigkamera, Farbdia.
    Das war eine Yachtcharter zum Whale spotting vor Brasilien, wo sich die Wale im dortigen Winter zur Begattung treffen.
    Ausgesetztes Schlauchboot, hingepaddelt, die Dame ohne Neeopren mit Maske und Schnorchel ins Wasser und hingeschwommen, mittenmang ins Geschehen, auch Hautberuehrung mit den Tieren gehabt. Das Photo entstand davor, nach dem ins-Wasser-gleiten der Dame, aufgenommen von ihrem Lebenspartner als schlichtes Urlaubs-Erinnerungsphoto.
    Obwohl die Viecher eifrig Sex trieben, haben sie immer um die neugierige Spannerin einen sanften Bogen gemacht und sorgfaeltig darauf geachtet, dass der Zaungast von den heftig bewegten Heckflossen (wollen wir mal hier nicht von Schwanzflossen reden), nicht beschaedigt wuerde.
    Die Tiere wurden bis 20 m gross geschaetzt, 5 davon auf einem Haufen.
    Da ist gar nichts Sensationelles dabei, Wale sind halt so umsichtig, normaler Erlebnisurlaub von zivilisierten Laien halt.
    Deshalb ist mir diese ziemlich aufbauschende Photo-story um eine einzelne Walkuh von nur 8 m Laenge und ihr Junges nicht so ganz verstaendlich.