Ich finde es nicht angenehm sondern erschreckend. Erschreckend, dass es im Jahr 2011 überhaupt noch nötig sein sollte, derlei Äußerungen zu machen. Ich hätte geglaubt, dass die Zeiten, als das noch nötig war, schon vor etlichen Jahrzehnten längst überstanden seien.
Als Gymnasiast gehörte es in meiner Zeit z.B. zum guten Ton, nicht nur Werke der klassischen Weltliteratur zu lesen sondern auch Werke von Henry Miller und Anaïs Nin - das gehörte dazu und war völlig normal.
Dass Menschen
prüder werden - das kann ich mir nicht vorstellen. Aber offenbar brauchen die Medien neuen Stoff für skandalöse Meldungen. Sexualität sollte eigentlich nicht mehr dazu gehören, und es ist doch abstrus, dass die Lektüre der Bücher dieser Autorin nun etwas "Verbotenes" sein sollte, wie der Kommentator meint. Es ist mein Gefühl, dass die Sexualität nur deshalb neu skandalisiert werden sollte, um damit mehr Quote/mehr Geld zu machen.