Forum


 

Popmusik-Doku auf Arte: Von der Kunsthochschule in die Charts

Jill Furmanovsky/ Rock Archive/ ZDFWarum sind die Briten die cooleren Säue? Die Doku "London Calling" spürt dem prägenden Einfluss des Vereinigten Königreichs auf die Popmusik nach. In Clips und Interviews treten die Brit-Koryphäen von gestern und heute auf - mit deren Stilsicherheit kann die Reihe nicht immer mithalten.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,837677,00.html
  1. #1

    England hatte schon immer die cooleren Bands

    Seit Anfang der 60er Jahre mit den Who, Beatles, Stones, Kinks, etc.war England Trendsetter in Europa. Ich denke die Lebensweise der Briten und das Entstehen von jugendlichen Subkulturen spielten dabei eine Rolle. Es gab eine Unmenge an skurrilen Typen und gleichzeitig auch grossartige Musiker. Mal war Britain tonangebend dann wieder die USA. Leider haben wir bei uns in der BRD so gut wie nichts dazu beigetragen. Die Gruppe CAN aus Köln war bei Insidern und einigen Journalisten in England beliebt, sie war aber der einzige Act, der nach einer England Tour danach weniger Alben verkauft hat als vor ihrem persoenlichen Erscheinen. Oder BAP, nichts gegen Niedecken aber cool ist wohl was anderes. Oder Groenemeyer, immer mit Zeigefinger und das ganze schwermuetige, deutsche am Leben verzweifeln. So etwas wie Punk war praedestiniert von der Insel zu kommen. Als dann spaeter bei uns C&A T-shirts im "Punk-Stil" im Angebot hatte, wusste man, dass es erstmal vorbei war. Wir bauen sicherlich gute Autos, wenn es aber um den Ausdruck des Lebensgefuehls der juengeren Generation geht faellt uns hier nicht viel ein. Tokyo Hotel, Lena, ein Sondermodell Golf "Feuer und Eis" und froehliche Jugendliche auf dem Kirchentag. Langweilig.
  2. #2

    .

    Zitat von Hank Hill Beitrag anzeigen
    Seit Anfang der 60er Jahre mit den Who, Beatles, Stones, Kinks, etc.war England Trendsetter in Europa. Ich denke die Lebensweise der Briten und das Entstehen von jugendlichen Subkulturen spielten dabei eine Rolle. Es gab eine Unmenge an skurrilen Typen und gleichzeitig auch grossartige Musiker. Mal war Britain.....
    Kraftwerk beeinflusst noch heute die Musik weltweit, auch nach 4 Jahrzehnten.
  3. #3

    Zitat von si-ar Beitrag anzeigen
    Kraftwerk beeinflusst noch heute die Musik weltweit, auch nach 4 Jahrzehnten.
    Aber garantiert nicht mit den aktuellen Werken, sondern mit den Sachen vor 30 Jahren.

    Aber ich glaube, daß der weltweite Erfolg der britischen Pop-Musik wesentlich mehr mit der Lebensart und Kultur zu tun hat. Dank Dancehalls etc. hat Pop-Musik einen ganz anderen Stellenwert als hierzulande. Diese arrogante und herabwürdigende Unterteilung in "E"- und "U"-Musik gibt es nur hier.
  4. #4

    Kraftwerk ist ein gutes Beispiel

    fuer typisch deutsche Selbstueberschaetzung. Ihr simpler Elektropop mag Brian Eno, Bowie oder Yello beeinflusst haben. An die Qualität von Heaven 17, Erasure, Depeche Mode oder Human League sind sie nie herangekommen. Es war arty farty sonst nichts. Nicht umsonst haben die Cohen Brueder ihnen ein kleines Stueck in Big Lebowski gewidmet. Musik als Kunst ist eine Sache, Musik die abgeht ist ein ganz anderes Thema. Uns fehlt die Leichtigkeit die anglo Amerikanische Musik auszeichnet. Wir klatschen eben auf 1 und 3, in England und Amerika auf 2 und 4, ein himmelweiter Unterschied. LOL
  5. #5

    Zitat von Hank Hill Beitrag anzeigen
    fuer typisch deutsche Selbstueberschaetzung. Ihr simpler Elektropop mag Brian Eno, Bowie oder Yello beeinflusst haben. An die Qualität von Heaven 17, Erasure, Depeche Mode oder Human League sind sie nie herangekommen. Es war arty farty sonst nichts.
    ...
    LOL
    Ich möchte mich Ihrem Schlusswort anschliessen: LOL - über ihren Beitrag.
    Sobald Sie ihre Kirmes-Phase hinter sich haben - überlegen Sie mal bitte.
  6. #6

    Deutschland: kein Hipster-Pop, aber Proll-Rock

    Hipness hin oder her, da haben die Engländer eben mehr Geschmack. Aber immerhin hat es die deutsche Rock-Szene geschafft, eine Band hervorzubringen, die in den 80ern in den USA - und das ist und bleibt die Champions League der Popkultur - und der restlichen Welt so ziemlich jede britische Heavy-Rock-Combo hinter sich gelassen hat: die Scorpions.

    1983 fand in der kalifornischen Wüste das mehrtägige US-Festival statt. Am zweiten Festival-Tag traten die ganzen Heavy-Bands auf. Headliner waren Van Halen, damals die größte Band in den Staaten. Die Scorpions, vom Ansager angekündigt mit "far away from West-Germany", standen auf dem Billing als Co-Headliner noch vor den britischen Schlachtschiffen Judas Priest und Ozzy Osbourne. Für Van Halen war das ganz schlecht: die Scorpions kochten die Menge derart ab, dass David Lee Roth & Co. danach in den Augen vieler Zuschauer ganz schön schlecht aussahen - sie waren an dem Tag auch verdammt schlecht. Für die Scorps war's der endgültige Durchbruch in Amerika - der Rest ist Geschichte.

    Die Scorpions sind die einzige deutsche Band mit kommerzieller und massenpopulärer Weltgeltung, da kommt kein Can und kein Kraftwerk mit. Das sind nur elitäre Kritiker- und Nerd-Bands. Synthie-Pop und Techno hätten auch ohne Kraftwerk stattgefunden. Entscheidend dafür waren vielmehr die Geräte-Hersteller von Samplern, Drumcomputern und Synthesizern - und vielleicht noch Giorgio Moroder.








TOP



TOP