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Pop-Tipp: Kult-Held in Blattgold

Ein nie angemessen gewürdigter Geniestreich war in den achtziger Jahren das Album "Steve McQueen" der britischen Popband Prefab Sprout. Nun ist in Großbritannien eine schöne Neuedition erschienen.

http://www.spiegel.de/kultur/musik/0...503031,00.html
  1. #1

    Angemessen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein nie angemessen gewürdigter Geniestreich war in den achtziger Jahren das Album "Steve McQueen" der britischen Popband Prefab Sprout.
    Wie kommen Sie eigentlich darauf, dass diese Album nie angemessen gewürdigt wurde?
    "Steve McQueen" gilt - natürlich völlig zurecht - als Klassiker und ist auch schon zu "Lebzeiten" ausreichend gewürdigt worden (siehe: http://en.wikipedia.org/wiki/Steve_McQueen_(album))
    Wann kümmern Sie sich mal um wirklich verschüttete Kleinode der 70er und 80er Jahre (zwei Beispiele: Anthony More "Flying Doesn't Help" oder "Hope In A Darkened Heart" von Virgina Astley - auf letzteres komm ich spontan deshalb, weil diese Dame auch Bühnenmusikerin bei Prefab Sprout war) zu würdigen, anstatt sich auf den doch extrem beschränkten Horizont Ihrer "Musikexperten" zu verlassen...?
  2. #2

    Sehr freundlich ...

    Denn ich dachte schon, außer mir und fünf weiteren, inzwischen entweder konvertierten oder verstorbenen Träumern und hoffnungslosen Romantikern (abzüglich der üblichen Handvoll Schlauberger) gäbe es keinen, der den Bandnamen nicht immer für ein illegales Rottweiler-Anabolikum gehalten hätte.
    Als ich 1984 (deutlich jünger und dämlicher als heute) zum ersten Mal das Debut "Swoon" von PS hörte, traf mich beinahe der Schlag: Sowas konnte Popmusik also auch sein. DAS war die ersehnte Alternative zu den an sich sehr ehrenwerten Clash, Stranglers (Aural Sculpture!), Depeche Mode, oder R.E.M. (Fables of the Reconstruction!). Und, wie Herr Dallach so zutreffend schreibt, die Fortsetzung von Frederick Loewes, Michel Legrands und natürlich Burt Bacharachs Wunderwelten mit den Mittels der damaligen Gegenwart. Und hätte es diese dussligen IPods damals schon gegeben, ich wäre vermutlich auch den ganzen Tag als Stöpselmensch durch die Gegend gestolpert, um mir den Soundtrack meines Lebens zu verpassen. Seufz.
    Immerhin gehört Paddy McAloon für mich zu den ganz ganz seltenen Musikern, deren Früh- und Gesamtwerk ich mir auch nach vielen Jahren nicht nur überhaupt noch anhören kann (vgl. den meist überbewerteten und zu Tode gehypten Prince, oder die leider längst redundant gewordenen Cure), dessen Einfallsreichtum, Witz(!) und Wehmut mich vielmehr intensiver und nachhaltiger erreichen als vor 20 Jahren (vielleicht, weil heut nicht mehr so viel doof, hoffentlich).
    Insofern: Gut gegeben, Herr Dallach. Vielleicht liest es ja der Eine (ja, genau! SIE!) oder andere. Denn mindestens die Tantiemen kann Paddy McAloon dringend brauchen, von Anerkennung, Ehre, Ruhm ganz zu schweigen.
  3. #3

    Auch in Deutschland erhältlich

    Dieses wunderschöne Album ist in Deutschland zumindest als Download im iTunes Store erhältlich (übrigens schon seit März 2007). Als Import sollte auch die CD organisierbar sein.


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